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17.02.2023

Erfolgsjahr trotz Multikrise

Sparkasse Burbach-Neunkirchen legt Zahlen für 2022 vor

spk Burbach/Neunkirchen. In dem Geschäftsjahr 2022 waren nicht nur die Folgen der Corona-Pandemie spürbar. Das machte Vorstandsvorsitzender Markus Keggenhoff auf der Jahrespressekonferenz der Sparkasse Burbach-Neunkirchen deutlich. Viele Menschen in Deutschland fürchteten, dass sich die wirtschaftliche Lage verschlechtert. Die Sorgen wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, aber auch die steigende Inflation mit hohen Energie- und Nahrungsmittelpreisen wirkten laut Kreditinstitut belastend. Das Ganze erhöhte auch die finanziellen Herausforderungen. „Viele Haushalte haben ein größeres Bedürfnis nach Sicherheit und verantwortungsvoller Beratung“, so Keggenhoff. „Für uns als Sparkasse ergaben sich aus diesem Grund viele Gespräche, um unseren Kunden hilfreich zur Seite zu stehen.“

Laut Sparkasse legen die Kunden besonderen Wert darauf, das Kreditinstitut auf ganz unterschiedlichen Wegen und flexibel zu erreichen: Digital, am Telefon und natürlich auch zum Beratungsgespräch in der Filiale. „Es geht uns darum, dort zu sein, wo die Menschen uns brauchen“, erläuterte Keggenhoff. „Trotz der steigenden Digital-Affinität der Bevölkerung sind die Nähe zum Kunden und eine persönliche Beratung durch nichts zu ersetzen. Dem fühlen wir uns auch in Zukunft verpflichtet.“ Nichtsdestotrotz arbeitet die Sparkasse Burbach-Neunkirchen parallel – im Rahmen der Digitalisierung – kontinuierlich am Ausbau ihres Produkt- und Serviceangebotes. Dazu zählen unter anderem die mehrfach ausgezeichnete Sparkassen-App, die kunden- und servicefreundliche Homepage sowie vielfältige mobile Bezahlmöglichkeiten.

Kunden-Service-Center Burbach eröffnet

Im Sommer wurde das neue Kunden-Service-Center in Burbach eröffnet. „Mit dem Start verbessern wir nicht nur unsere telefonische Erreichbarkeit“, meinte Keggenhoff. Jetzt durchgängig von 8 bis 18 Uhr. „Wir erhöhen mit einem deutlich breiteren und fallabschließenden Angebot auch unsere Servicequalität. Gleichzeitig bieten wir unseren Kunden einen weiteren bequemen Weg zur Erledigung von Bank-Angelegenheiten.“ Die steigenden Nutzungszahlen der Digitalkanäle unterstreichen die zunehmende Relevanz der Kundenservices und damit den Bedarf an Effizienzsteigerung und Automatisierung.

430.000 Euro gespendet

Mit dem neuen Vorstandsmitglied Christian Roth ist seit dem 1. November auch die Führungsebene wieder komplett. Zusätzlich wurden zwölf neue Mitarbeiter gewonnen. Auch wird sich die Geschäftsstelle Neunkirchen mit neuem Gesicht präsentieren. Damit kommt die Sparkasse ihrem öffentlichen Auftrag zur Intensivierung der Zusammenarbeit mit den beiden Trägergemeinden nach: Sie sichert mit ihren Produkten, Dienstleistungen und der Präsenz vor Ort den Wohlstand der Menschen, das Wachstum der heimischen Wirtschaft, aber auch ihre Eigenständigkeit. „Diese Nähe zur Region zeigt sich ebenso in unseren vielfältigen Spenden- und Sponsoring-Aktivitäten“, so Markus Keggenhoff. Im Jahr 2022 flossen circa 430.000 Euro aus dem Sparkassen-Spendentopf an Vereine und gemeinnützige Institutionen in Burbach und Neunkirchen. Zudem flossen 150.000 Euro aus Mitteln des Instituts in dies sparkasseneigene Stiftung.

Sparen lohnt sich wieder

Sparen und Vorsorge ist heute wichtiger denn je. Zum ersten Mal seit vielen Generationen droht breiten Bevölkerungsschichten ein realer Wohlstandsverlust. „Viele unserer Kundinnen und Kunden müssen in den kommenden Jahren noch sehr viel genauer auf ihre Ausgaben achten, als das bisher der Fall war“, so Christian Roth. Nach wie vor gilt, dass unter anderem aufgrund der höheren Inflation die Anlage in Wertpapiere oder Investmentfonds eine lohnende Alternative für Spareinlagen darstellt. Vor dem Hintergrund eines besonders schwierigen Börsenjahres gestaltete sich die Absatzentwicklung mit einem Bruttovolumen von rd. 50 Mio. Euro außerordentlich positiv. Nachdem der DAX zum Jahresbeginn noch ein Allzeithoch erklommen hatte, sorgten Krieg, Inflation, Energiepreis und Zinsanstieg für ein sehr holpriges Börsenjahr. Mit dem Ende der Niedrigzinsphase rückten in der zweiten Jahreshälfte vornehmlich festverzinsliche Anlagen wieder in den Vordergrund. In Anbetracht eines in dem Ausmaß nie dagewesenen Zinsanstiegs konnten die Kunden erstmalig seit vielen Jahren wieder einen positiven Ertrag selbst mit kurzlaufenden Anleihen erzielen. Zuletzt stieg der Leitzins für Hauptrefinanzierungsgeschäfte im Februar 2023 nochmals um 0,50 Prozentpunkte auf 3,00 Prozent.

