Feierliche Übergabe in der Snorrenburg
Wie lebendig Geschichte sein kann, erlebten am Samstagabend die Besucher der Wappenenthüllung im Hotel-Restaurant „Snorrenburg“. Charlotte von Trümbach, Nachfahrin der Familie von Trümbach, in deren Eigentum die Snorrenburg einige Zeit im 18. und 19. Jahrhundert stand, überreichte ihr Familienwappen an den heutigen Eigentümer, Dr. Michael Lück, im Beisein von Bürgermeister Christoph Ewers und dem Vorsitzenden des Heimatvereins „Alte Vogtei“ Burbach, Volkmar Klein (MdB). Damit konnte die schon vorhandene Sammlung um einen weiteres Wappen ergänzt werden.
Die Geschichte des „adeligen Hauses“, so die Bezeichnung der Snorrenburg aus historischen Aufzeichnungen, geht zurück bis ins 14. Jahrhundert. Im Jahr 1367 wurde die Snorrenburg durch den Erzbischof Cuno von Trier niedergerissen – angeblich um dem Raubrittertum der Burbacher Ritter ein Ende zu bereiten. In seinem Buch „Geschichte des Freien Grundes und des Hickengrundes“ weiß Fritz Fromme zu berichten, dass an gleicher Stelle, an der das erste Gebäude gestanden hat, wieder ein neues „adeliges Haus“ errichtet worden sein muss, über dessen Erbauungsjahr nichts bekannt ist, das offenbar 1596 erstmals wieder erwähnt wurde und dann bei dem großen Brand von Burbach im Jahr 1758 abgebrannt ist. 1727 nahm Dorothea Elisabeth Weber, geborene von Trümbach, gemeinsam mit Ihrem Ehemann, dem Burbacher Notar Georg Weber, Besitz am Burbacher Adelshaus und ließ das Gebäude in Form eines Fachwerkhauses mit Stallung nach dem großen Brand wieder an seinem heutigen Standort wieder aufbauen. Die heutige Besitzerfamilie Lück renovierte das Gebäude grundlegend und baute es zu einem Hotel und Restaurant aus.
Der Empfang und die Waüüenenthüllung wurde musikalisch umrahmt durch den MGV 1862 Burbach. Außerdem waren der Burbacher Nachtwächter, ein Ritter, der Schmied und der Hirte in ihren Kostümen unterwegs. Zusätzliches Highlight war der Film „Feuer über Hohenseelbach“ vom Videoclub Hellerthal.
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