Gemeinde Burbach stellt Nachtragshaushalt auf
Gewerbesteuereinbruch von 10 Mio. Euro verschlechtert das kalkulierte Jahresergebnis 2026 erheblich
gb Burbach. Die Gemeinde Burbach verzeichnet für das laufende Haushaltsjahr 2026 einen erheblichen Gewerbesteuereinbruch. Bis September wird der zuständige Fachbereich 2 einen Nachtragshaushalt erarbeiten, der dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt wird. Nach den jüngsten Bescheiden des Finanzamtes wird die Gemeinde Burbach etwa 10 Millionen Euro weniger einnehmen als im aktuellen Haushaltsplan 2026 kalkuliert – damit fehlen fast 45 Prozent der Gewerbesteuereinnahmen, mit denen geplant war. Darüber informierten Bürgermeister Jonas Becker und Kämmerin Kirsten Herr die Politik am Donnerstag, 25.06.2026, im Haupt- und Finanzausschuss.
„Dabei hatten wir schon aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage im vergangenen Jahr bewusst konservativ gerechnet“, betont Bürgermeister Jonas Becker. „Der Ansatz von 22 Mio. Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer war vergleichsweise vorsichtig. Einen solchen Einbruch haben wir jedoch nicht voraussehen können.“ Unter dem Strich stand im Etat 2026 bereits ein kalkuliertes Defizit i.H.v. rund 7 Mio. Euro, der Haushalt konnte nur mit dem Griff in die Ausgleichsrücklage ausgeglichen dargestellt werden. Dieses Jahresergebnis wird sich nun nochmals ganz erheblich verschlechtern.
„Auffällig ist, dass eine ganze Bandbreite von Unternehmen weniger Gewerbsteuer abführt als erwartet. Das heißt, der Gewerbesteuereinbruch ist nicht etwa die Folge von Mindereinnahmen nur eines oder vereinzelter Unternehmen. Die globalen Krisen wirken sich auf die gesamte Wirtschaft stark negativ aus. Das bekommen die Unternehmen in Burbach jetzt zu spüren, von denen einige auch international und weltweit agieren“, erläutert Bürgermeister Jonas Becker.
Die Verwaltung prüft derzeit in allen Bereichen, wo Aufwendungen reduziert werden können. Sich daraus ergebende Einsparungen werden in den Nachtragshaushalt für das laufende Jahr mit einfließen. Die Aufstellung des Haushaltsplans 2027 wird unter dem Eindruck der wirtschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Monate noch kritischer ausfallen. „Gemeinsam mit der Politik werden wir klar priorisieren und sowohl alle Ausgaben als auch künftige Investitionen einer intensiven Prüfung unterziehen“, kündigt Jonas Becker an. „Außerdem ist es unwahrscheinlich, dass weiterhin mehrere Großprojekte gleichzeitig realisiert werden können. Hier wird eine längerfristige Umsetzungsplanung erforderlich werden. Jetzt zeigt sich, dass die Vielzahl an Maßnahmen der jüngeren Vergangenheit zur positiven Gemeindeentwicklung nicht selbstverständlich waren“, so der Bürgermeister. Und weiter: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass sich die Gewerbesteuer in den kommenden Jahren auf einem Niveau einpendeln wird, das deutlich unter den einträglichen Jahren 2012 bis 2020 liegen wird. Gleichzeitig zahlt es sich jetzt aus, dass in den vergangenen Jahren in Burbach vernünftig und besonnen gewirtschaftet wurde, sodass wir trotz der schwierigen Lage handlungsfähig bleiben.“
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20260626 PM Burbach stellt Nachtragshaushalt 2026 auf (PDF, 437 kB, Pressemitteilung)
