Weihnachtsgruß 2016
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Schenke dem einen dein Ohr
Und dem anderen die Hand
Gib dem einen etwas ab,
nimm von den anderen etwas an.
Du holst so nicht die Sterne vom Himmel herunter,
doch Weihnachten fängt damit an.
Diese Worte von Rolf Krenzer haben mich angesprochen. Warum? Sie beschreiben eine Haltung, die auch das Leben in unserer Gemeinde prägen sollte und Gott sei Dank auch auf vielfältige Weise in unseren Dörfern gelebt wird. Gesellschaft darf nicht von Einzelkämpfern, Individualisten oder Populisten bestimmt werden, die nur sich selbst sehen und ihre eigene Sicht der Dinge akzeptieren. Wir brauchen Gemeinsinn und Menschen, die bereit sind Unterstützung für andere zu leisten, gemeindliches Leben zu gestalten, aber auch Hilfe anzunehmen. Es geht um große und kleine Gesten, die jeder von uns einem anderen entgegenbringen kann. Ein einfaches „Danke“ reicht da manchmal schon aus.
Im zu Ende gehenden Jahr blicken wir auf viele Entwicklungen und Ereignisse zurück, die nicht nur das Gemeindeleben, sondern auch die Weltpolitik betreffen. Die Flüchtlingsströme machen erschreckend deutlich, wie viel Not und Leid auf der Welt auch im 21. Jahrhundert noch vorhanden sind. Ich finde, dass unser Land nach wie vor offen sein muss für diejenigen, die zu uns kommen, um Krieg und Verfolgung in ihren Heimatländern zu entfliehen. Auch in Burbach werden wir im kommenden Jahr Menschen aus verschiedenen Nationen aufnehmen und unterbringen. Ich bin sehr froh darüber, dass sich zahlreiche Menschen bereit erklärt haben, bei der Bewältigung der auf Burbach zukommenden Aufgabe mitzuhelfen. Wir können damit an das herausragende Engagement in der Erstaufnahmeeinrichtung in den letzten drei Jahren anknüpfen. Allen daran beteiligten Bürgerinnen und Bürgern auch an dieser Stelle noch einmal vielen Dank!
Rückblickend ist nicht nur in der Flüchtlingsarbeit wieder sehr viel ehrenamtlich geleistet worden. Zahlreiche Projekte sind in Vereinen und Gruppen angestoßen, geplant und organisiert worden. Beeindruckt haben mich besonders das große Sommerlager der Evangelischen Allianz im Hickengrund und die mehr als gelungene 700-Jahr-Feier in Lippe, um nur zwei Beispiele von vielen anderen zu nennen. In Zusammenarbeit zwischen Heimatverein Burbach und Gemeindeverwaltung konnte das Projekt „Alte Vogtei“ weiterentwickelt werden. Es wird uns in den nächsten Jahren sicherlich weiter begleiten. In Lippe laufen die Planungen für den Neubau der „Alten Mühle“ und Holzhausen hat gezeigt, wie sich ein Dorf für die Zukunft aufstellen muss. Im Januar geht es nach Berlin, um die silberne Auszeichnung entgegenzunehmen. Ein toller Erfolg. Die Aufzählung ließe sich um unzählige tolle Beispiele aus dem Sport, der Seniorenarbeit, dem Klimaschutz oder der Feuerwehr fortsetzen. Seitens der Gemeinde stand die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Nieder- und Oberdresselndorf als ein großes und aus vielen Gründen schwieriges Projekt auf der Agenda, das manche Einschränkung und viel Geduld von den Anwohnern erfordert hat. Danke für Ihr Verständnis.
All dies ist nicht selbstverständlich und ich bin froh und dankbar dafür, dass so viele von Ihnen sich in ihrem Engagement von der von Rolf Krenzer beschriebenen Haltung des helfenden Miteinanders leiten lassen und damit an unserer Initiative „LebensWERTE Dörfer“ mitwirken. Das macht mir Mut für das kommende Jahr.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und für das Jahr 2017 einen guten Start und Gottes reichen Segen.
Herzlichst
Ihr
Christoph Ewers
Bürgermeister
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