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23.07.2018

Freudiges Wiedersehen

Jugendbegegnung zwischen Ramot Yam Highschool und Gemeinschaftlicher Sekundarschule Burbach-Neunkirchen geht in die zweite Runde

„Außer Wald und Flüssen haben wir hier doch nichts Besonderes zu bieten“, befürchteten die neun SchülerInnen der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach- Neunkirchen kurz vor der Ankunft ihrer israelischen Gäste. Nach dem beeindruckenden Besuch in Emek Hefer, der im März stattgefunden hat, erwarteten die SchülerInnen ihre Gastgeschwister in Burbach.
In Kooperation mit dem Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein e.V. konnte der Rückbesuch der Jugendbegegnung mit der Ramot Yam Highschool wie geplant stattfinden. Sehr freudig gestaltete sich das Wiedersehen der beteiligten SchülerInnen und LehrerInnen, dem alle seit Wochen entgegengefiebert hatten.

Im Mittelpunkt der Woche stand vor allem die Vertiefung der Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Besonders beeindruckend empfanden die SchülerInnen hierbei den Besuch der ehemaligen Tötungsanstalt in Hadamar. Hier konnten sie Einblicke in die Geschichte gewinnen, die sich aus Büchern und Erzählungen nicht übertragen lassen. Ebenfalls stand der Besuch der Droste- Hülshoff- Realschule in Dortmund auf dem Programm. Nach dem Motto SchülerInnen führen SchülerInnen durften sie die interaktive und eigens über Jahre aufgebaute Ausstellung “…weil Hannelore jüdisch war“, besuchen. Eine Fahrt zum Haus der Geschichte in Bonn rundete die thematische Erkundung ab. Mittels Audioguides hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, die Ausstellungen selbstständig zu erkunden. Viele SchülerInnen nahmen jedoch die Möglichkeit wahr, sich von den LehrerInnen durch die Ausstellungen begleiten zu lassen und dadurch über die besondere Thematik ins Gespräch zu kommen.

Neben den gesetzten Programmpunkten war es den SchülerInnen und LehrerInnen jedoch auch ein Anliegen, den Gästen ihr Land und ihre Kultur in ihrer Vielfalt näher zu bringen. Ein Besuch im Schmetterlingspark in Benndorf, sowie die Erkundung der Stadt Koblenz mit anschließender Seilbahnfahrt ließ den Besuchern immer wieder Zeit, die Freundschaften miteinander zu festigen und die Gespräche zu vertiefen. Besonders für die israelischen Lehrer und SchülerInnen war der Besuch des Fußballmuseums ein persönliches Highlight. Hier gab es die Möglichkeit den Besuch des Museums Beit Terezin in Israel mit der Ausstellung über die Fußballgeschichte im Ghetto Theresienstadt zu verknüpfen, sowie dem persönlichen Interesse am Ballsport nachzugehen.

Spätestens in der zweiten Woche der Jugendbegegnung war sichtbar, dass sich Freundschaften fürs Leben entwickelt haben und sich einige der SchülerInnen schon bald wieder besuchen werden.

Die Jugendbegegnung wird gefördert aus Mitteln des Kreises Siegen-Wittgenstein, dem Land Nordrhein-Westfalen und aus Bundesmitteln.

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