Weiterhin große Unterstützung signalisiert
Gemeinde Burbach hatte zum runden Tisch „Flüchtlingshilfe“ eingeladen
„Die Unterstützung auf ehrenamtlicher Basis bei der Betreuung der Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung war hervorragend in den letzten drei Jahren“, machte Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers jetzt bei der jüngsten Sitzung des runden Tisches „Flüchtlingshilfe“ im Burbacher Bürgerhaus deutlich. Er dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern für das große Engagement seit dem Bestehen der Aufnahmeeinrichtung und freute sich, dass viele gekommen waren, um zu überlegen, wie die Arbeit unter geänderten Vorzeichen weitergeführt werden kann. „Die Planungen des Landes sehen vor, dass die Unterkunft ab 30. Juni 2017 in den Stand-by-Modus versetzt wird, insofern werden uns dann Personen auf Grundlage zweier unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen zugewiesen“, führte Ewers aus. Fachbereichsleiter Jochen Becker machte deutlich, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen aussehen. „Wir rechnen mit den ersten Personen, die auf Grundlage der Wohnsitzverordnung des Landes NRW für anerkannte Asylbewerber nach Burbach kommen, Anfang kommenden Jahres“, so Becker. "Zwar ist originär das Jobcenter zuständig, da der Asylantrag bereits beschieden ist, dennoch müssen wir wahrscheinlich unterstützen, um Wohnraum zu finden.“ Zuweisungen von Flüchtlingen, die sich noch im Asylverfahren befinden erfolgen auf Grundlage des Flüchtlingsaufnahmegesetzes mutmaßlich ab September nächsten Jahres.
Dass große Unterstützung da ist, machte sich in der anschließenden Diskussion über die möglichen Hilfen deutlich. „Der Schlüssel ist die Sprache“, meinte Uschi Lautenschläger vom AMIN-Kreis. Sie hatte direkt einen Vorschlag mitgebracht, wie der Deutschunterricht organisiert werden könnte. „Wichtig ist, dass Lehrpersonal zur Verfügung steht. Möglich sind hier auch Förderungen.“ Die Vertreter der Burbacher Schulen boten hier ebenfalls ihre Unterstützung an. Hans-Peter Ginsberg, Koordinator der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit, skizzierte die mögliche Etablierung eines Zentrums, in dem unter anderem Beratungen angeboten, Bekleidung ausgegeben und Begegnung gelebt werden könnte. Eine Herausforderung wird die Unterbringung der Menschen sein: „Wir verfolgen hier einen möglichst dezentralen Ansatz“, machte Christoph Ewers deutlich. „Die Erfahrungen anderer Kommunen sind hier äußerst positiv.“ Seitens des AMIN-Kreis wie auch des Gemeindesportverbandes wurde die Bereitschaft erklärt, mitzuwirken und daran zu arbeiten, dass Integration in Burbach gelingen kann.
Als Fazit des Abends wurde festgehalten, dass nun unter der Federführung der Gemeinde Burbach in kleinen Arbeitskreisen die konkrete Planung der einzelnen Schritte weiter erfolgen muss. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns die Bewältigung der Aufgabe gemeinsam gut gelingen wird“, fasste Christoph Ewers den konstruktiven Austausch abschließend zusammen.
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