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14.07.2025

Ein Mehrwert für alle im südlichen Siegerland

1. LEADER Förder-Marktplatz: Bis 2027 können bis zu 2,3 Mio. Euro in die Region fließen

gb Wilnsdorf. Dass die LEADER-Region 3-Länder-Eck wesentlich vom Zusammenhalt und der Kooperation der drei Gemeinden Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf sowie einem engagierten Ehrenamt getragen wird, hat der 1. Förder-Marktplatz des LEADER-Regionalvereins eindrucksvoll bewiesen. Der Hof des Wilnsdorfer Museums avancierte jetzt zur Drehscheibe des EU-Förderprogramms auf lokaler Ebene. Regionalverein und -Management, aktuelle Projektträger, lokale Akteure aus den Kommunen und regionale Multiplikatoren erlebten eine kurzweilige Veranstaltung.

Der bekannte Sport-Journalist Timo Latsch (ehemals Radio Siegen, heute RTL) führte durch das Programm und entlockte den Gästen auf der Bühne Interessantes und Wissenswertes rund um die LEADER-Förderung. Auch Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers erhielt Gelegenheit, über den positiven Effekt des europäischen Förderprogramms für den ländlichen Raum zu resümieren und stellte einige Projekte vor, die dank der Mittel aus Brüssel in der Gemeinde umgesetzt werden konnten. „LEADER führt die ohnehin gute Zusammenarbeit der Gemeinden fort und bringt außerdem auch die Vereine über die kommunalen Grenzen hinweg zusammen.“

„Durch LEADER wird die Region liebenswerter, besser und wächst dank des großartigen ehrenamtlichen Engagements weiter zusammen“, betonte auch Roswitha Still, Vorsitzende des LEADER-Regionalvereins 3-Länder-Eck. Die Bürgermeister der Gemeinden Neunkirchen und Burbach erkennen ebenfalls ein weiteres „Zusammenrücken“ der Kommunen durch das Förderprogramm. „Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden bildet für uns alle einen Mehrwert“, fasste Wilnsdorfs Rathauschef Hannes Gieseler pointiert zusammen. „Im ländlichen Raum ist das Ehrenamt unverzichtbar“, stellte Neunkirchens Bürgermeister Marco Schwunk fest. „Im südlichen Siegerland sind wir hier gut aufgestellt. Ohne Ehrenamt sähe es düster bei uns aus.“

Unter den Projektträgern, die sich vorstellten und auch für das leibliche Wohl der Gäste sorgten, fanden sich auch Burbacher Vereine wieder. Das Team der Alten Mühle im Heimatverein Lippe servierte leckere Pizza und beantwortete Fragen zum neugebauten Begegnungsort am oberen Zugang zum Buchhellertal. Der Heimatverein Alte Vogtei Burbach verteilte Kaltgetränke. Vorsitzender Volker Gürke stellte im Interview mit Timo Latsch auf der Bühne eines der aktuell größten Projekte vor, das mit LEADER im Dreiländereck realisiert wird: die Co-Working-Places im COCH* (Haus Dilthey). Im Gespräch mit dem Moderator gaben auch Julia Diehle und Sonja Bottenberg von der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein Einblicke in die Projektarbeit von „Naturvernetzt“, das das südliche Siegerland als Naturerlebnisregion lokal und überregional etablieren und bekanntmachen soll.

Neben weiteren Projektvorstellungen gab es zwischendurch auch Unterhaltung. Zum einen spielte ein Veeh-Harfe-Ensemble unter der Leitung von Kathrin Weber-Jud. Außerdem gab Gideon Sahm, Gitarrenlehrer an der Musikschule Burbach, seinen ersten Solo-Auftritt mit zwei Liedern.

2015 schlossen sich die Gemeinden Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf zur LEADER-Region 3-Länder-Eck zusammen. 2022 erfolgte die erfolgreiche Wiederbewerbung. Bis 2027 können insgesamt 2,3 Millionen Euro in die Region fließen. Ziel ist es, vor allem Projekte aus der Bürgerschaft und dem Vereinswesen zu unterstützen („Bottom up“-Gedanke). Unterstützung erhalten Projektträger von den Regionalmanagerinnen Stefanie Schmidt und Verena Landau, die Antragsteller von der ersten Idee bis hin zur erfolgreichen Bewerbung begleiten.

Mehr Informationen unter http://leader-3le.de

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