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04.03.2013

Die Burbacher Feuerwehr ist gut aufgestellt

Jahresdienstbesprechung der Burbacher Wehrleute in Wahlbach

Diese Erkenntnis war anlässlich der Informationen bei der Jahresdienstbespre­chung der Burbacher Löschzüge am Freitagabend in der Wahlbacher Mehrzweckhalle unschwer festzustellen.Musikalisch begrüßt wurden die Teilnehmer durch den Spielmannszug Wahlbach der Freiwilligen Feuer­wehr Burbach. Tobias Klein, Leiter der Feuerwehr, freute sich über das Engagement seiner zum Jahresende 2012 aktiven 355 Kameraden/innen aus den neun Burbacher Löschzügen.

Seit zehn Jahren hat Bürgermeister Christoph Ewers die Feuerwehr im Fo­kus. In einem Grußwort bescheinigte er den Blauröcken höchste Fach­kompetenz und  Hochachtung für ihren anspruchsvollen Einsatz zum Wohle der Bevölkerung. Zwei Schwerpunkten schenkte er besondere Auf­merksamkeit. Das Thema  um den Standort des Neubaus des Feuerwehr­gerätehauses in Lippe habe man mit viel Sachlichkeit geführt und man hoffe im Frühjahr den ersten Spatenstich tun zu können. Der neue Brand­schutzbedarfsplan sei in Bearbeitung. Das Signal, alle neun Standorte der Feuerwehr in der Gemeinde beibehalten zu wollen, wurde von den Feuer­wehrleuten mit großer Freude aufgenommen. Trotz kommunaler Finanz­nöte habe man mit Unterstützung des Gemeinderates und tatkräftiger Unterstützung der Wehrleute in den letzten zehn Jahren viele kleine und größere Investitionen in das Feuerwehrwesen getätigt. Weil auch die Nachwuchssicherung in den Löschzügen gewährleistet sei, gehe man mit Optimismus in die nächsten zehn Jahre, bedankte sich  der Verwaltungs­chef bei den Wehrleuten.

Den großen Herausforderungen der Feuerwehr kam der Leiter der Feuer­wehr, Tobias Klein, in seinem Jahresbericht auf die Spur. 216 mal wurde die Feuerwehr Burbach im Vorjahr von der Leitstelle in Siegen alarmiert. Bei Bränden, technischen Hilfeleistungen, u. a.  Verkehrsunfällen, waren die Einsatzkräfte zur Stelle. Auch bei Unwettern und Hochwasser  rückten die Blauröcke aus, wie z. B. bei der Überflutung einer Hundepension im Ortsteil Holzhausen.  Der ABC- Zug Süd-Siegerland kam bei einem Ge­fahrgutunfall auf dem Autohof in Wilnsdorf zum Einsatz. Schnelle Hilfe verhinderte im Lager der Firma Robert Thomas einen Vollbrand. Insge­samt wurden im vergangenen Jahr 25 Menschen aus Notlagen gerettet. Bei Verkehrsunfällen unterstützt die Feuerwehr die Rettungsdienste in vielfacher Weise. Um den gestiegenen Anforderungen des Feuerwehr­dienstes gerecht zu werden, kommt der kontinuierlichen Aus- und Fortbil­dung immer größere Bedeutung zu. So absolvieren zahlreiche  Kameraden jede Menge Lehrgänge und opfern ihre Freizeit. So ließen sich u.a. Füh­rungskräfte in sechs Seminaren am Institut der FW in Münster ausbilden. Forstwirtschaftsmeister Jürgen Decker zählte bei einem Praxisseminar „ TH Wald- Sägen unter Spannung“ 13 Teilnehmer aus den Löschzügen. Im Jahr 2012 konnten 37 Blauröcke befördert werden. Achtmal wurde das Feuerwehrehrenzeichen in „ silber“ und zweimal dasselbe in „ gold“ verlie­hen. Zwölf junge Männer und drei Frauen konnten in die Wehr übernom­men werden. Das Team der Brandschutzerzieher um Jens Wildfeuer ver­mittelt bereits in Kindergärten und Schulen den Gedanken des Brand­schutzes. Für den Bereich Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz  hat die Gemeinde Burbach in 2012 insgesamt 466000 € verausgabt, davon investive Kosten in Höhe von 97000 €. 51000 €  wurden aus der Feuer­schutzsteuer erstattet. Ein gebrauchtes Mannschaftstransportfahrzeug wurde in Niederdresselndorf stationiert, 9000 € wurden für 140 neue Parka ausgegeben und die Ersatzbeschaffung der Atemschutzausrüstung erforderten 20000 €. Für 2013 gelte es die richtigen Prioritäten zu setzen, um den Herausforderungen gerecht zu werden, bedankte sich Klein bei der großen Feuerwehrfamilie und hob noch einmal den Erfolg der Nie­derdresselndorfer Mannschaft beim Leistungsnachweis der Feuerwehr in Erndtebrück heraus, wo man unter 100 beteiligten Gruppen aus der Re­gion zum 3.Mal in fünf Jahren den Gesamtsieg errang.

