ABC-Übung der Feuerwehren Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf
Angenommen wurde eine Reaktion von chemischen Stoffen, die zu Beschädigungen an mehreren Tanks und einer Ammoniak-Kühlanlage führte. Verletzte mussten gerettet werden und Teile einer benachbarten Wiesenfläche waren zu löschen. Aus den Tanks trat an mehreren Stellen Schwefelsäure aus.
Nach kurzer Einweisung am Werktor konnte Einsatzleiter und Zugführer des ABC-Zuges, Tobias Klein (Burbach), die Übung unter den Augen des Übungsbeobachters Karsten Konrad (Wilnsdorf) anlaufen lassen. So retteten die werkseigene Betriebsfeuerwehr und der örtliche Löschzug Würgendorf die Verletzten, sperrten die Einsatzstelle ab und begannen mit den Löscharbeiten. Nun erst wird der im Bereitstellungsraum wartende ABC-Zug unter der Übungsleitung von Thorsten Schneider (Neunkirchen) mittels Lotsen nach und nach ins Werk geführt. Die unter Vollschutz arbeitenden Feuerwehrleute leisten Schwerstarbeit. Das Leck eines zwei Meter dicken Tankes ist mittels Bandagen zu schließen. Spätestens jetzt denkt ein Feuerwehrmann über sein Hobby nach, knapp 40° und kein Platz im Anzug, keine Sicht durch beschlagene Scheiben und eine fast unlösbare Aufgabe. Das gleiche gilt für die anderen Trupps unter CSA, so nennt man den luftdichten Anzug der Feuerwehrleute. Diese Trupps mussten eine defekte Flanschverbindung abdichten. Die aus der Verbindung austretende Schwefelsäurefontäne wurde mit Wasser simuliert. Kein leichtes Unterfangen, wenn permanent „geduscht wird“. Eine weitere Undichtigkeit konnte schnell mittels eines Pfropfens geschlossen werden. Doch auch hier hatte man die Rechnung ohne die Verantwortlichen gemacht. Trat doch nach getaner Arbeit an anderer Stelle das Gefahrgut wieder aus. Aber auch hier konnte man mittels der mitge-brachten Technik helfen.
Aber auch an einem anderen Schauplatz wurde rege gearbeitet. So stieg schon nach wenigen Minuten „Rauch“ aus den Köpfen in der mobilen Einsatzzentrale auf. Hier bildeten die Chemiefachberater zusammen mit der Feuerwehr und den verantwortlichen des betroffenen Betriebsteiles die Einsatzleitung. Nachdem alle Schäden begutachtet und analysiert waren, konnten von hier aus die Einsatzkräfte optimal eingesetzt werden.
Ca. zwei Stunden nach Übungsbeginn hatte die Feuerwehr die Lage unter Kontrolle und die Übung konnte mit einem von den Standortbetreibern ge-sponserten Imbiss beendet werden.
Rüdiger Nikolai, Betriebsfeuerwehr Dynamit Nobel GmbH
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