Sternsinger schieben "Überstunden"
Die drei Weisen aus dem Morgenland besuchen das Rathaus
gb Burbach. „Wenn die Sternsinger kommen, dann muss es nach Weihrauch riechen“, begrüßte Bürgermeister Christoph Ewers die drei Weisen aus dem Morgenland am Eicher Weg angesichts des rauchenden Turibulums (lat. „Weihrauchfass“). Ganz frisch hatten sie das Harz in der silbernen Kugel angezündet. Der aufsteigende Rauch symbolisiert die Hoffnung, dass die Gebete der Menschen ebenso wie dieser zu Gott gen Himmel steigen mögen. Im vergangenen Jahr hatten die meisten Haushalte wegen der Corona-Pandemie auf den Geruch von Weihrauch und den Besuch der Sternsinger verzichten müssen. 2022 gab es nur eine abgespeckte Version, bei der nur ein paar Einrichtungen und Adressen besucht werden konnten. Diesmal wurden die Gewänder, Sterne und Weihrauchfässer wieder aus den Schränken geholt.
Caspar, Melchior und Balthasar alias Judith, Manuel und Thies besuchten das Rathaus in diesem Jahr allerdings zeitverzögert, um dort den Segen für das noch junge Jahr zu spenden. „So spät waren wir noch nie“, räumte Catharina Cramer vom Pastoralen Raum Südliches Siegerland ein, die wieder die Sternsinger-Aktion in Burbach koordinierte, als sie mit ihren jungen Schützlingen erst am Veilchendienstag im Bürgermeisterbüro stand. „Es war einfach so viel zu tun.“ Die 36 unterschiedlich großen Bezirke, die früher mit 130 Kindern abgegangen wurden, mussten diesmal mit 70 Kindern bewältigt werden. An mehreren Wochenenden waren die jungen Sternsinger unterwegs, aber in Niederdresselndorf und Lützeln konnten sie dennoch nicht mehr von Tür zu Tür ziehen. „Auch wir haben Nachwuchsprobleme“, erklärte Catharina Cramer.
Burbacherinnen und Burbacher spenden 15.100 Euro
Umso glücklicher war Bürgermeister Christoph Ewers über die Stippvisite. „In den 20 Jahren, in denen ich nun Bürgermeister in Burbach sein darf, habe ich den Segen der Sternsinger empfangen.“ Früher seien die Jungen und Mädchen mit geweihter Kreide losgezogen, heute sind es Aufkleber, die der Verwaltungsschef wieder persönlich – ganz ohne Leiter – über der Eingangstür des Rathauses anbrachte. Anschließend klopften die jungen Segensbringer an den Bürotüren der Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern und sammelten die letzten Spenden unter dem diesjährigen Motto „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“ ein. Insgesamt spendeten die Burbacherinnen und Burbacher 15.100 Euro für die Arbeit des Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“. Das ist das drittbeste Ergebnis, dass bisher in der Gemeinde erzielt wurde. „Die Spendenbereitschaft war trotz Energiekrise besonders hoch“, war Catharina Cramer dankbar für das Mitgefühl und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger.
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20230221 BI Sternsinger besuchen das Burbacher Rathaus » 3.6 MB
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