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04.07.2013

Neues und Bewährtes

Heimhof-Theater Burbach startet in vierte Spielzeit

„Herzlich willkommen im schönsten Theater Südwestfalens“. Mit diesen Worten brachte es Theodor Petera auf den Punkt bei der Vorstellung des neuen Spielprogrammes des Fördervereins Heimhof-Theater e.V. Der erste Vorsitzende gab damit nur das wieder, was viele begeisterte Besucher und Künstler in der abgelaufenen Spielzeit erkannt hatten. Der liebevoll restaurierte Bühnenschauplatz hat sich zum Anlaufpunkt für Kulturfreunde und Künstler entwickelt, eben auch wegen des besonderen Flairs im Originalstil der 50er Jahre. „Das spricht sich auch in Künstlerkreisen rum“, so Petera und freut sich auf das, was ab September auf der Bühne zu sehen ist. Gemeinsam mit dem Burbacher Kulturbüro und der Agentur Martin Horne haben die Verantwortlichen ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: „Es gibt wieder jede Menge geballte Kultur zu erleben“, unterstreicht Martin Horne beim Blick auf die Spielzeit 2013/2014. Christoph Ewers, Burbachs Bürgermeister, ist dankbar über das, was sich in den letzten drei Jahren nach der Wiedereröffnung des Theaters entwickelt hat: „Es wird hier Unglaubliches in ehrenamtlicher Arbeit geleistet.“

Los geht die neue Spielzeit mit dem Filmpalast im Heimhof-Theater. „Diese Programmreihe hat sich bewährt“, erläutert Martin Horne. „Immer am zweiten Sonntag im Monat rattert der Projektor und wirft Filmklassiker wie „Don Camillo und Peppone“, „Lichter der Großstadt“ oder „Das Gasthaus an der Themse“ auf die Leinwand.“ In der ersten Aufführung am 8. September um 18.00 Uhr ist „Der dritte Mann“ zu sehen.

Fest etabliert ist das Improvisationstheater: In diesem Genre sind das placebotheater mit ihrer Show „Impro ist alles!“ und ImproVisite mit der „Weihnachts-Impro-Show“ zu Hause. Als schrille Spaß-Guerillas wirbeln die Jungs von der ImproVisite seit 2002 über die Bühnen der Nation. Ihre aberwitzige Bühnenshow ist eine Mischung aus Schnelligkeit, Spontaneität und einer Menge Humor, die das Zwerchfell des Publikums auch lange nach der Vorstellung noch in Mitleidenschaft zieht. Mit unglaublicher Spielfreude, Musikalität und überschäumenden Ideen bereitet die ImproVisite einen unvergesslichen Abend. Vom individuellen Heiligabend-Alptraum über den allgemeinen Geschenke-Terror bis hin zu unberechenbaren Weihnachtsmännern - in dieser Impro-Show kann einfach alles passieren. Zu sehen ist ImproVisite am 13. Dezember 2013.

Mit Gerd Dudenhöffer und Eva Mattes stehen zwei bekannte Gesichter auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“. Doch beide sind nicht in ihren Paraderollen als grantelnder Saarländer Heinz Becker oder als Tatort-Kommissarin vom Bodensee zu Gast, sondern als Gerd Dudenhöffer und Eva Mattes. Mit seinen tief- und leichtsinnigen Gedichten aus seinen beiden Gedichtbänden und zahlreichen unveröffentlichten Texten führt Gerd Dudenhöffer seine Zuhörer in Schönheit schwelgend auf die höchsten Höhen romantischer Poesie. Der Kabarettist erweist sich mit seiner Lyrik als ein satirisch-hintergründiger Musensohn ganz in der Tradition eines Ringelnatz, eines Heinz Erhardt, eines Christian Morgenstern oder eines Robert Gernhardt. Seine Gedichte bestechen durch die gekonnte Mischung aus abgehobener Lyrik, sattem Mutterwitz und respektloser Verschmitztheit. Eva Mattes hat ihr persönlichstes Programm mitgebracht. Im ihrem neuen Programm erzählt und liest Eva Mattes, die „stille Königin unter den deutschen Vorleserinnen“ (FAZ) spannende Kapitel aus ihrem Leben, von Begegnungen mit Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Peter Zadek, Ulrich Wildgruber und anderen Größen aus Film und Theater, von künstlerischen und anderen Ereignissen, die Künstler und Öffentlichkeit gemeinsam bewegten. Mit im Gepäck hat sie ein paar der schönsten Songs und Chansons von Marlene Dietrich, Hans Albers, Friedrich Hollaender, Kurt Weill, eingestreut italienische Volkslieder - unterhaltsame und nachdenkliche Zwischentöne an diesem Abend, der auch von einem langjährigen kulturpolitischen Engagement berichtet, das Eva Mattes eng mit der Dirigentin und Regisseurin Irmgard Schleier verbindet, die sie auf dieser ungewöhnlichen Zeitreise musikalisch am Klavier begleitet. Gerd Dudenhöffer ist am 20. September 2013 zu sehen, Eva Mattes am 1. Dezember 2013.

