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20.06.2017

Notfalldosen ab sofort in Burbach erhältlich

Viele Hilfsangebote im Notfall

„Ich freue mich, dass wir nun ebenfalls die Notfalldosen in Burbach ausgeben“, sagte Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers anlässlich der Vorstellung der praktischen Hilfe im Notfall. „Mithilfe einer Checkliste und Angaben über Vorerkrankungen können die Rettungssanitäter schnell erkennen, ob Besonderheiten zu beachten sind, wenn Sofortmaßnahmen ergriffen werden müssen. Denn nicht jeder kann in einer Notfallsituation Angaben zum Gesundheitszustand und anderen wichtigen Details machen. Deshalb sind die Informationen in der Notfalldose eine große Hilfe“.

Die Notfalldose wird in der Kühlschranktür aufbewahrt. Aufkleber am Briefkasten und an der Kühlschranktür machen die Erstretter aufmerksam. Damit wissen Notarzt und Sanitäter direkt, wo sie nach relevanten medizinischen Informationen schauen müssen.

Birgit Meier-Braun, Burbachs Seniorenbeauftragte, weist auch darauf hin, dass in der Checkliste nicht nur Hinweise zu medizinischen Aspekten zu finden sind: „Immer mehr Menschen haben zu Hause auch eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht. Dazu können ebenfalls Angaben auf dem Formular gemacht und in der Notfalldose hinterlegt werden.“ Die Notfalldose ist im Bürgerbüro oder bei der Senioren-Service-Stelle im Rathaus kostenlos erhätlich.

Bei der Ausgabe der Notfalldosen bekommen die Burbacher aber noch eine weitere wichtige Information mit an die Hand. „Ein Flyer mit allen Defibrillatorstandorten in der Gemeinde Burbach ergänzt das Informationspaket“, erläutert Kai Langenbach, Sprecher der Initiative Ersthelferkonzept Gemeinde Burbach. „22 Geräte sind mittlerweile öffentlich zugänglich und leisten so einen wertvollen Beitrag für schnelle Hilfe im Ernstfall.“

Bürgermeister Christoph Ewers macht deutlich, dass sich dadurch ein Netz aus Angeboten für schnelle Sofortmaßnahmen bildet: „Wir haben hier jetzt zusätzliche Möglichkeiten, um sich selbst und anderen in lebensbedrohlichen Situationen zu helfen. Auch das ist letztlich ein Beitrag zur medizinischen Versorgung auf dem Land“, ordnet Ewers ein. „Im nächsten Schritt soll auch der Notfallpass eingeführt werden. Damit würde das Netz noch weiter verknüpft.“

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