Finanzspritze fürs Bauen, Kaufen und Sanieren
Seit letztem Jahr September ist Burbach offizieller Energieberatungsstützpunkt der Verbraucherzentrale Siegen. Zahlreiche Informationen können dort zu unterschiedlichsten Themen eingeholt werden, ein Schwerpunkt ist auch die Beratung über mögliche Förderprogramme beim Bau, Kauf oder der Sanierung energieeffizienter Technologien. „Es gibt eine breite Vielfalt an Möglichkeiten“, erläutert Bürgermeister Christoph Ewers und wirbt für die Energieberatung vor Ort im Rathaus. „Damit geht man auf Nummer sicher, das richtige Angebot zu finden.“
Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren gibt es von Bund, Ländern und Gemeinden. „Auch Burbach hat ein kommunales Förderprogramm, mit denen wir solche Maßnahmen unterstützen und das auch kompatibel zu anderen Unterstützungsmöglichkeiten ist“, informiert Ewers. „Teilweise bieten auch Energieversorger Förderungen an.“
In der Regel werden Neubauten und die Sanierung von Bestandsgebäuden wie auch beispielsweise der Austausch der Fenster oder die Modernisierung der Heizungsanlage gefördert. Bundesweit verfügbar sind zwei Angebote des Bundes: die Programme der KfW-Bank sowie des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die KfW bietet sehr günstige Kredite an, zusätzlich gibt es Einmalzuschüsse für ausgewählte Vorhaben. Dabei gilt: Je energieeffizienter das Gebäude nach der Sanierung ist, desto höher fällt die Förderung aus. Die regionalen Förderprogramme unterscheiden sich je nach Bundesland und Kommune stark: „Als Gemeinde Burbach fördern wir beispielsweise die Wärmedämmung von Außenbauteilen, der obersten Geschoss- oder Kellerdecke, von erdberührten Wand- und Bodenflächen oder den Austausch von herkömmlicher Beleuchtung gegen LED, sofern die Fördervoraussetzungen erfüllt sind,“ erklärt Christoph Ewers. Für alle Förderprogramme gilt: Die Förderung muss vor Beginn der Maßnahme beantragt werden.
Doch nicht nur die Beratung zu Förderprogrammen übernimmt die Verbraucherzentrale Siegen. „Immer wieder taucht das Thema Schimmelbildungen in Wohnungen und Gebäuden auf“, stellt Energieberater Joachim Weid fest. „Deshalb geben wir hierzu wichtige Tipps und Hinweise, damit dem Schimmelbefall vorgebeugt werden kann.“
Schimmelpilze wachsen nicht auf stark alkalischen beziehungsweise basischen Untergründen. Diese Eigenschaft kann man sich durch den Einsatz von mineralischen Silikat- und Kalkfarben zu Nutze machen. Diese Farben und Putzstoffe sind auch für Allergiker vorteilhaft. „Schimmel gedeiht außerdem bei hoher Feuchtigkeit in den Innenräumen. Zur wirksamen Abwehr des Übeltäters müssen defekte Rohre repariert, Neubauten getrocknet und kalte Außenwände gedämmt werden. Wer dann noch regelmäßig lüftet, entzieht Pilzen und Bakterien die Wachstumsgrundlage“, schildert Weid. „Weiteres Patentrezept: Richtiges Lüften! Aus den Räumen, in denen mit Wasser hantiert wird, müssen Dampf und Nässe raus. Nach dem Baden, Duschen und Kochen sollten Fenster weit geöffnet sowie nasse Flächen trocken gewischt werden.“
„Das ist nur ein kleiner Überblick über das Angebot der Verbraucherzentrale mit dem Energieberatungsstützpunkt in Burbach“, stellt Christoph Ewers fest. „Auch andere Energiethemen können in den Beratungsgesprächen diskutiert werden.“ Interessierte haben am 2. Februar 2016 wieder die Möglichkeit, die Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Fünf Euro kostet das Beratungsgespräch. Damit besser vorgeplant werden kann, wird um eine vorherige Anmeldung bei Klimamanagerin Carolin Vomhof-Kettner telefonisch unter 02736 45-35 oder per Mail an c.vomhof-kettner@burbach-siegerland.de gebeten.
Weitergehende Informationen sind auch über die Homepage der Gemeinde Burbach, www.burbach-siegerland.de im Bereich Natur und Umwelt erhältlich.
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