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02.02.2023

Podiumsdiskussion zum Laufhaus am 9. Februar

Ab 18 Uhr im Bürgerhaus Burbach

gb Burbach. Die Pläne eines Betreibers, in der ehemaligen Siegerland-Kaserne auf der Lippe ein sogenanntes Laufhaus einrichten zu wollen, schlägt gesellschaftliche, politische und mediale Wellen. Die Einrichtung eines solchen Etablissements steht im Widerspruch mit der Intention des geltenden Bebauungsplans, derartige Vergnügungsstätten zu verhindern. Aufgrund einer juristischen Lücke (das Verfassungsgericht hat entscheiden, dass ein auf Vermietung basierendes Laufhaus eben kein Bordellbetrieb im Sinne einer Vergnügungsstätte ist), sah der Kreis Siegen-Wittgenstein als Bauaufsichtsbehörde keine Möglichkeit, eine entsprechende Baugenehmigung begründet zu verwehren. Bereits im vergangenen Herbst hatten zahlreiche ev. Kirchengemeinden in Burbach eine kritische Stellungnahme zu der Genehmigung abgegeben, in der sie vor allem auf die besondere Schutzbedürftigkeit der im Nachbargebäude untergebrachten geflüchteten Personen, darunter auch Frauen und Kinder, hingewiesen haben.

In der Podiumsdiskussion am

Donnerstag, 9. Februar, um 18 Uhr

im Bürgerhaus Burbach, Marktplatz 7,

soll es nun um die Frage gehen, wie sich die Gemeinde und die Bürgerschaft mit dem Laufhaus „arrangieren“ können, um mögliche Konflikte und negativen Begleiterscheinungen im Umfeld und in den nahen Ortsteilen möglichst vermeiden zu können.

„Wenn das Laufhaus nicht verhindert werden kann, müssen wir in Burbach gemeinsam mit dem Kreis als zuständige Kontrollbehörde, der Polizei und weiteren engagierten Akteuren darauf hinwirken und kritisch darauf achten, dass der Betrieb unter strenger Einhaltung der rechtlichen Vorgaben erfolgt, die Nachbarn und Anrainer nicht beeinträchtigt werden und der Standort kein Anziehungspunkt für gesetzeswidrige Aktivitäten wird, wie es andernorts im Umfeld solcher Einrichtungen oft zu beobachten ist“, beschreibt Burbachs Bürgermeister den gesellschaftlichen Auftrag, der mit der Ansiedlung des Laufhauses einhergeht.

Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers und Pfarrer und Polizeiseelsorger Jochen Wahl von der Ev.-ref. Kirchengemeinde Burbach tauschen sich hierzu mit dem Leitenden Polizeidirektor des Kreises Siegen-Wittgenstein, Bernd Scholz, sowie Vertreterinnen der Beratungsstelle für Prostituierte TAMAR in Siegen und des Vereins Hope e.V., die durch ihre aufsuchende Arbeit (Streetwork) mit den Verhältnissen und Begleiterscheinungen des Rotlichtmilieu vertraut sind, aus.

„Mir geht es vor allem um den Schutz der Flüchtlinge in der Kaserne und auch um die Befürchtungen unserer Menschen in Burbach. Welche negativen Folgen wird solch eine Einrichtung für unsere Kommune haben?“, fragt Pfarrer Jochen Wahl.

Die Gemeinde Burbach und die Ev.-ref. Kirchengemeinde laden alle Burbacher Bürgerinnen und Bürger sowie Anrainer des künftigen Laufhauses und alle Interessierten zu dieser Podiumsdiskussion ein, die in einer offenen Fragerunden enden soll. Moderiert wird die Veranstaltung von dem Journalisten Christian Hoffmann, Mitglieder der Chefredaktion der Siegener Zeitung.

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Gemeinde Burbach »
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