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12.07.2016

Finale Phase für die Ortsdurchfahrterneuerung

Fahrzeugverkehr wird weiterhin großzügig umgeleitet

„Die finale Phase ist eingeläutet“, stellt Andreas Reitz, Tiefbauamtsleiter der Gemeinde Burbach, fest. „Wenn das Wetter weiterhin so mitspielt, dass die Unternehmen so wie geplant mit 2 Kolonnen durchgängig bauen können und uns nicht wieder unvorhersehbare Überraschungen ereilen, ist der Zeitplan weiterhin zu halten und mit einem Abschluss der Arbeiten bis Ende Dezember zu rechnen.“ Seit November 2014 wird in Ober- und Niederdresselndorf die Ortsdurchfahrt inklusive verschiedenster Versorgungsleitungen erneuert. „Ein Großprojekt, das es in der Gemeinde Burbach sicherlich nicht alle Tage gibt“, so Reitz.

Seit Juni laufen nun parallel die Arbeiten in den beiden Bauabschnitten 3b und 4. „Das ist ungefähr der Bereich von der Kreuzung Westerwaldstraße/Wildorn bis zum Ortsausgang Oberdresselndorf“, erläutert Jochen Becker, Leiter des Fachbereichs Ordnung und damit zuständig für den Bereich der Verkehrsführung während der Bauphasen. „Gemeinsam mit den anderen zu beteiligenden Behörden wie der Polizei oder des Kreises Siegen-Wittgenstein haben wir uns nach Würdigung aller Umstände dafür entschieden, die Westerwaldstraße vollständig für den Fahrzeugverkehr zu sperren und lediglich für Oberdresselndorfer Anlieger eine Umleitungsstrecke über den Friedhof in Oberdresselndorf einzurichten“.

Die Gründe, die zu dieser Regelung geführt haben, liegen bei objektiver Betrachtung auf der Hand: Bedingt durch die teilweise bis zu 3 Meter tiefen Baugruben muss unter Vollsperrung gearbeitet werden. Die arbeitsschutztechnisch einzuhaltenden Arbeitsräume würden zu sehr eingeschränkt bzw. ständen nicht zur Verfügung, wenn eine Ampelregelung getroffen worden wäre. Sofern damit überhaupt machbar, hätte ein Arbeiten unter Aufrechterhaltung eines einspurigen Verkehrs zumindest mehr Zeit in Anspruch genommen und die Kosten erhöht“, so Andreas Reitz.

Auch eine Umleitungsstrecke, insbesondere für die Anwohner des Ortes Liebenscheid, vorbei am Hof Henrich und Hof Ortelbach ist zwar theoretisch gesehen technisch machbar, aber sehr aufwändig und kostspielig. „Und die Verkehrssicherheit ist trotzdem nicht zu gewährleisten, da die Erfahrungswerte zeigen, dass Ampelsignale ignoriert werden und Verkehrsteilnehmer sich auch sonst nicht immer unbedingt an die geltenden Spielregeln halten“, formuliert es Jochen Becker.

Damit spielt Becker unter anderem auf die notwendigen langen Wartezeiten vor einer eventuellen Ampel an. „Manche Autofahrer fahren auch bei Rot, wenn es ihnen zu lange dauert. Dann begegnen sich die Fahrzeuge auf der schmalen Straße.“ Stichwort „schmale Straße“: „Bei dem Abschnitt handelt es sich um einen Wirtschaftsweg, der die Fahrzeuge, gerade schwere LKW, die erfahrungsgemäß ebenfalls die Route nutzen, überhaupt nicht aufnehmen kann. Nach Ende der Baumaßnahme wäre dieser komplett zu Lasten der Allgemeinheit zu sanieren. Ausweichbuchten und Fahrbahnverbreiterungen müssten ebenfalls auf Privatgrundstücken angelegt werden. Dafür benötigen wir die Zustimmung der Grundstückseigentümer. Auch das kostet Zeit und Geld“, so Reitz. „Außerdem ist dieser Bereich auch ein Naherholungsgebiet, wo viele Wanderwege wie beispielsweise der Rothaarsteig verlaufen.

Becker und Reitz stellen nochmal fest, dass mit Hochdruck die Baustelle durchgeführt wird: „Mit Vollgas ist daran gearbeitet worden, die Baustelle soweit fertigzustellen, dass gerade die Anbindung des Einkaufszentrums gesichert ist. Aus Lützeln und Holzhausen kann durch Niederdresselndorf alles erreicht werden.“

Die Gemeinde Burbach nimmt gerne zielführende Hinweise zur Verbesserung der Verkehrssituation auf, bittet aber um Verständnis, dass eine offizielle Umleitung über den besagten Wirtschaftsweg nicht realistisch ist. „Wir wissen, dass die ganze Baustelle eine erhebliche Belastung für alle Beteiligten ist und eine große Kraftanstrengung bedeutet. Letztlich geht damit eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation in Dresselndorf einher“, sagt Bürgermeister Christoph Ewers. „Das positive Ergebnis hilft dann hoffentlich dabei, für die Strapazen zu entschädigen.“

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