Zuschuss für Solarstrom-Speicher
Beste Förderquote von März bis Juni nutzen
Den Strom vom eigenen Dach auch abends und nachts nutzen – das geht mit einer Batterie an der Photovoltaikanlage. Ab 1. März werden diese Speicher wieder staatlich gefördert. Die KfW gewährt einen Kredit mit Tilgungszuschuss. „Wer die größtmögliche Summe erhalten möchte, sollte sich allerdings sputen, denn die gibt es nur bei Antragsstellung bis Ende Juni“, rät Dr. Rainer Kurzawa, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW in Siegen. Danach sinkt die Höhe des Zuschusses. Die Speicher helfen dabei, die Stromausbeute vom eigenen Dach so gut wie möglich selbst zu nutzen und so die Energierechnung zu senken. Denn je größer der sogenannte Eigenverbrauch ist, desto mehr lohnt sich der Sonnenstrom.
Im neuen Zuschussprogramm werden zunächst 25 Prozent der förderfähigen Kosten für Anschaffung und Installation eines Speichers erstattet. Diese sind allerdings gedeckelt: Maximal 2.000 Euro pro Kilowatt Nennleistung der Photovoltaikanlage werden anerkannt. Das heißt, anfangs gibt es bis zu 500 Euro Speicherförderung pro Kilowatt der Solaranlage, wenn letztere zusammen mit der Batterie installiert wird. Wird der Speicher bei einer bestehenden Anlage ergänzt, liegt die Grenze der förderfähigen Kosten bei 2200 Euro.
Ab 1. Juli sinkt der Tilgungszuschuss auf 22 Prozent und danach in halbjährlichen Schritten immer weiter. Im letzten Abschnitt des Programms, ab 1. Juli 2018, sind nur noch zehn Prozent zu holen. Wichtig: Wer das Geld will, muss erst den Antrag stellen, bevor er einen Kauf- oder Montagevertrag unterschreibt.
„Die Batterien werden immer günstiger, doch noch kann die Förderung darüber entscheiden, ob die Anschaffung wirtschaftlich ist“, betont Dr. Kurzawa. Als Bedingung für die Finanzspritze muss die Einspeiseleistung der Solaranlage auf 50 Prozent begrenzt werden. „Das klingt zwar im ersten Moment so, als würde man damit um die Hälfte der möglichen Erträge gebracht“, sagt Dr. Kurzawa. „Tatsächlich aber liegen die so genannten Kappungsverluste bei gut geplanten Anlagen mit Speichern nur bei ein bis zwei Prozent.“
Mehr Informationen und Hilfe bei der Klärung, ob ihr Haus für Photovoltaik geeignet ist, erhalten Eigenheimbesitzer in der 90-minütigen „Beratung zu Solarstrom bei Ihnen zu Hause“ der Verbraucherzentrale NRW. Sie kostet 60 Euro. Termine gibt es unter 0180 1 11 5 999 (Festnetzpreis 3,9 ct/min, Mobilfunkpreis max. 42 ct/min) und unter Telefonnummer 02 71 / 80 93 93 01. sowie bei der Energieberatungsstelle Siegen, Friedrichstraße 1.
Darüber hinaus bietet die Verbraucherzentrale NRW Siegen in Kooperation mit der Gemeinde Burbach monatlich Energiesparberatungen im Rathaus an. Nähere Informationen erhalten sind unter der Rubrik "Links" erhältlich.
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