Bindeglied zwischen Bürgern und Verwaltung
Langjährige Ortsvorsteher verabschiedet
Wehmut lag bei der jüngsten Sitzung des Burbacher Gemeinderates im Bürgerhaus in der Luft, denn Bürgermeister Christoph Ewers verabschiedete Waldemar Herr, Leo Schröder und Frank Stolz als langjährige Ortsvorsteher von Burbach, Holzhausen und Gilsbach. In seiner Ansprache betonte Ewers, welchen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag die Ortsvorsteher insgesamt für das Gemeinschaftsleben in den Dörfern der Gemeinde leisten: „Sie sind Bindeglied zwischen den Bürgerinnen und Bürgern ihres Dorfes auf der einen Seite und Gemeinderat und Verwaltung auf der anderen Seite. Sie vertreten die Interessen des Dorfes, aber sie vermitteln auch die Gesamtinteressen der Gemeinde in die Dörfer“, so Ewers. „Wir brauchen solche Ansprechpartner in den Dörfern, die das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger haben und die für die Bürgerinnen und Bürger kurze Wege in die Gemeindeverwaltung und in die Politik schaffen. Die Ortsvorsteher sind es auch die – unabhängig von zu speziellen Vereinsinteressen – aber eben doch gemeinsam mit den Vereinen der Dörfer dazu beitragen, dass unsere Dörfer sich weiterentwickeln“, konstatierte Ewers die Wichtigkeit der Menschen, die diese Aufgabe teilweise schon über Jahrzehnte ausüben.
Einer von ihnen ist Waldemar Herr, der nach 37-jähriger Tätigkeit das Amt des Burbacher Ortsvorstehers an Klaus Pohler übergibt. Waldemar Herr sei unumstritten und allseits als Burbacher Ortsvorsteher anerkannt gewesen. „Sie sind das Sinnbild eines Ortsvorstehers und haben sich mit hohem Engagement für Burbach eingesetzt“, so Ewers. „Die Verbindungen über die Feuerwehr und den Heimatverein waren dabei sicherlich hilfreich.“ Ewers attestierte Herr, immer ein offenes Ohr für die Bürgerinnen und Bürger gehabt zu haben. Geprägt war das Handeln von dem Motiv, den Kernort Burbach zu gestalten und die Menschen mit ihren Anliegen zu unterstützen. „Dabei waren sie pragmatisch, direkt und ohne große Worte“, charakterisierte Ewers. „Und ohne großes Aufsehen um die eigene Person.“
Nach 21 Jahren hat Leo Schröder seinen Posten als Ortsvorsteher von Holzhausen an Helmut Willwacher übergeben. „Mit ihrer besonnenen und feinfühligen Art haben Sie die Interessen von Holzhausen immer gut gegenüber Politik und Verwaltung vertreten“, beschrieb der Rathauschef das Wirken von Leo Schröder. „Sie waren verlässlich und es war Ihnen keine Arbeit zu schade.“ Auch Leo Schröder habe immer den guten Kontakt zu den Vereinen und Gruppen des Dorfes gesucht, diese im Blick gehabt und die Anliegen weitergetragen. „Besonders am Herzen lag Ihnen der Erhalt der sozialen Infrastruktur mit Kindergarten, Schule und Turnhalle.“
Frank Stolz, bis dato Ortsvorsteher von Gilsbach, gibt das Amt an Jörg Steinecke weiter. „Sie haben mit großem Einsatz in den fünf Jahren für Gilsbach viel erreicht“, machte Ewers deutlich. „Immer sehr organisiert, zielgerichtet und stringent wurden die Projekte wie beispielsweise der neue Spielplatz, schnelles Internet per Funk oder der Anbau am Feuerwehrgerätehaus verfolgt. Für die konstruktive Zusammenarbeit herzlichen Dank“.
Diesen Dank richtet Ewers auch an Waldemar Herr und Leo Schröder. Alle drei Ortsvorsteher, die auf eigenen Wunsch ihre Ämter abgegeben hatten, erhielten für ihre Tätigkeit ein Präsent und ein dickes Lob für ihre Arbeit und ihren Einsatz. Die Nachfolger Klaus Pohler, Helmut Willwacher und Jörg Steinecke wurden in der Sitzung des Gemeinderates einstimmig gewählt.
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