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12.05.2014

Ehrenamt in Burbach

Im Interview: Matthias Kreckel, Gemeindejugendfeuerwehrwart

Am 24. Mai findet in der Hickengrundhalle in Niederdresselndorf der erste Burbacher Ehrenamtstag statt. Rund 30 Gruppen, Vereine und Institutionen aus den neun Dörfern der Gemeinde präsentieren sich dort unter dem Motto „Markt der Möglichkeiten – Generationen miteinander“. In den folgenden Ausgaben von „Burbach Informiert“ stellen wir Ihnen ehrenamtlich aktive Menschen und ihre Arbeit vor. So wie Matthias Kreckel,26 Jahre alt, und seit 2011 Gemeindejugendfeuerwehrwart der Gemeinde Burbach. Der Feuerwehrmann begann seine aktive Laufzeit im Löschzug Lippe 1998 und übernahm dort 2006 das Amt des stellv. Jugendfeuerwehrwartes des Löschzuges.

Hallo Matthias, vielleicht stellst Du Deine Aufgaben als Gemeindejugendfeuerwehrwart vor.
Das Aufgabengebiet als Gemeindejugendfeuerwehrwart beinhaltet ein großes Spektrum an organisatorischen Tätigkeiten sowie das Arbeiten mit Jugendlichen. Da sich in der Gemeinde Burbach in jedem Ortsteil eine Jugendfeuerwehr befindet, ist hier eine gute Zusammenarbeit mit den einzelnen Jugendwarten und deren Stellvertreter von sehr großer Wichtigkeit.

Was verbirgt sich in konkreten Tätigkeiten hinter der Aufgabe?
Mein Ehrenamt gestaltet sich vielseitig. Zum einen ist da die Organisation und Planung von verschiedenen Aktivitäten innerhalb der Jugendfeuerwehr (wie z.B. Gemeindejugendfeuerwehrspiele, Jugendflamme der Deutschen Jugendfeuerwehr und die Jugendfeuerwehrgroßübung aller Jugendfeuerwehren der Gemeinde Burbach). Des Weiteren ist das Erstellen von Statistiken und Jahresberichten eine meiner Aufgaben. Auch hier arbeite ich mit meinen Stellvertretern eng zusammen. Auch Sitzungen auf Kreisebene innerhalb des Kreisfeuerwehrverbands Siegen – Wittgenstein gehören dazu. Hier werden aktuelle Themen besprochen und Entscheidungen getroffen, die den Fortbestand der Jugendfeuerwehren im Kreis sichern sollen. Soweit ein kurzer Einblick in die vielseitigen Aufgabengebiete meines Ehrenamtes.

Das kostet natürlich Zeit, warum engagierst Du Dich ehrenamtlich?
Ich engagiere mich ehrenamtlich, weil der Fortbestand der aktiven Feuerwehr gesichert werden muss. Was nützt es uns, wenn wir über eine gute Ausrüstung verfügen, aber in geraumer Zeit keiner mehr da ist, der diese bedient. Somit setzen wir uns dafür ein, eine ansprechende Jugendarbeit zu gestalten, die nicht nur aus feuerwehrtechnischer Ausbildung besteht, sondern auch aus allgemeiner Jugendarbeit, wie z.B. Gesellschaftsspiele, Dorfspiele, Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten usw.. Diese Arbeiten sind mit sehr viel Zeit verbunden. Es lohnt sich aber…

Was motiviert Dich, die Dinge weiter anzupacken?
Mich motiviert zu sehen, wie die Jugendlichen Ihren Wissensstand stetig ausbauen und jetzt schon manchem aktiven Kameraden in vielen Sachen etwas zeigen können. Des Weiteren bestärkt mich die tolle Arbeit der Jugendwarte aus den einzelnen Ortsteilen, ohne die wir aus der Führung der Jugendfeuerwehr nichts ausrichten könnten. Hierfür möchte ich auch herzlich „DANKE“ sagen!!!
Vielleicht etwas zu den Rahmenbedingungen. Was erleichtert Deine bzw. Eure ehrenamtliche Arbeit?
Unsere Arbeit wird erleichtert durch die große Unterstützung, die wir aus Gemeindeverwaltung, Gemeinderat, Leitung der Feuerwehr sowie den einzelnen Löschzügen erfahren. Ohne diese Unterstützung könnten wir unsere Arbeit nicht in diesem Maße ausführen.

Was war Dein schönstes Erlebnis?
Das schönste Erlebnis in meiner Zeit als Gemeindejugendfeuerwehrwart war meine Bestellung in Verbindung mit der Eröffnung des Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers in Holzhausen im Jahre 2011. Die Bestellung wurde von unserem damaligen Leiter der Feuerwehr Rolf Lengenberg durchgeführt, dem ich auch sonst eine Menge zu verdanken habe.

Noch eine abschließende Frage: Warum sollte jeder ein Ehrenamt ausüben?
Weil unsere Gesellschaft nur durch die ehrenamtliche Vielfalt lebt. Durch die vielen ehrenamtlichen Institutionen, hier bei uns in Burbach, wird ein abwechslungsreiches Gesamtkonzept jedes Jahr aufs Neue zusammengeschnürt, das für jede Altersgruppe etwas zu bieten hat. Um das auch weiterhin so durchführen zu können müssen auch insbesondere junge Menschen sich dazu berufen fühlen Ehrenamt mit zu gestalten.

Matthias, vielen Dank für das Interview.

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