Jung-Stilling im Hickengrund
In der Alten Schule Niederdresselndorf trug jetzt Dr. Marlieys Obier über die interessante und schillernde Figur Heinrich Jung-Stilling vor. Musikalisch wurde sie dabei auf dem Klavier von Jörg Fuhrländer unterstützt. Mit der „Nocturne“ von Chopin brillierte der Pianist zur Freude der begeisterten Zuhörer.
Marlies Obier ging in ihrem Vortrag auf das Leben und das literarische Werk des 1740 in Grund bei Hilchenbach geborenen Jung-Stilling ein. Mit ihrem überaus gelungenen Vortrag über Jung-Stilling ordnete die Sprachkünstlerin die Werke des Siegerländers in den literarischen Kanon ein und verdeutlichte somit den Stellenwert, den Jung-Stilling nicht nur in seiner Heimat hat. Seine Begegnung in Straßburg mit dem jungen Goethe verhalf ihm zur Veröffentlichung seiner Werke. Goethe war es auch, der dem Augenarzt, Hochschullehrer und Schriftsteller, der sich selbst nun Jung-Stilling nannte, zum Schreiben seiner Autobiographie anregte.
Die kleine Lesereihe zur Romantik „Romantischer Hickengrund“ wird am Sonntag, 09.10.2016 um 17.00 Uhr in der Alten Schule in Niederdresselndorf fortgesetzt. Im Zentrum steht dann Jakob Michael Reinhold Lenz, der in seiner kurzen Zeit in Weimar als „der kleine Bruder Goethes“ galt. Lenz‘ literarisches Schaffen als Autor des Sturms und Drang war riesengroß.
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