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17.10.2026

Waldgenossen Burbach freuen sich über den Westenergie-Lokalstars-Award

Klimaschutzpreis-Nachfolger für den Verjüngungspfad an der Gambach.

gb Burbach. Mit ihrem Projekt „Waldfreundliche Bejagung“ möchte die Waldgenossenschaft Burbach zeigen, wie sich nachhaltige Jagd, natürlicher Waldumbau, Klima- und Naturschutz sowie ehrenamtliches Engagement auf vorbildliche Weise miteinander verbinden lassen. Für ihr Engagement erhielten die Waldgenossen jetzt den Westenergie-Lokalstars-Award, nachdem sie zu Beginn des Jahres bereits den Heimatpreis 2025 der Gemeinde Burbach in Empfang nehmen durften.

Die Waldgenossenschaft bewirtschaftet rund 840 Hektar Wald. Seit rund drei Jahren bejagt sie die Flächen in Eigenregie nach dem Prinzip der „waldfreundlichen Bejagung“. Dabei geht es darum, den Wildbestand auf ein für den Wald verträgliches Maß zu regulieren. Maßstab ist dabei nicht eine festgelegte Zahl, sondern der Zustand des Waldes selbst: Wenn sich der Wald mit vielen verschiedenen Baumarten natürlich und ohne Schutzmaßnahmen verjüngen kann, stehen Wald und Wildbestand in einem ausgewogenen Verhältnis.

Ein zu hoher Bestand an Reh- und Rotwild führt erfahrungsgemäß zu erheblichen Verbissschäden an jungen Bäumen. Gerade die natürliche Verjüngung wird dadurch erschwert und die Vielfalt der Baumarten kann zurückgehen. Ziel der Burbacher Waldgenossen ist deshalb eine Bejagung, die dem Wald die Möglichkeit gibt, sich aus eigener Kraft zu entwickeln. Auf aufwendige Schutzmaßnahmen wie Zäune oder Einzelschutz können wir dadurch verzichten.

Die Ergebnisse dieser Entwicklung sind bereits deutlich sichtbar. Wo vor der Borkenkäferkalamität vor allem Fichtenbestände die Flächen prägten, wachsen inzwischen 16 verschiedene Baumarten – darunter Eiche, Buche, Birke, Ahorn, Eberesche, Kirsche und Stechpalme. Diese Vielfalt entsteht durch natürliche Verjüngung und bildet die Grundlage für einen stabilen, artenreichen und widerstandsfähigen Mischwald.

Um diese Entwicklung für die Öffentlichkeit anschaulich zu machen, haben die Waldgenossen Verjüngungspfad an der Gambach eingerichtet. „Der Lehrpfad dokumentiert unser Konzept der waldfreundlichen Bejagung und zeigt unmittelbar vor Ort, welche Auswirkungen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wildbestand und Wald auf die natürliche Waldentwicklung hat. Interessierte können nachvollziehen, wie sich unterschiedliche Baumarten entwickeln und warum der Zustand des Waldes selbst der wichtigste Maßstab für die Bejagungsintensität ist“, erläutert Initiator Christopher Förster. „Unser Konzept der waldfreundlichen Bejagung war auch der Grund für unsere Bewerbung um den Westenergie-Lokalstars-Award.“ Westenergie-Kommunalmanager Jonas Leyener übergab den mit 500 Euro dotierten symbolischen Lokalstar vor Ort an Christopher Förster, der den Preis stellvertretend für den Projektträger entgegennahm. „Der LokalStars-Award zeichnet Menschen aus, die ihre Ideen mit ehrenamtlichem Engagement für die Gemeinschaft in die Tat umsetzen. Die Waldgenossenschaft Burbach vereint mit ihrem Projekt genau die beiden Aspekte, die wir mit den LokalStars unterstützen wollen: nachhaltiges Handeln und ehrenamtliches Engagement“, sagte Jonas Leyener, Kommunalmanager bei Westenergie.

Mit Initiativen wie den Westenergie LokalStars setzt sich das Unternehmen für die Menschen vor Ort ein, unterstützt lokale Projekte von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Institutionen und Firmen zum Nutzen der Öffentlichkeit. Das Ziel: Gemeinsam die Zukunft gestalten – von Osnabrück bis Trier, von Wesel bis Arnsberg. Mit Zuversicht und Entschlossenheit. Eindrücke finden sich auch auf Instagram, Facebook und LinkedIn. Weitere Informationen: lokalstars.westenergie.de

Auch der Burbacher Heimat-Preis 2025 hat zur Weiterentwicklung des Projekts beigetragen. Die Waldgenossenschaft hat das Preisgeld insbesondere in den Verjüngungspfad an der Gambach investiert. Dieser macht unser Konzept für Waldbesucher sichtbar und ermöglicht es, die Entwicklung des Waldes unmittelbar vor Ort zu erleben.

„Unser Konzept leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Ein vielfältiger und stabiler Mischwald ist widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels und bildet langfristig wichtige Grundlagen für Humusbildung und CO₂-Speicherung. Gleichzeitig profitieren zahlreiche Pflanzen- und Tierarten von der zunehmenden Struktur- und Artenvielfalt“, sagt Christopher Förster. Zudem lasse sich beobachten, dass die Zahl der Verkehrswildunfälle seit der Umstellung der Bejagung auf ein sehr geringes Maß zurückgegangen sei. Damit trage das Konzept nicht nur zum Schutz des Waldes und der darin lebenden Tiere bei, sondern auch zur Sicherheit der Menschen im Straßenverkehr.

Besonders wichtig ist den Waldgenossen Gemeinschaft. Der Wald solle ein Ort sein, an dem Natur, Forstwirtschaft, Nachhaltigkeit, Erholung und gemeinschaftliches Engagement zusammenkommen. Deshalb setzten sie auf einen respektvollen und offenen Umgang mit allen Waldbesuchern – von Spaziergängern und Naturliebhabern über Erholungssuchenden. Der Verjüngungspfad schaffe dabei einen Ort, an dem das Konzept verständlich und unmittelbar erlebbar werde. „Mit unserem Projekt möchten wir zeigen, dass nachhaltig ökologische Jagd, natürlicher Waldumbau, Biodiversität, Klimaschutz und gesellschaftliches Engagement gemeinsam funktionieren können. Unser Ansatz ist regional, praxisnah und langfristig angelegt – mit dem Ziel, einen gesunden und vielfältigen hoffentlich Klimastabilen Wald für kommende Generationen zu erhalten“, so Christopher Förster.
Die positive Entwicklung unseres Waldes und die Auszeichnung mit dem Westenergie-Lokalstar bestärkten die Waldgenossen darin, diesen Weg weiterzugehen. Das Preisgeld von 500 Euro soll daher vollständig in die Weiterentwicklung des Projekts fließen.

Auch über die Region hinaus möchten die Burbacher ihre Erfahrungen weitergeben: Mit dem Konzept bewirbt sich die Waldgenossenschaft Burbach um den Deutschen Waldpreis. „Damit möchten wir zeigen, dass unser Beispiel nicht nur für Burbach, sondern auch für andere Waldbesitzer und Waldgemeinschaften Anregungen für einen zukunftsfähigen Umgang mit Wald und Wild geben kann“, erklärt Christopher Förster. Denn gerade die trockenen Sommerwochen sollten allen gezeigt haben, wie wichtig ein gesunder und funktionierender Wald als Wasserspeicher ist.



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Gemeinde Burbach »
Eicher Weg 13
57299 Burbach

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