Gelbe und Rote Karten für Müllsünder
Burbach. Bereits im Juni informierte die Verwaltung über die Änderung der Abfallentsorgungssatzung der Gemeinde. In dieser sind nun auch Sanktionen für wiederholte Fehlwürfe in die Biotonne vorgesehen, die auf ein bewusstes Handeln schließen lassen. Sollten wiederholt Störstoffe im Biomüll festgestellt werden, droht das Abziehen der Bio- (braun) oder auch der Altpapiertonne (blau), die dann für mindestens ein Jahr durch eine gebührenpflichtige Restmülltonne mit entsprechendem Fassungsvermögen ersetzt wird. Die ersten Sichtprüfungen der Tonnen bei der Abfuhr werden inzwischen vom beauftragten Entsorgungsbetrieb durchgeführt, die ersten Gelben und Roten Karten (als letzte Verwarnung) wurden bereits verteilt.
Warum das Ganze: Wenn in der Biotonne Plastiktüten oder andere nichtkompostierbare Abfälle landen, ist das mehr als ärgerlich für die Verwertung des Biomülls. Denn im schlimmsten Fall muss eine gesamte Fuhre dann als Restmüll statt Biomüll entsorgt werden. Im besten Fall – wenn es nur wenige Fremdstoffe sind – können sie mühsam in der Kompostieranlage aussortiert werden. All das kostet mehr und schadet der Umwelt. Um die Qualität des Biomülls zu steigern, wird daher jetzt auch in der Gemeinde Burbach strenger auf Fehlwürfe geachtet. Seit Kurzem werden falsch befüllte Biotonnen mit Aufklebern auf der Biotonne markiert. Bei einer „Gelben Karte“ wird die Biotonne trotzdem noch geleert. Wiederholt sich der Fall, gibt es eine „Rote Karte“, dann bleibt die Biotonne stehen und muss von den betroffenen Bürgern selbst nachsortiert werden. Erst dann wird sie beim nächsten Abfuhrtermin wieder geleert. Sollte wiederholt eine „Rote Karte“ verteilt worden sein, droht der genannte gebührenpflichtige Austausch der Tonne. Was genau in die Biotonne gehört und was nicht, dazu finden sich Informationen im Abfallkalender der Gemeinde Burbach, der im Dezember wieder an alle Haushalte verteilt wird. Fragen dazu können gerne unter Tel. (0 27 36) 45-82 an die Umweltberaterin der Gemeinde Burbach, Elisabeth Fley, gerichtet werden.
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