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02.05.2012
Masterplan 100 % Klimaschutz
Burbach als bundesweite Modellkommune für den Klimaschutz ausgewählt
Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers erhielt in diesen Tagen eine Einladung nach Berlin. Am 7. Mai 2012 wird ihm von Bundesumweltminister Norbert Röttgen die Urkunde für das Fördervorhaben „Masterplan 100 % Klimaschutz“ überreicht. Die Gemeinde Burbach gehört damit zu 19 Städten, Gemeinden und Landkreisen, die im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ des Bundes in den nächsten vier Jahren gefördert und als Modellkommunen beispielhaft Klimaschutz betreiben sollen. Insgesamt rund 246.000 € Fördermittel für Personalkosten, externe Begleitung und Gutachten fließen damit bis 2016 nach Burbach. 33 Kommunen hatten ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht.
Mit einem Masterplan 100 % Klimaschutz verfolgt eine Kommune das Ziel, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um mindestens 95 % gegenüber dem Jahr 1990 bzw. dem aktuellen Basisjahr zu mindern. Zusätzlich zu dem Ziel einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um 95 % bis 2050 verpflichtet sich die Kommune auch, den Endenergiebedarf bis 2050 um 50 % zu senken. „Diese Aufgabe hat sich die Gemeinde Burbach bereits mit ihrem Klima-Leitbild vom 2. Dezember 2008 gestellt“, so die Burbacher Umweltberaterin Elisabeth Fley, die das Projekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“ in der Verwaltung betreut. „In unserem Klima-Leitbild haben wir festgehalten, dass der Klimawandel eine der größten Herausforderungen für die Zukunft ist und dass den Kommunen eine herausragende Rolle bei der Durchführung von Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung zukommt“, erläutert Elisabeth Fley. Weiter: „Deshalb nehmen wir die Herausforderung an und machen uns seit 2008 auf den Weg zu einer klimaangepassten 100% erneuerbaren Energie-Gemeinde bis 2050. Das bedeutet, dass wir die gesetzten Ziele von EU, Bund und Land schon vorzeitig erreichen wollen.“
Doch wie soll das funktionieren? „Für die Kommunen bieten sich dafür verschiedene Wege“, beschreibt es Bürgermeister Christoph Ewers. Dazu gehören die Ausschöpfung der Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Energiesparen, die Nutzung erneuerbarer Energien, vor allem aus regionalem Quellen, sowie die Veränderung des Nutzer- und Konsumentenverhaltens und der Aufbau von nachhaltigen regionalen Stoffkreisläufen. Natürlich kann es je nach den lokalen Gegebenheiten durchaus unterschiedlich gelagerte Schwerpunkte geben. Wir haben mit unserem integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept Burbach eine gute Grundlage, die es im Sinne des Masterplans weiterzuentwickeln gilt.“
Neben den schon im kommunalen Konzept beschriebenen Maßnahmen wird es auch darum gehen, neue Ideen und Ansätze zu entwickeln, sich mit den anderen Kommunen auszutauschen und als Modellkommune aufzutreten und Vorbild für andere zu sein. Dabei werden alle beeinflussbaren Bereiche berücksichtigt. Soll heißen, dass öffentliche Einrichtungen, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, private Haushalte und den Verkehr mit in die Aktivitäten eingebunden werden“. Durch die Optimierung der regionalen Energie-, Finanz- und Stoffströme entsteht auch Wertschöpfung, die der Region zu Gute kommt“, so Fley auch zu den monetären Vorteilen. „Die Einbeziehung und Partizipation der Bevölkerung und der regionalen Unternehmen ist daher von unschätzbarer Wichtigkeit. Doch hier sind wir auch schon entsprechend gut aufgestellt.“ „Wir sehen das Projekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“ als logischen nächsten Schritt, um unsere bisherigen Erfolge und Anstrengungen im Klimaschutz fortzusetzen und freuen uns über die Möglichkeiten, die uns durch die Bundesförderung dazu zur Verfügung gestellt werden.“, so Bürgermeister Christoph Ewers.
Um den Erfolg messen zu können, muss die Kommune den Masterplan 100 % Klimaschutz durch ein kontinuierliches Monitoring und Management begleiten. Dank der Fördermittel wird dazu ein Klimaschutzmanager ab dem 1. Juli 2012 im Burbacher Rathaus seine Arbeit aufnehmen können. Seine Aufgabe wird es in den nächsten vier Jahren sein, an den unterschiedlichsten Stellen kontinuierlich für die Verbesserung des Ist-Zustands und Verfolgung des Klimaschutzziels bzw. der gesetzten Zwischenziele der Kommune zu sorgen.
Die weiteren 18 Masterplan 100 % Klimaschutz – Kommunen
- Stadt Flensburg (Schleswig-Holstein)
- Hansestadt Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)
- Region Hannover & Stadt Hannover (Niedersachsen)
- Stadt Göttingen (Niedersachsen)
- Landkreis Osnabrück (Niedersachsen)
- Stadt Osnabrück (Niedersachsen)
- Landkreis Steinfurt (NRW)
- Stadt Rheine (NRW)
- Stadt Herten (NRW)
- Stadt Frankfurt/M (Hessen)
- Landkreis Marburg-Biedenkopf (Hessen)
- Stadt Bensheim (Hessen)
- Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn (Rheinland-Pfalz)
- Mittelstadt Sankt Ingbert (Saarland)
- Gemeinde Nalbach (Saarland)
- Stadt Heidelberg (Baden-Württenberg)
- Stadt Neumarkt i.d. Oberpfalz (Bayern)
- Stadt Kempten (Bayern)
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