Gelungener Spatenstich am Feuerwehrgerätehaus Würgendorf
Gemeinde Burbach investiert 800.000 Euro in Erweiterungsbau.
gb Burbach.Dass auch die Gemeinde Burbach angesichts zunehmend angespannter Haushaltslage den Gürtel künftig enger schnallen muss, hat Bürgermeister Jonas Becker zuletzt des Öfteren öffentlich betont. Trotzdem befindet sich Burbach weiterhin in der glücklichen Lage, die Zukunft der Gemeinde nachhaltig gestalten zu können. So erfolgte am Montag, 5.10.2026, der offizielle Spatenstich für den Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses in Würgendorf. Insgesamt 800.000 Euro investiert die Gemeinde hier in die Infrastruktur des Bevölkerungsschutzes.
„Es ist schön, dass wir hier eine Maßnahme umsetzen, die uns nicht vom Brandschutzbedarfsplan auferlegt wurde, sondern die der tollen Entwicklung der Würgendorfer Einheit geschuldet ist“, erklärte Bürgermeister Jonas Becker mit Blick zu den zahlreichen Kameradinnen und Kameraden sowie den jungen Mitgliedern der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Insgesamt zählt die Einheit rund 120 Mitglieder. „Es gibt wenig sinnvollere Investitionen als in Sicherheit und ins Ehrenamt – die Feuerwehr vereint beides.“
Thorsten Schneider, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Burbach, betonte, dass die Geschwindigkeit, mit der das Vorhaben auf allen Ebenen vorangetrieben wurde, gemessen an vergleichbaren Projekten außergewöhnlich sei: „In Rekordzeit: Die Verwaltung hat schnell eine Planung vorgelegt. Ausschüsse und Rat haben diese sofort unterstützt, beschlossen und das Geld bereitgestellt. Das ist nicht selbstverständlich. Und auch das Baugenehmigungsverfahren ging zügig vonstatten.“
Auch der Würgendorfer Einheitsführer Benjamin Scholl bedankte sich bei der Politik und insbesondere beim anwesenden Alt-Bürgermeister Christoph Ewers, in dessen Amtszeit die Beschlüsse noch gefasst wurden. „Das ist ein schöner Tag für die Feuerwehr, nicht nur für uns in Würgendorf. Natürlich ist das eine kommunale Pflichtaufgabe, aber man spürt, dass hier in Burbach viel Herzblut mit dabei ist“, so Scholl, der auch einen Dank an seine Kameradinnen und Kameraden richtete: „Man kann als Wehrleitung und Einheitsführung nur etwas fordern, wenn eine entsprechende Mannschaft hinter einem steht. Ihr steht hinter uns.“ Und abschließend: „Wir gehen hier den komplett richtigen Weg und investieren hier für die Zukunft.“
Insgesamt entstehen in Würgendorf ein zweigeschossiger Sozialtrakt mit einer Nutzfläche von ca. 280 Quadratmetern sowie eine 70 Quadratmeter große, eingeschossige Garage. Das Bauvolumen beträgt 1130 Kubikmeter umbauten Raum. Die Garage erhält ein Gründach und eine Photovoltaikanlage. Die vorhandene Heizung des Bestandsgebäudes kann den künftigen Energiebedarf der Erweiterung mit abdecken. Im Anbau werden im Erdgeschoss die getrennten Frauen- und Herrenumkleiden einziehen; im Obergeschoss entsteht ein moderner Schulungsraum. Darüber hinaus wird der gesamte Atemschutzpool der Gemeinde im Erdgeschoss integriert, getrennt in einen jeweils sog. Schwarz- und Weißbereich. Mit dem Neubau erhalten auch die Kinder- und Jugendfeuerwehren einen nach Mädchen und Jungen getrennten Umkleidebereich. Auch in den alten Schulungsraum ziehen künftig die Kinder- und die Jugendfeuerwehr dauerhaft ein.
Der Bauantrag wurde am 5.11.2025 eingereicht, die Genehmigung flatterte der Gemeinde am 3.9.2026 ins Haus. Zahlreiche lokale und regionale Handwerker und Bauunternehmen werden in den kommenden Monaten an der Dillenburger Straße tätig sein. Aber auch die Kameradinnen und Kameraden werden selbst Hand anlegen. Die Entfernung des vorhandenen Spritzschutzes zum späteren Wiedereinbau oder auch Malerarbeiten werden sie in Arbeitseinsätzen als Eigenleistungen in den Neubau einbringen.
„Der Anbau ist buchstäblich ein weiterer Baustein, die Leistungsstärke unserer Freiwilligen Feuerwehr in Burbach langfristig zu sichern“, betont Bürgermeister Jonas Becker. „Der Atemschutzpool erhält einen zentralen und strategisch günstig gelegenen Standort. Noch wichtiger als ideale Lager- und Wartungsbedingungen für Material sind aus meiner Sicht die verbesserten räumlichen Möglichkeiten für unsere Feuerwehrleute – und zwar nicht nur für die Erwachsenen. Auch die Kameradinnen und Kameraden unserer Kinder- und Jugendfeuerwehren in Würgendorf erhalten nun eigene Bereiche. Nicht nur die Einheit Würgendorf, sondern auch Politik und Verwaltung dokumentieren damit, dass uns die Nachwuchsarbeit in der Feuerwehr nicht nur am Herzen liegt, sondern auch ernst genommen wird. Die Ausbildung soll nicht nur spielerisch sein und Spaß machen, sondern auch fachlich fundiert sein. Die eigenen Schulungsräume bieten hierfür beste Voraussetzungen. Davon profitiert am Ende nicht nur die Einheit oder ein Ortsteil, sondern wir alle: Denn die heutigen Kinder und Jugendlichen sind diejenigen, auf die wir uns in einigen Jahren im Notfall verlassen müssen – und auf die wir uns dann auch verlassen können!“
Im Anschluss an den Spatenstich lud der Förderverein der Würgendorfer Feuerwehreinheit die Gäste auf eine Wurst im Brötchen, zu Kaltgetränken und guten Gesprächen ein.
Von allem gab es reichlich.
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20261005 PM Spatenstich zum Erweiterungsbau des FWGH Würgendorf (PDF, 657 kB)