Kreditangebot für Unternehmen auf hohem Niveau

Zudem haben viele Kunden die Vorzüge von regelmäßigen Geldanlagen in Wertpapierfonds für sich entdeckt, um damit ihre „eiserne Reserve“ schrittweise umzuschichten und gewinnbringend anzulegen. „Obwohl es mittlerweile auch wieder Zinsen für Sparkassenbriefe und Zuwachssparen gibt, nutzen die meisten Kunden weiterhin dieses sinnvolle Anlage-Instrument“, so der Vorstandsvorsitzende. Um die Wirtschaft zu unterstützen, hält das Institut sein Kreditangebot an die Unternehmen auf hohem Niveau aufrecht. „Wir werden auch weiterhin zum Beispiel mit Sonderkrediten der KfW unsere Kunden beraten, um die Transformation der Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität zu begleiten“, so Keggenhoff.

Absicherung vor Cyberkriminalität

Als ein Erfolgsgarant hat sich im Jahr 2022 einmal mehr die Versicherungsagentur der Sparkasse erwiesen. In dem Bereich Vorsorge wurde den Kunden erfolgreich aufgezeigt, wie sie den erschwerten aktuellen Rahmenbedingungen entgegentreten können. Hier standen besonders kapitalmarktnahe Produkte im Fokus. Im Bereich der Absicherung von Sach- und Haftpflichtrisiken hat die Sparkasse ebenfalls ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich. Vor allem das Gewerbe- und Firmenkundengeschäft sticht hier hervor. „Das Thema der Cyberkriminalität geriet bei immer mehr Unternehmen in den eigenen Fokus. Die Nachfrage nach entsprechenden Absicherungsmöglichkeiten wächst“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende.

Nummer 1 in Westfalen-Lippe

Die fundierte und persönliche Beratung sei jedoch stets der Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie der Sparkasse geblieben. Das Kreditinstitut habe es geschafft, den hohen Anforderungen in diesem Bereich mit individuellen Lösungen zu entsprechen. Das Ergebnis ist „Platz 1“ der Versicherungsagenturen im Sparkassenverband Westfalen-Lippe im gewerblichen Absicherungsbereich. Basis ist hierbei die Relation aller Sparkassen im Verhältnis zur Bilanzsumme.

Baugeschäft boomt weiter

Während andere Kreditinstitute hohe Rückgänge bei den Baufinanzierungen verzeichnen mussten, konnte die Sparkasse Burbach-Neunkirchen das sehr gute Vorjahresergebnis bei den Neuzusagen halten. In 2022 belief sich das Neugeschäft auf 30 Millionen Euro. Der deutlich gestiegene Kundenwunsch nach Zins- und Planungssicherheit spiegelt sich in einem außergewöhnlich guten Bauspargeschäft wider. Dies belegt auch das Volumen der neuen Bausparabschlüsse in Höhe von rund 30 Millionen Euro. Damit sicherten sich die Kunden schon heute ihren niedrigen Zins für die Zukunft. Der Wunsch nach Sicherheit spiegelte sich ebenfalls im Bereich der Immobilienvermittlung wider. Hier bewegt sich die Sparkasse seit Jahren auf einem sehr hohen Niveau. So auch in 2022: 36 vermittelte Objekte mit einem Geschäftswert in Höhe von 5,7 Millionen Euro.

Kreditzusagen über 110 Mio. Euro

„Die strategische und wachstumsorientierte Ausrichtung unserer Sparkasse greift voll“, fasste Keggenhoff zusammen. Mit einem Volumen von über 110 Mio. Euro an Neuzusagen im Kreditgeschäft und einem Zuwachs der Kundeneinlagen von 49 Mio. Euro wuchs die Bilanzsumme überdurchschnittlich auf 721 Mio. Euro zum Jahresende 2022. Ein damit insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2022.

Niedriges reales Wachstum für 2023 erwartet

Das Jahr 2023 wird mit Blick auf die Digitalisierung laut Sparkasse weitere neue Impulse geben, denen man sich weiter anpassen möchte. Die wirtschaftliche Prognose zeigt ein niedrigeres reales Wachstum von 0,7% für das Euroland bzw. 0,1% für Deutschland. Die derzeit noch hohen Inflationsraten werden im Laufe des Jahres deutlich zurückgehen, während das Zinsniveau auf dem erreichten Stand zunächst verharren sollte.

Dank gilt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Dennoch sieht Markus Keggenhoff sein Institut für die Zukunft gut aufgestellt: „Mein Dank gilt insbesondere unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren außergewöhnlich hohen Einsatz in diesen herausfordernden Zeiten. Gemeinsam wollen wir Verantwortung für morgen übernehmen. So auch in Zukunft.“

Pressebild

Jahrespressekonferenz_2022 » 8.8 MB

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