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27.04.2022

Willkommen in Burbach, Ласкаво  просимо!

Zahlreiche Ukraine-Flüchtlinge und ihre Gastgeberinnen und Gastgeber folgten der Einladung

Holzhausen. Gut, dass das Gemeindezentrum der EFG Hickengrund in Holzhausen so großzügig dimensioniert ist. Bis auf den letzten Platz waren die Sitzreihen am vergangenen Sonntag besetzt. Mit einem kurzfristig geplanten Willkommensfest passend zum orthodoxen Osterfest begrüßten jetzt zahlreiche Burbacherinnen und Burbacher die Geflüchteten aus der Ukraine im Gemeindegebiet. Federführend organisiert wurde das Fest von der EFG selbst sowie von Hans-Peter Ginsberg, Flüchtlingsbeauftragter der ev. Kirchengemeinde Burbach, mit Unterstützung der Burbacher Gemeindeverwaltung. „Wir waren überrascht aber sehr froh, dass so viele Menschen der Einladung gefolgt sind“, sagte Markus Tempels vom EFG-Vorstand.

Kennenlernen und Kontakte knüpfen

Der Schwerpunkt lag an diesem Nachmittag auf dem gegenseitigen Kennenlernen, dem Vernetzen untereinander sowie der Möglichkeit, Fragen in zwangloser Atmosphäre zu stellen. Für die Geflüchteten, die im Oberen Freien Grund untergebracht sind und nicht von ihren Gastgebern/Vermietern gefahren werden konnten, war eigens ein Fahrdienst in den Hickengrund eingerichtet worden. An verschiedenen Tischen gab es allgemeine Informationen für die überwiegend geflüchteten Frauen und Kinder zur ersten Orientierung in Burbach und Umgebung. Für Fragen zum Thema Arbeit standen Hans-Peter Ginsberg und Hubert Multhaupt, die schon während der Flüchtlingskrise ab 2015 viele arbeitswillige Flüchtlinge in Lohn und Brot gebracht hatten, Rede und Antwort. Jochen Becker, zuständiger Fachbereichsleiter im Rathaus, informierte u.a. über Meldeverfahren und Sozialleistungen.

Vorab gab es in einem kurzen offiziellen Teil Musik und tröstende Worte für die ukrainischen Geflüchteten und ihre Gastgeber. Der Kinder- und Jugendchor der kath. Kirchengemeinde fand u.a. mit „We are the world“ den richtigen Ton für die aktuelle Situation. Sängerin Karin Neumann und Vik Harder (Gesang und Gitarre) von der EFG lockerten mit Kinderliedern zwischen den Wortbeiträgen den offiziellen Teil auf.

Unverschuldetes Leid

Emotional wurde es beim Grußwort von Bürgermeister Christoph Ewers, dessen berührende Worte von Svitlana Gavril ins Ukrainische übersetzt wurde; manche Ukrainerin kämpfte da mit den Tränen: „Wir wissen, dass Ihnen niemand das Leid abnehmen kann, das Sie unverschuldet durch den Krieg, durch das Verlassen Ihrer Heimat, durch das Zurücklassen von Familienmitgliedern und Freunden, durch Angst um die Zurückgebliebenen und Kämpfenden trifft.“ In Burbach sollen sie sich indes heimisch und willkommen fühlen, so die weitere Botschaft des Bürgermeisters: „Was wir tun können, ist Ihnen hier so gut es geht zur Seite zu stehen, Ihnen Unterkunft zu bieten, Ihnen die Hilfen zu gewähren, die Sie benötigen, Ihre Fragen zu beantworten, zuzuhören und mitzufühlen.“

Den Burbacherinnen und Burbachern dankte Ewers für ihr Engagement: „Es ist ein wichtiges und unverzichtbares Zeichen der Mitmenschlichkeit, wenn wir nicht wegschauen, wenn wir Unterstützung für Menschen in Not bieten. Mitmenschlichkeit, Solidarität und schlichte, anpackende Hilfe sind unverzichtbar wertvoller Friedensdienst.“

Im Anschluss erinnerte Pastor Reiner Morawe nochmals an die hoffnungsvolle Botschaft der Auferstehung in einer kurzen Andacht zum orthodoxen Osterfest. Im weiteren Verlauf des Nachmittags ergaben sich viele neue Bekanntschaften und erste freundschaftliche Kontakte.

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