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11.05.2026

Spatenstich zum Kita-Neubau in Oberdresselndorf

Fertigstellung zum Kindergartenjahr 2027/28 angestrebt

Oberdresselndorf. Nach dem Abriss folgt der Neubau. Im Wiesengrund in Oberdresselndorf beginnen die Bauarbeiten zum neuen Kindergarten. Im Beisein einiger Kinder und Erzieherinnen sowie Vertreterinnen und Vertretern der Burbacher Politik fand jetzt gegenüber dem öffentlichen Spielplatz der erste Spatenstich statt. Die Kita entsteht auf dem Gelände, wo bis vor einigen Wochen noch die alte Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes gestanden hatte. Ziel ist es, dass dort zum Kindergartenjahr 2027/28 wieder Kinderlachen an der Adresse einzieht.

2,2 Millionen Euro nimmt die Gemeinde Burbach für die Maßnahme in die Hand. Anstelle der in die Jahre gekommenen Einrichtung entsteht ein modernes Gebäude, das den heutigen Ansprüchen einer umfänglichen Betreuung entspricht. Außerdem wird die Kapazität erhöht. Statt zwei, werden es demnächst drei Gruppen für bis zu rund 50 Kinder (je nach Gruppenart) in Oberdresselndorf sein. „Damit sichern wir weiter den Bedarf für die kommenden Jahre“, sagte Bürgermeister Jonas Becker. Darüber hinaus setzt die Gemeinde ihren Weg bei der Modernisierung der Kindergarten-Standorte konsequent weiter fort. Zuletzt wurden zum Beispiel in Wahlbach und in Holzhausen moderne Kita-Gebäude von der Gemeinde als Bauherrin errichtet. „Wir wollen unseren Jüngsten zukunftssicher gute Bedingungen schaffen, ebenso wie den Mitarbeitenden des Trägers.“

Wie bei allen öffentlichen Gebäuden, die in den vergangenen Jahren in Burbach gebaut wurden, wird auch beim neuen Kindergarten auf eine ökologische Bauweise mit Holz gesetzt. „Alles, was im Boden ist, wird klassisch mit Stein und Beton gebaut, alles darüber in Holzständerbauweise“, erläuterte Thomas Leyener, zuständiger Fachbereichsleiter Bauen, Wohnen, Umwelt. Auf dem Dach wird eine Photovoltaik-Anlage installiert, beheizt werden wird das Gebäude mit einer Wärmepumpe. Auch ein Aufzug ist vorgesehen. Im Innenhof des u-förmigen Gebäudes wird es einen Spielplatz geben.

Der Neubau in Oberdresselndorf ist das nächste wichtige Puzzlestück für eine weiterhin gute Kita-Platz-Versorgung in Burbach. Schon jetzt sind ausreichend Plätze vorhanden. Für das Kita-Jahr 2026/27 plant die Kommune mit 517 Kindern, die in Burbach zu betreuen sind. Die insgesamt 13 Kitas, drei Großtagespflegeeinrichtungen und zwei Tagespflegeeinrichtungen bieten Platz für insgesamt 569 Kinder. Wartelisten gibt es aktuell keine. Hierfür hat die Gemeinde angesichts des Neubaus Provisorien in Form von temporären, modularen Lösungen geschaffen. Nach Fertigstellung der dreigruppigen Einrichtung am Wiesengrund sollen diese Übergangseinrichtungen wieder abgebaut werden.

Auch die heimische Wirtschaft profitiert von der Baumaßnahme. Zwar sind noch nicht alle Gewerke vergeben, aber für die bisherigen und für die nächsten Arbeiten konnten regionale Fachfirmen aus der Region engagiert werden; aus Burbach selbst sowie aus Haiger, Herdorf und Siegen. „Es ist uns eine Riesenfreude, wieder mal eine Kita bauen zu dürfen“, bekannte Architekt Guido Euteneuer (Neunkirchen). „Hier haben wir die Chance, ein vorhandenes Gelände zu optimieren. Gerade sind wir mit der Außenanlagenplanung beschäftigt – das wird ganz toll werden.“

„Nachdem das Altgebäude nun fachgerecht abgerissen und das Baufeld vorbereitet wurde, bin ich froh, dass jetzt der eigentliche Bau startet. Für Oberdresselndorf und den Hickengrund hat die Einrichtung eine hohe Bedeutung für die Kita-Versorgung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Als junger Vater, der demnächst selbst auf das Betreuungsangebot angewiesen sein wird, kenne ich den Bedarf junger Familien. Auch für das Personal des Trägers freut es mich, dass wir hier optimale Rahmenbedingungen schaffen, die die Umsetzung des pädagogischen Konzeptes fördern“, erklärte Bürgermeister Jonas Becker.

Gerade im Hickengrund habe die Kooperation zwischen dem Roten Kreuz und Gemeinde mit insgesamt fünf Standorten Tradition, sagte der hauptamtliche DRK-Vorstand Dr. Martin Horchler. Der Neubau biete eine Perspektive auf eine weitere „starke Zukunft“ dieser Zusammenarbeit, trotz der Herausforderungen der demografischen Entwicklung. Insofern seien die 2,2 Millionen Euro, die die Gemeinde investiere, ein wichtiges Zeichen. Angesichts der stetig steigenden Kosten sei es nicht selbstverständlich, „dass überhaupt solche Bauten realisiert werden können“.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge erlebt Einrichtungsleiterin Martina Skutta die Arbeiten. Seit 1995 gehört sie dem Erzieherinnen-Team in Oberdresselndorf an, seit 2001 in leitender Funktion. Im alten Gebäude kannte sie buchstäblich jeden Winkel. „Aber natürlich mussten wir uns räumlich immer wieder einschränken und neu organisieren“, beschrieb sie die Entwicklung vom reinen Kindergarten hin zu einer Kindertagesstätte mit Ganztagsbetreuung. Der Neubau biete künftig die räumlichen Voraussetzungen, alle Aufgaben einer modernen Kita ohne Kompromisse zu erfüllen.

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