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11.05.2012
Holzhackschnitzelheizung am Burbacher Schulzentrum offiziell in Betrieb genommen
Millioneninvestition in erneuerbare Energien
Der Blick aus dem Fenster verrät es: In Burbach gibt es jede Menge Wald. Auf fast 65 % der Gesamtfläche der Gemeinde stehen Laub- und Nadelbäume, die das Landschaftsbild prägen. Daher liegt es auf der Hand, den nachwachsenden Rohstoff für die Wärmegewinnung zu nutzen und dadurch einen weiteren Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Mit der neu installierten Holzhackschnitzelheizung am Burbacher Schulzentrum werden diese beiden Aspekte berücksichtigt. „Mit der neuen Heizungsanlage verfügen alle unsere Schulen jetzt über moderne Heizsysteme, die dabei helfen, unsere selbstgesteckten Klimaschutzziele zu erreichen“, sagte Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers jetzt bei der offiziellen Inbetriebnahme des Heizkraftwerks am Freitag. „Der CO2-Ausstoß wird durch die eingesetzten modernen Feuerungsanlagen und Filtertechniken weiter verringert. Das trägt natürlich nachhaltig dazu bei, unser integriertes Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept umzusetzen.“
„Fast 10 Monate hat der Bau gedauert“, erläuterte Jörg Ahnert vom Hochbauamt der Gemeinde Burbach. „Bis zum Spatenstich waren jedoch eine Menge Vorarbeiten zu leisten: Es ist eine Machbarkeitsstudie erstellt worden, die grundsätzlich aufzeigte, dass das Projekt ökologisch und ökonomisch sinnvoll war und ist. Nach verschiedenen Modifizierungen stand dann letztlich eine Systementscheidung an.“ Diese hat der Rat dann im Juni 2010 getroffen. Ausgesprochen hatten sich die Politiker dafür, ein Holzheizwerk im Wärmeverbund mit solarthermischer Anlage in Auftrag zu geben. „Nach der Systementscheidung durch den Rat konnten die konkreten Planungen dann beginnen“, so Christoph Ewers. „Mit dem Ingenieurbüro ibs haben wir einen guten Partner an unserer Seite gehabt, die mit großem Sachverstand die Gesamtplanung übernommen haben.“
Entstanden ist nun ein komplexes Heizsystem, dass sowohl die Haupt- und Realschule als auch die Hellertalschule und die Dreifachturnhalle beheizt.
An der Killingstraße ist dazu ein Betriebsgebäude errichtet worden, in dem der Brennkessel untergebracht ist und das als Lager für rund 100 m³ Holzhackschnitzel dient. Zusätzlich steht für Spitzenlasten ein Ölkessel im Gebäude, der im Bedarfsfalle die Holzfeuerung unterstützt. Pro Woche werden bei Volllast rund 70 m³ Hackschnitzel verbraucht. Zur Warmwassergewinnung in der Dreifachturnhalle ist zusätzlich auf dem Dach des Lagers eine 15 m² große Solaranlage aufgebaut worden. Ebenso wurden, bedingt durch die neue Heizungsanlage, die technischen Komponenten der Belüftungsanlage in der Sporthalle komplett erneuert.
Um die Wärme und Heizenergie in die Gebäude zu bringen, sind entsprechende Zuleitungen neu installiert worden. Gesteuert wird die Anlage über einen Zentralrechner, der in der Realschule untergebracht ist. In der Schaltzentrale kann überwacht werden, ob die Anlage einwandfrei läuft.
Die Holzheizungsanlage hat eine Leistung von 300 KW. Zusätzlich erbringt die installierte Ölheizung eine Leistung von 350 KW. Diese wird bei Spitzenzeiten mit zugeschaltet. Der Wärmebedarf wird zu 85 % aus Holzenergie erzeugt.
Rund 1,15 Millionen Euro sind für die Anlage mit den verschiedenen Gewerken investiert worden.
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