Weihnachtsgruß 2017
Frohe Weihnachten und einen guten Start in das Jahr 2018
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
„Die Geburt Jesu in Betlehem ist keine einmalige Geschichte,
sondern ein Geschenk, das immer bleibt“.
Im zu Ende gehenden Lutherjahr stelle ich dieses Zitat an den Anfang meines diesjährigen Weihnachtsgrußes. Martin Luther rückt damit die Zeitlosigkeit des Ereignisses von Bethlehem und seine nie endende Bedeutung in den Mittelpunkt.
Aber passt eigentlich die Weihnachtsgeschichte heute wirklich noch in unsere Welt? Eigentlich nicht, werden viele von Ihnen mit Blick auf die Krisenherde unserer Zeit, auf Brexit und Trump, auf den Krieg in Syrien, den Hunger in Afrika, auf Klimawandel und Machtgebaren eines Erdogan sagen. Auch wirtschaftlicher Fortschritt und moderne Welt, Digitalisierung und Hochtechnologie scheinen nicht so recht zu der Geschichte vom Kind in der Krippe zu passen. Und das Weihnachtsfest? Konsumrausch und Werbespektakel, Oberflächlichkeit und Hektik prägen vor allem die Vorweihnachtszeit. Auch dies werden viele von Ihnen bestätigen.
Und doch feiern wir Weihnachten. Selbst Menschen, die vielleicht den Bezug zum christlichen Kern der Weihnachtsbotschaft verloren haben, spüren die Sehnsucht nach Frieden, nach echter menschlicher Begegnung, nach einer Unterbrechung des immer gleichen Flusses der alltäglichen Arbeitswelt, nach einem Halt, der über das Weltliche hinausgeht. Und damit sind Adventszeit und Weihnachtsfest auch immer eine Chance. Eine Chance, neu nach Frieden und Begegnung im eigenen Lebensumfeld zu suchen, eine Chance sich selber und anderen einmal etwas Gutes zu tun, eine Chance tiefer zu blicken.
Für mich bietet die Weihnachtszeit die Chance, auch wieder einmal Danke zu sagen. Danke, all denen, die sich im vergangenen Jahr innerhalb und außerhalb von Vereinen und Institutionen für Menschen in unserer Gemeinde, für die Weiterentwicklung unserer Dörfer, für den Erhalt unserer Natur, für kulturelle und sportliche Angebote, für den Erhalt und die Weitergabe des christlichen Glaubens und Vieles mehr eingesetzt haben. Ihnen allen ein herzlicher Dank, Sie haben damit das ganze Jahr etwas von der Weihnachtsbotschaft lebendig werden lassen.
Überall in unseren Dörfern haben Menschen mit angepackt, um große und kleine Projekte anzustoßen, umzusetzen und zu begleiten. Gerne erinnere ich mich direkt an den Jahresanfang, als ich gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft Holzhausen nach Berlin reisen durfte, um die Auszeichnung als Bundessilberdorf entgegenzunehmen. Zur Jahresmitte wurde ein Mammutprojekt fertiggestellt: Die Ortsdurchfahrt Nieder- und Oberdresselndorf konnte wieder befahren werden. Nun steht noch die Verschönerung der Bahnbrücke auf dem Plan. In Würgendorf rund um die Wasserscheide konnte ebenfalls der erste Bauabschnitt der neuen Ortsdurchfahrt neugebaut werden. Die Freigabe ist noch vor Weihnachten erfolgt. Weiter vorangetrieben wurden die Planungen für den Umbau der „Alten Vogtei“. Dafür haben das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund umfangreiche Fördermittel zur Verfügung gestellt, so dass die Finanzierung des gemeinsamen Projektes von Heimatverein und Gemeinde Burbach gesichert ist. Ebenfalls wurden die ersten Planungsschritte für das große Jubiläum im Jahr 2019 gelegt: Dann feiern wir 800 Jahre Burbach und 50 Jahre Großgemeinde. Es soll ein großartiges Fest für uns Bürgerinnen und Bürger und für Gäste werden. Gleichzeitig hoffen wir das „Haus Ilse“ im Erzweg im selben Jahr zumindest teilweise für die Öffentlichkeit freigeben zu können. In den letzten Wochen haben 40 Geflüchtete ihre neue Heimat in unserer Gemeinde gefunden. Sie werden von einem großen Kreis ehrenamtlich engagierter Menschen unterstützt, deren Engagement von der Überzeugung getragen ist, dass wir die vom Weihnachts- und Osterfest geschenkte Liebe weitergeben müssen und daran Freude haben.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wenn ich aus diesem Blickwinkel auf das Jahr zurückschaue, dann stelle ich dankbar fest, dass die Weihnachtsgeschichte sehr wohl in unsere Welt passt und wir selber ein wenig dazu beitragen können, dass Martin Luthers Satz, dass die Geburt Jesu in Betlehem keine einmalige Geschichte, sondern ein Geschenk ist, das immer bleibt, mit Leben zu füllen.
In diesem Bewusstsein blicke ich auch zuversichtlich auf das kommende Jahr und freue mich auf jede Begegnung mit Ihnen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und für das neue Jahr 2018 einen guten Start und Gottes reichen Segen!
Ihr
Christoph Ewers
Bürgermeister
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