Haushalt 2022 einstimmig verabschiedet
Panungssicherheit und Handlungsfähigkeit frühzeitig sichergestellt
Burbach. Einstimmig bei einer Enthaltung verabschiedete der Rat in seiner letzten Sitzung des Jahres am 14. Dezember die Haushaltssatzung 2022. Das Gremium schaffte damit frühzeitig Planungssicherheit für das kommende Jahr; die Kommune bleibt somit ab dem 1. Januar 2022 uneingeschränkt handlungsfähig. Das geplante Defizit von rund 4,9 Millionen € erhöht sich nach den Haushaltsberatungen und den sich hierbei ergebenden Ergänzungen auf nunmehr 5.509.348 Millionen €. Der Fehlbetrag kann durch den Griff in die Ausgleichsrücklage kompensiert werden, sodass Burbach einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen kann. „Das ist ein schönes Zeichen, dankeschön!“, sagte Bürgermeister Christoph Ewers mit Blick auf das einstimmige Votum.
Eigenkapital in vergangenen zwölf Jahren verdopppelt
Die Gemeinde sei trotz des Minus in einer vergleichsweise komfortablen Situation, rückte der Verwaltungschef das Zahlenwerk in das richtige Verhältnis. Seit der gesetzlich vorgegebenen Umstellung auf das Neue Kommunalen Finanzmanagement (NKF) vor zwölf Jahren hat sich das Eigenkaptal der Gemeinde auf über 140 Millionen € verdoppelt. Nur dreimal musste in dieser Zeit ein negatives Jahresergebnis verzeichnet werden. Burbach ist praktisch schuldenfrei. Dies sei vor allem der starken Burbacher Wirtschaft und den damit verbundenen Gewerbesteuereinnahmen zu verdanken, nannte Bürgermeister Christoph Ewers. Er sah indes keinen Anlass „mit breiter Brust und hoch erhobener Nase“ zu agieren, sondern mahnte – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie –, weiterhin mit Maß und Vernunft zu handeln und zu wirtschaften.
Dies gelingt auch in diesem Jahr ohne Steuererhöhungen. Mehr noch: Durch das Absenken verschiedenen Gebühren (Abfall, Wasserverbrauch, Abwasser) werden die Burbacher Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen sogar entlastet; lediglich die Grundgebühr für Wasser muss moderat angepasst werden.
Neue Großprojekte zeichnen sich am Horizont ab
Mit rund 3,3 Millionen € fällt das Investitionsvolumen 2022 deutlich geringer aus als in den Jahren zuvor. (Neue Kredite werden hierfür nicht aufgenommen.) Ein Grund für die „Zurückhaltung“: das vielfältige und hohe Investitionsaufkommen der jüngsten Vergangenheit. Mehrere Großprojekte wurden jüngst abgeschlossen oder stehen vor der Fertigstellung, beispielsweise die Erweiterung des Schulzentrums, die Ortsdurchfahrt Würgendorf und die Alte Vogtei. Insofern diene das kommende Jahr dem „Durchatmen“, sagte Christoph Ewers. Wobei die nächsten Großprojekte (ab 2023) bereits am Horizont auftauchten und in den nächsten Monaten viel (Planungs-)Arbeit auf die Verwaltung und die Politik zukommen werde, kündigte der Bürgermeister an. Er verwies hier u.a. auf den Bau von zwei neuen Feuerwehrgerätehäusern, den Umzug der Grundschule Burbach, die Planung und Erschließung des Wohnbaugebietes „In den Stöcken“ und weitere Investitionen in die Infrastruktur.
In ihren coronabedingt auf jeweils 5 Minuten limitierte Haushaltsreden begrüßten die Fraktionen unisono, dass der Etat 2022 die Weiterentwicklung der Gemeinde Burbach auch unter erschwerten Bedingungen ermöglicht.