Die Jugendfeuerwehr der Gemeinde hat in 2012 nochmals ein leichtes Plus zu verzeichnen. Mit  146 Kindern und Jugendlichen  (54 Mädchen) steht der Nachwuchs für den Fortbestand der Feuerwehr Gewehr bei Fuß. Ge­meindejugendfeuerwehrwart Matthias Kreckel  freute sich in seinem Jah­resbericht besonders über das in Lützeln stationierte neue Jugendfeuer­wehrmobil. Zahlreiche Aktivitäten wie die Gemeindejugendfeuerwehr­spiele, die Großübung, Teilnahme an der Leistungsspange und Jugend­flamme, sowie dem Kreiszeltlager, machen die Jugendfeuerwehr neben der Handhabung spezifischer Feuerwehrarbeit, attraktiv und interessant.

Aus den Bereichen der beiden Spielmannszüge Burbach und Wahlbach be­richteten  Frank Meiswinkel bzw. Arno Höfer. 55 Spielleute betätigen sich als musikalische Botschafter auch über die Gemeindegrenzen hinaus. 77 Kameraden und drei Ehrenmitglieder zählt inzwischen die Alters- und Eh­renabteilung, die derzeit von Arno Höfer betreut wird. Der Arbeitskreis „Erstversorgung“ wird von Feuerwehrarzt Richard Frief betreut. Neu ins Leben gerufen wurde in 2012 der Arbeitskreis „Absturzsicherung“.

Natürlich standen auch Beförderungen und Ehrungen im Blickfeld der Jahresdienstbesprechung. Neben einigen Beförderungen zu Feuerwehr-, Oberfeuerwehr- und Hauptfeuerwehrmännern, wurde Michael Weigel zum stellv. Löschzugführer in Burbach und Jürgen Decker erneut zum Lösch­zugführer der Oberdresselndorfer Wehr auf weitere sechs Jahre bestellt.. Für seine jahrzehntelange Feuerwehrtätigkeit, davon lange Jahre als Löschzugführer von Würgendorf und Mitglied im Kreisfeuerwehrverband erhielt der aus dem aktiven Dienst ausgeschiedene Gemeindebrandinspektor Helmut Jungheim ein Danke­schön in Form einer Schieferuhr. Geehrt wurden für 10-jährige Tätigkeit als Jugendfeuerwehrwart Klaus-Dieter Lautz vom Löschzug Gilsbach und Kevin Höfer vom Löschzug Wahlbach, für 20 Jahre Frank Lipke vom Löschzug  Niederdresselndorf. Bürgermeister Christoph Ewers verlieh Un­terbrandbeister Horst Prettenthaler vom Löschzug Holzhausen für 50 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit die Sonderauszeichnung des Kreisfeuerwehrver­bandes und des Landes NRW in „ gold“ und Holger Kringe vom Löschzug Wahlbach das Feuerwehrehrenzeichen in „ silber“. 
 
Text und Bild: Lothar Kreutz

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