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06.03.2012

Seniorenbefragung in Burbach abgeschlossen

Bedarfe an die örtliche Infrastrukter ermittelt

Überaus zufrieden zeigten sich Bürgermeister Christoph Ewers, Fachbereichsleiter Thomas Leyener und Seniorenbeauftragte Christine Sahm aufgrund der Rücklaufquote und der Ergebnisse der im letzten Jahr durchgeführten Seniorenbefragung. Wichtigstes Fazit vorweg: „Wir wissen jetzt noch genauer, wo wir gut unterwegs sind und in welchen Feldern wir arbeiten müssen,“ sagt Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers. Zu fünf Themen sind in Burbach 1.000 Senioren befragt worden. Dabei ging es um die Mobilität im Alter, um die Lebensmittelversorgung, um therapeutische, beratende und haushaltsnahe Angebote und persönliche Aktivitäten, soziale Teilhabe und Angebotswünsche. 636 Fragebögen sind an die Senioren-Service-Stelle zurückgekommen. Also eine Quote von 64 %. Die Ergebnisse sind dabei repräsentativ für die Gesamtgemeinde.

Die Mobilität spielt im Alter eine entscheidende Rolle. 61 % der Befragten haben ein eigenes Auto zur Verfügung, das sie für ihre Erledigungen nutzen können. Doch umgekehrt ist bei 39 % der Befragten die Mobilität ein Problem. Insbesondere für Arztbesuche oder zum Einkaufen wünschten sich diese Senioren bessere verkehrliche Möglichkeiten. „Hier spielen die ÖPNV-Angebote eine wichtige Rolle,“ so Thomas Leyener. „Deshalb ist es unser Ziel, gemeinschaftlich mit allen Partnern Verbesserungen herbeizuführen. Das kann schon mit Haltestellenverlegungen erreicht werden, denn viele schreckt der lange Weg dorthin schon ab. Aber auch Fahrzeitenoptimierungen sind denkbar.“

Nächster Punkt war die Frage der Lebensmittelversorgung. „Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten Befragten ihre Einkäufe in unmittelbarer Nähe erledigen,“ so Christine Sahm bei der Ergebnisvorstellung. „Dies kann vom Grundsatz her fast überall sichergestellt werden. In Lützeln, Lippe und Oberdresselndorf jedoch wünscht sich jeder Zweite einen kleinen „Tante-Emma-Laden“ direkt vor Ort, um die Dinge des täglichen Bedarfs zu erhalten“, so Sahm weiter. „Hier ist zu überlegen, welche Konzepte hier umsetzbar sind.“

Hinsichtlich der sozialen Teilhabe kann festgehalten werden, dass die vorhandenen Angebote, wie zum Beispiel Gottesdienste, Spazierengehen oder Walken in der Gruppe, wohnortnah genutzt werden und aus Sicht der Senioren auskömmlich sind. Wünschenswert fanden die Befragten besser nutzbare Treffpunkte zur Begegnung und Freitzeitgestaltung z.B. Begegnungsstätten oder ein offenes Seniorencafé zum gegenseitigen Austausch und zur Kommunikation. „Das ist eine Baustelle, an der wir zukünftig noch stärker arbeiten möchten, um diesen Wunsch zu realisieren. Dabei beachten wir natürlich die Interessen in den Ortsteilen“, zieht Christine Sahm als Fazit. “In der Gesamtbetrachtung kann festgehalten werden, dass in vielen Fällen die Bedarfe der Senioren gut durch die verschiedenen Anbieter abgedeckt sind. An kleinen Stellen sind noch punktuell Verbesserungen möglich, die gemeinsam mit den Senioren vor Ort umgesetzt werden können.“

Die Seniorenbefragung war im vergangenen Jahr in den Gemeinde Neunkirchen, Wilnsdorf und Burbach zusammen mit der Zukunftsinitiative 2020 – Leben und Wohnen im Alter des Kreises Siegen-Wittgenstein und des Deutschen Instituts für angewantde Pflegeforschung, (dip), durchgeführt worden.

Hier sind die Befragungsergebnisse abrufbar.

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