Bienen-AG gewinnt Burbacher Klimaschutzpreis von Westenergie
Gemeinschaftliche Sekundarschule erhält 500 Euro für Bienen-Projekt
gb Burbach. Der Burbacher Klimaschutzpreis von Westenergie geht in diesem Jahr an die Gemeinschaftliche Sekundarschule Burbach-Neunkirchen. Und das zum wiederholten Male. Vor drei Jahren hatte die GMS für ein ganzes Bündel von Nachhaltigkeitsprojekten wie die Outdoor-AG, die Streuobstwiese oder den Wahlpflichtkurs „Wildpflanzen“ bereits den 1. Preis erhalten. Diesmal hatte sich die Bienen-AG beworben. Zwar war es in diesem Jahr die einzige Bewerbung, aber die Jury war sich einig, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihrem betreuenden Lehrer Matthias Sauer mit dem Projekt „Bienen – mehr als nur Honig“ auch bei Konkurrenz top abgeschnitten hätten.
„Eine tolle Sache“, freute sich Karin Schmidt, Leiterin der Jahrgangsstufen 8 bis 10. „Die Schule hat sich dem Klimaschutz verschrieben.“ Es sei schön, dass dieses Engagement in Form des Klimaschutzpreises gewürdigt werde. Sie bedankte sich bei den neun Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 und 10, die aktiv in der ersten Bienen-AG mitgearbeitet hätten. Auch Bürgermeister Jonas Becker gratulierte zum 1. Preis, für den die Schule 500 Euro von Jonas Leyener, Kommunalmanager bei Westenergie, entgegennehmen durfte: „Der Klimaschutzpreis von Westenergie hat in Burbach mittlerweile eine längere Geschichte. Als Klimakommune freuen wir uns natürlich, dass jedes Jahr ganz unterschiedliche Bewerbungen aus der Gemeinde eingehen und auch überzeugen können. Mir imponiert es immer besonders, wenn sich Kinder und Jugendliche für den Klimaschutz einsetzen. Deshalb vielen Dank für Euer Engagement“, sagte Bürgermeister Jonas Becker in Richtung der Schülerinnen und Schüler.
Was genau die Jugendlichen in der AG lernen und leisten, stellten sie in einer kurzen Präsentation vor. Einerseits lernen sie vieles zur Anatomie und Lebensweise der Bienen, andererseits schlüpfen sie regelmäßig in den Imkerkittel, betreuen das Volk und ernteten zuletzt auch ihren ersten Honig. Unter der Anleitung von Matthias Sauer, der vor drei Jahren privat das Imkern für sich entdeckt hatte, baute die AG zunächst ein festes Gestell für den ersten Bienenstock. Ein Stock kann bis zu 80 Kilogramm wiegen. „Unser Gestell ist so ausgelegt, dass es vier Stöcke trägt, also 240 Kilogramm“, so Matthias Sauer. Dabei habe man auf eine möglichst naturnahe Konstruktion geachtet.
Bis zu 40 Kilogramm Honig produziert ein Bienenvolk im Lauf eines Jahres. Die Bienen-AG konnte somit bereits viele Gläser füllen, die u.a. auf dem Burbacher Weihnachtsmarkt verkauft wurden. „Ein reines Naturprodukt, wir füllen ausschließlich unbehandelten Honig ab“, betonte Matthias Sauer. Wie gut dieser schmeckt oder als leckere Zutat verwendet werden kann, zeigte das Fingerfood, das zur Preisverleihung serviert wurde: Sowohl die Honig-Haferflocken-Zimtkekse als auch Laugengebäck in Honig-Senf-Kruste fanden viel Anklang. Puristen genossen den Honig klassisch auf einem Stück Brot.
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