Hilfsnavigation
Volltextsuche
Mediathek
YekoPhotoStudio  
© YekoPhotoStudio 
Mediathek
Seiteninhalt
03.12.2015

Verschmutzung der Meere

Spannender Vortrag im Bürgerhaus

Zu einem spannenden Vortrag über die Verschmutzung der Meere hatte jetzt der Verein zur Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen e.V. in das Burbacher Bürgerhaus eingeladen. Als Referent war Dr. Alexander Janz vom Bundesumweltministerium nach Burbach gekommen, um den zahlreichen Zuhörern plakativ zu erklären, wie die Weltmeere zunehmend unter der Verschmutzung durch Plastikabfälle leiden. Gerade die vielen Plastiktüten, die in den Ozeanen umherschwimmen, sorgen dafür, dass Fische und Meeressäugetiere ersticken und qualvoll verenden, machte der Fachmann aus dem Ministerium deutlich. „Meerestiere verheddern sich und werden schwimmunfähig oder reichern in ihren Mägen unverdauliche Teile an, die sie elendig verhungern lassen. 96 % der gefundenen toten Eissturmvögel haben fast 30 Kunststoffteile im Magen. Fische verwechseln Plastikteile mit Plankton, sodass das Plastik und seine teils schädlichen Inhaltsstoffe irgendwann auch auf unseren Tellern liegen“, stellte Janz fest.

In Deutschland habe man in den letzten Jahren ein gutes Abfallmanagement eingeführt. „Gerade die wiederverwertbaren Abfälle sind mittlerweile gut in der Industrie, der Energiewirtschaft oder der Landwirtschaft einzusetzen. Damit wurden im Jahr 2010 in Deutschland Rohstoffimporte im Wert von rund 10 Mrd. Euro eingespart.“ Dennoch machte der Experte deutlich, dass die Landschaft häufig noch als Müllhalde genutzt wird. „Die Verschmutzung der Meere nimmt tragische Ausmaße an, auch bei deutschen Küstengewässern.“ Besonders Kunststoffpartikel, die bis zu 450 Jahre benötigen, um sich im Wasser abzubauen, sind die Ursache Nummer 1. Sie stammen beispielsweise von Fischernetzen oder aus Schiffsabfällen. Hauptsächlich stammen sie jedoch aus landseitigen Verschmutzungen wie Folien, Reifenabrieb, Fasern aus Waschvorgängen oder von windverdrifteten Styroporkügelchen. „Sie werden über die Flüsse zum Meer transportiert und stellen für Lebewesen eine akute Gefahr dar“, so Janz.


Vorsitzender Ludwig Sahm bedankte sich zunächst beim Referenten und appellierte gleichzeitig an die Burbacher, die schon 1985 die Wertstofftonne einführten und damit zu Vorreitern in der Ressourcenschonung wurden, ihren Abfall weiter richtig zu sortieren. „Es geht noch besser“, verwies er auf ein eigens geschossenes Foto des Müllauto-Inhalts aus Burbach. Damit ließe sich in Zukunft sogar bares Geld sparen. Bares Geld sparen die Zuhörer auch mithilfe der besonders langlebigen und energieeffizienten LED-Lampe, die allen am Ende der Veranstaltung vom Verein geschenkt wurde. Die Firmen Buhl PaperForm und Hering hatten diese im Rahmen der 1.000-Lichter-Aktion des Vereins zur Verfügung gestellt. „Mit der Lampe sind 219 € an Einsparungen für Strom locker drin, wenn die LED eine Glühlampe ersetzt. Damit schenken wir Ihnen den Mitgliedsbeitrag von fast 10 Jahren“, merkte Ludwig Sahm schmunzelnd an. Der Umwelt ersparen die Lampen jeweils über 400 kg Kohlenstoffdioxid.

Zum Hintergrund: Der Verein zur Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen e.V. ist ein junger Burbacher Zusammenschluss von mittlerweile 32 Privatpersonen und Unternehmen. Mit seinem Engagement setzt sich der innovative Verein zum Ziel, attraktive Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen zu erhalten und zu verbessern. Ein Baustein ist dabei – neben der Initiierung konkreter Projekte aus den Bereichen Klima-, Natur- und Gewässerschutz und Abfallvermeidung – die Bildungs- und Aufklärungsarbeit.

Pressebild

Verschmutzung der Meere » 1.1 MB

Kontakt

Gemeinde Burbach »
Pressestelle
Eicher Weg 13
57299 Burbach

Telefon: 02736 45-22
Fax: 02736 45-9922
E-Mail oder Kontaktformular
nach obenSeite drucken