Einer der schillerndsten Figuren des deutschen Kabaretts ist sicherlich Richard Rogler. Mit seinem Programm „Das müssten Sie mal sagen, Herr Rogler!“ gastiert der Stammgast aus Stratmanns Kneipe am 15. März 2014 in Burbach. Er sagt selber über sein Programm: „Ich habe einen schönen Beruf. Ständig machen sich Gegner und Fans Gedanken über meine Auftritte. Sie schreiben, sie sprechen mich auf der Straße an: „Herr Rogler, ich erzähle Ihnen jetzt was. Das müssten Sie mal sagen!“ Einverstanden. Man soll dem Volk ja auf´s Maul schauen, selbst wenn bei vielen Anregungen eine Verbindung vom Maul zum Gehirn nur schwach feststellbar ist. Der Rogler wird es dann schon richten. Auf jeden Fall sorge ich dafür, dass die Bühnenshow saukomisch ist und immer frisch serviert wird.“

Lokal und musikalisch wird es beim Auftritt des MGV Burbach im Heimhof-Theater. Der Männerchor gastiert im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Burbacher Chöre im Heimhof-Theater“ am 30. März 2014 auf der Wasserscheide. Die theatereigene Laienspielgruppe „Die Possenhofer“ geben im April nächsten Jahres ihre zweite Vorstellung ab und Erinnerungen an die 40er, 50er und 60er Jahre werden am 23. März nächsten Jahres wach, wenn alte Fotos und Filme eben aus diesen Zeitepochen gezeigt werden.

Mit dabei sind nach ihrem Debüt im letzten Jahr wieder die Macher von Radio Siegen. Nach der fulminanten Theateruraufführung des Tristan Irle Romans „Kalte Platte“ machen die bekannten Radiostimmen diesmal Comicfiguren Beine. „Als die Bilder laufen lernten“ haben sich die Akteure zum Thema gemacht. Was dabei herausgekommen ist, ist am 29. September zu erfahren. Weigand & Genähr kommen am 30. November 2013 mit ihrer Jubiläumsshow zum Zwanzigsten und präsentieren die Höhepunkte aus diesen zwei Jahrzehnten. Und nicht nur das. Natürlich hat Ursel einen frischen Kuchen gebacken, Arthur eine Zwanzig geschnitzt, die Steiger Lilli ein Tänzchen einstudiert, Frau Chemnitz sich ein lustiges Partyspiel ausgedacht und Herr Genähr ein Jubiläumslied komponiert. Gemeinsam mit den beiden Musikern Karl Parchow und Dieter Biermann wird es von allen die kommen angestimmt.

Zusätzlich gibt es jede Menge Musik mit Christine Vallon, Sonic Suite, Muttis Kinder oder Stenzel Kivits oben drauf. Und auch die jüngsten Theatergänger können sich auf Janoschs Tiger und Bär und auf „Alibaba und die vierzig Räuber“ freuen.

Einen herzlichen Dank richtet Theodor Petera an die Gemeinde Burbach und an die Sparkasse Burbach-Neunkirchen, vertreten durch Marco Keil, die durch die finanzielle Unterstützung das Engagement der Künstler erst möglich machen.

Das Gesamtprogramm ist bei den Sparkassenfilialen in Burbach, den Einrichtungen der Gemeinde Burbach und der Geschäftsstelle des Fördervereins in der „Alten Vogtei“, sowie bei zahlreichen Geschäften in Burbach und Neunkirchen erhältlich. Außerdem kann es im Internet abgerufen werden. Karten gibt es unter anderem bei den aufgezählten Partnern oder aber im Internet unter www.proticket.de.

Weitere Infos auch unter www.heimhof-theater.de.

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Theodor Petera, Förderverein Heimhof-Theater e.V., Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers, Marco Keil von der Sparkasse Burbach-Neunkirchen und Martin Horne von der gleichnamigen Agentur stellten jetzt das neue Programm für das Heimhof-Theater in Burbach vor.

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