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01.02.2021

Nistkästen »waschbärsicher« machen

Das Motto der Gemeinde Burbach lautet „Erfolg liegt in unserer Natur“. Mehr als die Hälfte der Burbacher Gemeindefläche gehört zu einem der größten Vogelschutzgebiete in NRW. Seit unerwünschte Eindringlinge, die Waschbären, im heimatlichen Bereich vorkommen, geht es aber den Höhlenbrütern an den Kragen. Die als Hilfe für die Vögel gedachten und zahlreich vorhandenen Nistkästen ohne entsprechende Sicherungen erweisen sich als Bedrohung und erfordern in erster Linie hier, Maßnahmen zu ergreifen. In Studien wurde festgestellt: „Nistkästen sind ökologische Fallen...“, denn der Waschbär ist in der Lage, in herkömmliche Kästen hineinzugreifen oder sie gar zu öffnen und die Nester auszunehmen.

Damit ein Nistkasten „waschbärsicher“ wird, gibt es verschiedene Maßnahmen, wie von Dr. Kurt Salewski auf den Fotos dargestellt. Um nicht den gesamten Kasten austauschen zu müssen, sind nur Maßnahmen aufgeführt, die Änderungen am Frontbrett betreffen. Müssen viele Kästen gesichert werden, so sind Lösungen mit geringem Zeitaufwand sinnvoll, auch wenn der erreichte Schutz nicht höchsten Anforderungen genügen mag.

Die Metallkonstruktion in der Abb.1 kann über den Fachhandel beschafft werden (Preis ca. 5 – 7 €). Bei zahlreichen Konstruktionen ist zur Öffnung des Kastens das Frontbrett nach oben zu schieben. Dann kann es bei der Abb. 1 zum Problem führen, wenn das Flugloch zu hoch angebracht ist. Eine Alternative ist das Modell in Abb. 2, es zeigt eine Anordnung, die zwar zuvor gebaut werden muss, aber dann mit 3 Verschraubungen an den Kasten montiert werden kann. Falls sich die obere Lasche nicht zusammen mit dem Schraubenkopf weit genug nach oben schieben lässt, so bietet die Lasche auch ohne die Schraube vermutlich einen hinreichenden Halt.

Eine Anordnung nach Abb. 3 kann nach Angaben des NABU Gießen als sichere und beste Lösung angesehen werden. Die nachträgliche Änderung an der bisherigen Konstruktion betrifft auch nur das Frontbrett. Bei anderen Kästen mit gleichem Konstruktionsprinzip und Abmessungen (20 cm x 10 cm) genügt der Wechsel der Frontplatte. Die umgebaute Frontplatte, aber auch der komplette Kasten in Abb. 3 werden auch in der Gemeinde Burbach gefertigt. Der Vorbau in der Abb. 3 besitzt seitlich die Fluglöcher. Greift der Waschbär dort hinein, so kann er eventuell die Öffnung zum Inneren des Kastens erkennen und erreichen, aber unmöglich im Kasten nach unten greifen. Die Verschraubung unten rechts am Kasten verhindert eine ungewollte Öffnung des Kastens durch den Waschbär.

Die Gemeinde Burbach möchte ihre Bürgerinnen und Bürger beim Schutz der Vögel in den Nistkästen unterstützen. Darum erhalten Sie in diesem Jahr über die Umweltberaterin der Gemeinde Burbach, Elisabeth Fley, kostenlose Metallkonstruktionen nach Abb. 1 für vorhandene Nistkästen aus Holz, aber auch komplett neue „waschbärsichere“ Kästen. Die Mengen sind begrenzt, die Vergabe erfolgt nach Eingang der Anfragen. Schreiben Sie eine E-Mail an e.fley@burbach-siegerland.de oder rufen Sie an: Tel. 02736 45-82. Es wird dann ein Termin vereinbart, an dem Sie den „Waschbärschutz“ oder den Kasten am Rathaus abholen können.

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Gemeinde Burbach »
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57299 Burbach

Telefon: 02736 45-22
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