Neuer Schulhof für die Sekundarschule
Baumaßnahme am Schulzentrum Burbach hat begonnen
„Die Klinke in die Hand“ geben sich derzeit sprichwörtlich die Bauunternehmen und Handwerker am Schulzentrum der Gemeinschaftlichen Sekundarschule in Burbach. Erst Anfang des letzten Jahres erfolgte der Spatenstich für das neue Verwaltungsgebäude mit darunterliegender Aula, die gleichzeitig als Verbindungstrakt zwischen den beiden Gebäuden der ehemaligen Hauptschule und Realschule dient. Der Bau ist nahezu fertiggestellt. Nun wird als Abschluss des großen Gesamtbauprojekts „Schulzentrum Burbach“ der alte Schulhof umfassend neugestaltet.
Erheblicher Sanierungsbedarf bestand dort schon allein wegen der vielen Umbaumaßnahmen der letzten Jahre, die das Außengelände erheblich in Mitleidenschaft gezogen haben. Mensaneubau, Fassadensanierung und besonders der jetzt erfolgte Neubau von Aula und Verwaltungstrakt haben deutlich Spuren hinterlassen. Hinzu kommt, dass die monoton gepflasterten Flächen schon lange nicht mehr den heutigen pädagogischen Anforderungen an einen modernen Schulhof genügen. Seit der Errichtung des Schulzentrums im Jahr 1969, d. h. seit mehr als 50 Jahren ist das Gelände fast unverändert. Aus der Not machte die Gemeinde eine Tugend und erstellte mit dem Wilnsdorfer Landschaftsplaner Thomas Laufenburg und in Abstimmung mit Politik, Schüler-, Lehrer- und Elternschaft eine Planung für das Gelände, die nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Familien der umliegenden Wohngebiete in den Blick nimmt. Auch sie sollen den Schulhof zukünftig nutzen können. „Auf diese Weise ist es uns auch gelungen, die 1,6 Mio. € teure Maßnahme zur Hälfte aus Städtebaufördermitteln des Landes zu finanzieren“ erklärt Bürgermeister Christoph Ewers, der sich darüber freut, dass damit das Wohnen in diesem Teil des Ortes aufgewertet wird. Und jetzt flatterte der Gemeinde eine weitere gute Nachricht ins Haus: Nachdem das Land zur Unterstützung der von der Coronapandemie finanziell gebeutelten Städte und Gemeinden beschlossen hat, die aus der Städtebauförderung 2020 auf die Kommunen entfallenden Eigenanteile vollständig zu übernehmen, wird die Maßnahme nun aller Voraussicht nach sogar zu 100 Prozent gefördert. „Glück des Tüchtigen“ kann man da wohl zu Recht sagen.
In den nächsten Wochen werden zunächst die alte Pflasterfläche, sonstige Beläge und Einrichtungen entfernt. Nach dem Rückbau folgen die Erdarbeiten, mit denen das Gelände neu modelliert wird. Anschließend werden über 4.000 m² Pflasterfläche barrierefrei verlegt sowie als Aufenthaltsmöglichkeit verschiedene Sitzmauern errichtet. Neben dem neu gepflasterten Bereich entsteht auch eine Grünfläche mit einem ökologischen Wissensweg und eine Pflanzfläche mit Hochbeeten für Nutzpflanzen.
Ergänzt werden die Aufenthaltsflächen durch neue Spielgeräte für Groß und Klein. Dazu zählt eine Rutsche, eine Nestschaukel, ein Seilparcour, mehrere Trampoline, Kletterwürfel und ein Multifunktionssportfeld. Weitere Sitzmöglichkeiten runden das vielseitige Angebot ab.
„Als Schulträger möchten wir Schülerinnen und Schülern bestmögliche Rahmenbedingungen für den Schulalltag bieten und gleichzeitig deutlich und erlebbar machen, dass Schule und Dorf zusammengehören“, erläutert Christoph Ewers Konzept und Motivation der Gemeinde und dankte den Vertretern des Gemeinderates für die einstimmige Entscheidung zur Durchführung der Baumaßnahme.
Bis zum Sommer 2021 soll die Umgestaltung des Schulhofes fertig gestellt sein.
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