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18.08.2016

Neue Begräbnisform in Burbach

Gemeinde richtet Bestattungswald am Friedhof Holzhausen ein

"Das Erinnern und Gedenken an die Verstorbenen ist für viele Menschen von zentraler Bedeutung. Aber die Lebensumstände und Gewohnheiten unserer Gesellschaft haben sich gewandelt. Deshalb ist es auch notwendig, über alternative Bestattungsformen nachzudenken", sagt Bürgermeister Christoph Ewers mit Blick auf den Bestattungswald, der auf dem Friedhof in Holzhausen derzeit eingerichtet wird. "Mit diesem ersten Bestattungswald in der Gemeinde soll auch dem Wunsch nach einer würdevollen Naturbestattung Rechnung getragen werden", so der Bürgermeister.

Die ersten Maßnahmen wurden inzwischen begonnen. Der Wegebau ist weitestgehend fertig gestellt „Die Bäume sollen im September gepflanzt werden, so dass zum Jahresende bereits Bestattungen durchgeführt werden können“, erläutert Karl-Willi Eibach von der Burbacher Friedhofsverwaltung. „Um jeden Baum sind 12 Bestattungsplätze geplant, die einzeln erworben werden können. Es ist aber auch möglich, einen Familienbaum komplett zu reservieren. Auch zu Lebzeiten kann festgelegt werden, welcher Baum die letzte Ruhestätte sein soll.“

Im Dezember 2014 hatte der Rat die Verwaltung beauftragt, zu prüfen, auf welchen Friedhöfen in der Gemeinde vorhandener oder anzupflanzender Baumbestand für so genannte Urnen-Baumbestattungen genutzt werden kann. Nach internen Vorprüfungen hatte die Verwaltung im Mai 2015 dem eingerichteten Arbeitskreis Friedhöfe verschiedene Vorschläge an unterschiedlichen Standorten vorgestellt. „Die Mitglieder des Arbeitskreises, dem neben Vertretern der Verwaltung auch Ratsmitglieder, angehörten, haben intensiv diskutiert und sich auch vor Ort über die Vor- und Nachteile überzeugt“, macht Ewers den Entscheidungsprozess deutlich. „Angedacht waren unter anderem der Burbacher Friedhof, ein Hochwaldgebiet in Niederdresselndorf und der Friedhof in Holzhausen.“

Im März 2016 legten sich die Mitglieder auf den Standort Holzhausen fest. Der Friedhof in Holzhausen stellte aus Sicht des Arbeitskreises die beste Alternative dar. „Der Friedhof ist ein relativ zentraler Standort im Gemeindegebiet und hier gab es eine größere Wiesenfläche, die für Erdbestattungen nicht genutzt werden konnte“, schildert Ewers. „Auf dieser Fläche soll der Bestattungswald nun angelegt werden.“

Im nächsten Schritt wurde eine Planungsskizze erstellt, die der Arbeitskreis einstimmig verabschiedete. Neben der schon durchgeführten Anlegung eines Rundweges werden 15 größere Bäume angepflanzt und zwei Bänke aufgestellt.

Noch nicht feststehen die Gebühren für diese Bestattungsart. „Auch die Friedhofssatzung muss geändert werden“, so Karl-Willi Eibach. „Hierüber und über andere Details der Bestattungsmodalitäten wird noch einmal gesondert informiert.“

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