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03.03.2022

Wohnraum für Ukraine-Flüchtlinge gesucht

Wer kann kruzfristig Wohnraum zur Verfügung stellen?

Burbach. Die Welt schaut nach Osten: auf die Ukraine. Der russische Angriffskrieg mitten in Europa erschüttert. Hunderttausende Menschen fliehen vor der Aggression Russlands in die Nachbarländer oder zu Verwandten und Freunden in ganz Europa. Auch nach Deutschland. Hier schwappt bereits eine große Welle der Hilfsbereitschaft durchs Land. In der Region wird ebenfalls geholfen: durch Sachspenden, durch privat oder auch betrieblich organisierte Fahrten an die ukrainischen Grenzen, um Familie, Freunde oder Kollegen abzuholen und aufzunehmen.

Noch gibt es keine verlässlichen Informationen von Bund, Land und Bezirksregierung, wann und wie aus der Ukraine geflüchtete Menschen in NRW und in der heimischen Region zugewiesen werden müssen. Dass Menschen aufgenommen werden müssen, steht indes zu erwarten. Die gemeindeeigenen Kapazitäten in Burbacher Aufnahmeeinrichtungen oder an infrage kommenden Gebäuden sind aufgrund der zuletzt stetigen Zuweisungen anerkannter Asylsuchender aus anderen Krisenländern wie Syrien und  Afghanistan nahezu erschöpft. Die Gemeinde Burbach bittet daher Immobilieneigentümer sich zu melden, falls sie leerstehenden Wohnraum zur Aufnahme möglicher ukrainischer Flüchtlinge zur Verfügung stellen können.


In den vergangenen Tagen wurden der Gemeinde bereits spontan einige Wohnungen für Menschen aus der Ukraine in Aussicht gestellt, sagt Yannick Gorlt, zuständig für Asylangelegenheiten im Burbacher Rathaus. „Eine Wohnung konnte bereits an eine Frau mit drei Kindern vermittelt werden, für die sich ein heimisches Unternehmen eingesetzt hat.“ Dennoch steht zu erwarten, dass demnächst mehr als der bisher angezeigte Wohnraum benötigt wird. Daher bittet die Gemeindeverwaltung frühzeitig darum, kurzfristig zur Miete stehenden Wohnraum im Rathaus zu melden, damit die Kommune auf eine größere Welle von Flüchtlingen aus der Ukraine vorbereitet ist und schnell reagieren kann.

„Wie in der Flüchtlingskrise von 2015 ist Burbach selbstverständlich auch diesmal bereit, Menschen, die vor Krieg und Verfolgung flüchten, aufzunehmen. Wenn es nicht anders geht auch in Notunterkünften in Turnhallen oder Dorfgemeinschaftshäusern. Aber das kann nicht das Ziel sein. In den kommenden Wochen werden wir einen kurzen Draht zur Bezirksregierung pflegen, um über die aktuellsten Entwicklungen informiert zu bleiben und im Bedarf schnell reagieren zu können. Darauf bereiten wird uns vor, und darum ist es wichtig, dass wir einen Überblick darüber erlangen, wie viel Wohnraum für eine angemessene Unterbringung in der Gemeinde zur Verfügung steht. Dafür bitten wir um Ihre Mithilfe“, appelliert Bürgermeister Christoph Ewers und wirbt für eine schnelle Rückmeldung an die Verwaltung.

Wer bereit ist, Wohnraum zur Unterbringung von Kriegsflüchtigen aus der Ukraine zur Verfügung zu stellen, meldet sich bei Tim Lehmann unter Tel. (0 27 36) 45 22 oder E-Mail t.lehmann@burbach-siegerland.de.

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