Ideen für die Zukunft
Fast zwei Dutzend Interessierte waren gestern (24.06.2013) der Einladung der Gemeinde Burbach in das Dorfgemeinschaftshaus Würgendorf gefolgt, um im ersten DorfDialog Ideen für die Zukunft zu entwickeln. „Das ist der Startschuss für eine ganze Veranstaltungsreihe“, erläuterte Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers in seiner Begrüßung. „Wir werden in allen Dörfern in den kommenden Wochen zu Gast sein, um mit den Menschen Ideen für die Zukunft zu entwickeln. Mitmachen ist daher ausdrücklich erwünscht und erlaubt.“
Christoph Ewers skizzierte zunächst die drei großen Veränderungen: „Demografischer und gesellschaftlicher Wandel und die klimatischen Bewegungen erfordern, sich mit dem Lebensumfeld auseinanderzusetzen und es gemeinschaftlich zu gestalten.“ Dass der Wille da ist, bewiesen die Würgendorfer an den Thementischen. Ein Hauptaugenmerk lag bei der Diskussion auf den Plänen zur Erneuerung der Ortsdurchfahrt. 2015 soll die L 531 nicht nur oberflächlich instandgesetzt werden, sondern auch den Unterbau will der Landesbetrieb Straßen sanieren. In diesem Zusammenhang sollen, nach dem Willen der Dorfbewohner, die Parkplatzsituation entschärft, temporeduzierende Maßnahmen wie Einengungen an den Ortseingängen mitgeplant und letztlich zur Geräuschminderung „Flüsterasphalt“ aufgetragen werden. Ob dies alles so kommt, werden die nächsten Gespräche zeigen.
Wenn die Bagger dann 2015 tatsächlich rollen sollten, wird nicht nur die Ortsdurchfahrt neu gebaut. Auch in der Würgendorfer Ortsmitte rund um Kuhrts Haus, Wehrkirche und Dorfplatz entstünde eine andere Optik. In mehreren Bauabschnitten soll das dortige Quartier erneuert werden. Geplant sind neue Fahrbahnen, gepflasterte Gehwege und die Instandsetzung des Kanalsystems. Rund 2 Millionen Euro soll die Maßnahme kosten.
Doch was liegt den Würgendorfern über die Straßenerneuerung hinaus noch auf der Seele? All ihre Gedanken konnten sie auf Karten notieren. Davon gab es am Ende reichlich und die Ideen, Konzepte und Anregungen glichen einem Parforceritt durch die kommunale Themenwelt. Ein in Eigenregie betriebender Dorfladen als Anlaufstelle für die Dorfbewohner, ein Gemeindeschwesterprojekt, mit dem niederschwellige medizinische Hilfe geleistet werden kann oder der ortsbildprägende Umbau von Gebäuden: Die Liste der Ideen war lang. Besonders am Herzen lag den Teilnehmern der Erlenweiher. Der Teich oberhalb des Ortskerns wurde eingezäunt und ist nicht mehr zugänglich. Dieser Zustand soll sich ändern. Derzeit wird geprüft, ob der Weiher noch als Wasserspeicher für die Feuerwehr benötigt wird. Vorschläge für eine Nutzung gab es reichlich. Zum Beispiel als Gemeinschaftsgarten für den Obst- und Gemüseanbau nach dem Prinzip der „Permakultur“. Bürgermeister Christoph Ewers freute sich über die angeregte Diskussion und das Engagement der Würgendorfer. „Wir haben hier heute einen guten Auftakt gefunden. Lassen Sie uns gemeinsam an den Themen weiterarbeiten“, gab er zum Abschluss mit auf den Weg.
Der nächste DorfDialog findet am 11. Juli 2013 um 18.00 Uhr in Niederdresselndorf in der Hickengrundhalle statt.
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Rund zwei Dutzend Interessierte nahmen am DorfDialog in Würgendorf teil und schmiedeten Ideen für die Zukunft des Ortes.
