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12.04.2011

"Es wird wärmer!"

Gemeinde Burbach Vorreiter in Sachen Klimaschutz

„Es wird wärmer!“ – Folgen des Klimawandels für Natur und Mensch in unseren Siedlungen“. Unter diesem Motto fanden jetzt die 21. Arnsberger Umweltgespräche statt. Die rund 50 Teilnehmer aus Forschung und öffentlicher Verwaltung informierten und tauschten sich über die Klimaentwicklungen aus. Mit dabei auch Burbachs Umweltberaterin Elisabeth Fley. Sie stellte die praktischen Maßnahmen dar, die die Gemeinde Burbach zusammen mit den Bürgern aus dem Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept im Jahr 2008 entwickelt hat.

Für die Gemeinde Burbach gehören Klimaschutz, also die Verringerung der Kohlendioxidemissionen, und Klimaanpassung, also das Vorbereiten auf den bereits einsetzenden Klimawandel,  zusammen. „Das eine tun, das andere aber nicht lassen“, so die Burbacher Umweltberaterin. Darum enthält das Integrierte Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept der Gemeinde Projekte und Maßnahmen aus beiden Bereichen.

Für die Gemeinde Burbach ist nach der Klimawandelstudie NRW 2007 ein Temperaturanstieg bis 2050 um mind. 2 Grad im Jahresmittel gegenüber dem Jahr 2000 zu erwarten. Darüber hinaus wird vorausgesagt, dass zwar die Niederschläge nicht zunehmen, aber mit  einer Verschiebung zum Winter hin gerechnet werden muss. Die Folge dessen sind trockenere Sommer. Ebenso werden mehr Tage im Jahresverlauf erwartet, an denen Starkregenereignisse auftreten. Daher ist es von besonderer Bedeutung, Hochwasserräume für die Bäche und Flüsse zu schaffen. Die wichtigsten Handlungsfelder der Klimaschutzbemühungen der Gemeinde Burbach sind deshalb eine klimaorientierte Wald- und Forstwirtschaft, eine sinnvolle und nachhaltige Wasserwirtschaft und eine den Folgen des Klimawandels angepasste Gemeindeentwicklungsplanung.

Ein bereits umgesetztes Projekt ist das Burbacher Förderprogramm, das auch Maßnahmen für Hochwasserschutz und das Pflanzen von schattenspendender Bäume unterstützt. Außerdem wird zur Zeit der Gemeindewald den Erfordernissen des Klimawandels im Rahmen der Bewirtschaftungsplanung angepasst.  Im Gewässer- und Hochwasserschutz wurden und werden Gewässer aufgeweitet oder an geeigneten Stellen Zweitarme geschaffen.

Mit der Installation einer Bürgerphotovoltaikanlage auf dem Dach des Kindergartens in Wahlbach wird ein weiteres Projekt des Klimaschutzkonzeptes umgesetzt. Damit wird dem Ziel Rechnung getragen, vermehrt erneuerbare Energien zur Stromversorgung zu nutzen. Die Gemeinde selbst wird eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Grundschule bauen.

Für Bürgermeister Christoph Ewers fängt der Klimaschutz daher schon im Kleinen an. „Es sind die Maßnahmen vor der Haustür, die in ihrer Summe Wirkung zeigen können. Daher ist es auch das Anliegen der Gemeinde Burbach, die Bevölkerung in die einzelnen Projekte und Maßnahmen einzubeziehen. Die Menschen in Burbach sind wichtige Partner für den Klimaschutz.“

Ausblickend ist geplant, zum Sommeranfang eine Infobroschüre für Senioren zu entwickeln, die Verhaltenstipps bei Hitzetagen gibt.

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