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07.04.2017

Vielfältige Aktivitäten für das Klima

Burbach gut aufgestellt

Nur mit Informationsmöglichkeiten, Gelegenheit zum Austausch und Anreizen sowie tatkräftigen „Machern“ kann der flächendeckende Klimaschutz funktionieren. Burbach ist hinsichtlich dessen gut aufgestellt und dient daher als Vorbild für andere Kommunen in Deutschland.

Die Gemeinde Burbach konnte mit ihrem Energieversorger innogy SE Anfang des Jahres einen neuen Stromvertrag aushandeln. Somit bezieht die Gemeinde im Jahre 2017 und 2018 für alle Liegenschaften und die Straßenbeleuchtung Strom aus erneuerbaren Energien. Dadurch werden jährlich rund 1.300 Tonnen des Treibhausgases CO2 eingespart. Das entspricht aber nur einem halben Prozent der Burbacher CO2-Emissionen. „Schön wäre es natürlich“, so Klimaschutzmanagerin Carolin Vomhof-Kettner, „wenn der Strom, der hier verbraucht wird, schon jetzt hier vor Ort nachhaltig produziert werden würde. Deshalb hat oberste Priorität derzeit die Verbesserung der Energieeffizienz.“ Neben der laufenden Ertüchtigung der kommunalen Liegenschaften zur Energieeinsparung sind daher auch Haushalte und Unternehmen gefragt, etwas zum Klimaschutz beizutragen, wenn die „Masterplan 100 % Klimaschutz Kommune“, die bundesweit zu den Klimaschutzvorreitern gehört, Ihr Ziel, bis zum Jahre 2050 klimaneutral zu wirtschaften, erreichen will.

Ein vom Verein zur Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen e. V. produzierter Film mit Klimaschutzideen und guten Beispielen von und für Burbacher regt zur Nachahmung an. Ludwig Sahm, 1. Vorsitzender des Vereins, nutzte kürzlich die Gelegenheit der Filmpremiere während der WWF Earth Hour 2017, um sich bei Wolfgang Franz, Vorstandsvorsitzendem der Sparkasse Burbach-Neunkirchen, für die finanzielle Unterstützung der Dreharbeiten zu bedanken. Der Film findet sich auf der Website des Vereins unter www.natuerliche-lebensgrundlagen.de. Schülerinnen und Schüler engagierten sich derweil tatkräftig für den rationalen Umgang mit Energie und wirkten bei der Show „Lernerlebnis Energiewende“ mit, die von innogy SE und der Gemeinde Burbach gesponsert wurde.

Aber auch die zahlreichen Informationsveranstaltungen der Gemeinde Burbach tragen immer wieder dazu bei, dass sich neue Ideen für Klimaschutzprojekte auftun. So wurde kürzlich allen interessierten Bürgern auf dem Klimaforum die Idee des Bürgerautos vorgestellt, die in der Partnerkommune Birkenfeld bereits seit einigen Jahren erfolgreich seine Runden dreht. Ein Elektroauto wird der Dorfgemeinschaft zur Verfügung gestellt und ehrenamtliche Fahrer ermöglichen es anderen Menschen, mobil zu bleiben. Aber auch eine Car-Sharing-Variante analog dem Dorfauto in Hilchenbach-Grund wäre denkbar. Der Unterhalt des Autos finanziert sich aus freiwilligen Spenden. „Gerade für den Hickengrund, der vom Bürgerbus nicht angefahren wird, könnte es sich hierbei um eine attraktive Lösung handeln“, meint Bürgermeister Christoph Ewers. „Wenn sich Menschen finden, die ein solches Projekt gerne ehrenamtlich unterstützen möchten, wird sich die Gemeindeverwaltung dafür einsetzen, dass einer Dorfgemeinschaft ein solches Fahrzeug ermöglicht wird.“

Die Burbacher Unternehmerschaft widmete sich kürzlich im „Burbacher Unternehmensnetzwerk für Ressourceneffizienz“ (BUfRE) neben innovativen Produkten aus Burbach dem IHK-Projekt „Energiescouts“. Dabei geht es darum, Auszubildende mit Energiethemen vertraut und für das Energiesparen in ihrem Ausbildungsbetrieb mitverantwortlich zu machen. Auszubildende haben noch einen ganz unvoreingenommenen Blick auf den Betrieb und benötigen für die zukünftige Arbeit im Unternehmen die Vernetzung mit Auszubildenden aus anderen Abteilungen. Somit schafft jeder Betrieb durch die Ausbildung der „Energiescouts“ eine win-win-Situation mit langfristiger Erfolgsgarantie.

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