Baumbestattungen möglich
Neue Bestattungsform auf dem Friedhof Holzhausen
Die letzte Ruhe unter einem Baum finden. Diesen Wunsch der Beisetzung äußern immer mehr Menschen. Mit der Anpflanzung mehrerer hochstämmiger Bäume auf einer Fläche des Friedhofes in Holzhausen folgt diesem Wunsch nun auch die Gemeinde Burbach.
Sumpfeichen, Linden, Berg- und Spitzahorn sowie Hainbuchen zieren den Platz. Insgesamt hat der Bauhof der Gemeinde 16 Bäume gesetzt. An jedem Baum können zwölf Verstorbene bestattet werden. Bürgermeister Ewers freut sich über die Erweiterung der Bestattungskultur durch die Baumpflanzungen: „Trauer braucht einen Ort des Gedenkens. Uns war es wichtig, den Friedhof als tradierten Ort der Trauer zu stärken, indem wir dort auch Baumbestattungen ermöglichen. Mit einer einheitlichen Namenstafel am Baum wird an die Verstorbenen erinnert.“
Wer sich für diese Alternative interessiert, muss grundsätzlich mit einer Einäscherung einverstanden sein. Die Asche des Verstorbenen wird in einer biologisch abbaubaren Urne an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Hier können Verstorbene aus allen Dörfern beigesetzt werden. Noch nicht möglich ist eine Bestattung von Personen, die nicht in der Gemeinde Burbach gelebt haben. „Dazu ist eine Anpassung der Friedhofssatzung notwendig“, erläutert Karl-Willi Eibach von der Friedhofsverwaltung. „Ebenso ist noch darüber zu entscheiden, ob so genannte Familienbäume komplett als Familiengrabstätte genutzt werden können.“ Daher wird zurzeit unter einem Baum der Reihe nach belegt. Eine Wahlmöglichkeit für einen bestimmten Baum besteht noch nicht.
Rückblick: Im März 2016 legten sich die Mitglieder eines eingerichteten Arbeitskreises auf den Standort Holzhausen für Baumbestattungen fest. Holzhausen stellte aus Sicht der Mitglieder die beste Alternative dar. „Der Friedhof ist ein relativ zentraler Standort im Gemeindegebiet und hier gab es eine größere Wiesenfläche, die für Erdbestattungen nicht genutzt werden konnte“, schildert Ewers. Im Spätsommer letzten Jahres hatte die Gemeinde Burbach mit der Herrichtung der Fläche begonnen und Wege angelegt. Dann wurden die Bäume gepflanzt, so dass Beisetzungen dort nun möglich sind. Die Kosten für die Bäume und die Namensringe beliefen sich auf ca. 3.600 Euro. Die Herrichtung des Bestattungswaldes wurde durch den Bauhof der Gemeinde Burbach vorgenommen.
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