Schulzentrum fit für die Zukunft machen
Überaus zufrieden mit der Resonanz und den Ergebnissen zeigte sich jetzt Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers. Rund 70 Teilnehmer waren der Einladung der Gemeinde in das Schulzentrum gefolgt, um gemeinsam mit der Hilfe der Universität Siegen zu überlegen, wie zukünftig die Gebäude der Schulen genutzt werden sollen, ob eine Ausgabe- oder eine Kochküche das richtige Rezept für eine Schulmensa ist, wie das Schulleben innerhalb und außerhalb des Geländes gestaltet werden kann und wie sich Schule und Dorf gegenseitig unterstützen können. In vier Workshops wurde mit Eltern, Lehrern, Vereinsvertretern und Politik diskutiert, Ideen aufgeschrieben und Lösungen erarbeitet. Dabei galt es auch, mit Vorurteilen aufzuräumen. Zum Beispiel Ganztag. Die anwesenden Vereinsvertreter befürchteten, dass mit dem an bisher drei Tagen an der Gemeinschaftsschule stattfindenden Ganztagsunterricht die Vereine mit ihren Übungsabenden zu kurz kommen. „Dem ist nicht so“, zeigte Schulleiterin Mechthild Ermert-Heinz auf. „Die Schüler haben bis maximal 15.40 Uhr Unterricht. Sie sind dann aber fertig. Die Hausaufgaben sind erledigt und die Zeit danach steht zur freien Verfügung.“ Sie wünscht sich die Kooperation mit den ehrenamtlichen Gruppierungen, die in vielen Bereichen, zum Beispiel in der Realschule mit der Imker- oder der Gartenbau-AG schon sehr gut funktioniert. Im Nachmittagsbereich sind die Vereine und Institutionen wichtige Partner. Deshalb ist hier die Kooperation besonders von Bedeutung. „Ich kann mir auch durchaus eine Tätigkeit der Schülerinnen und Schüler in den Vereinen am Nachmittag vorstellen,“ so Ermert-Heinz weiter.
Für Bürgermeister Christoph Ewers stand eine wichtige Frage im Raum. Wie geht man auch im Zuge des Ganztagsbetriebes mit der Verpflegung der Schulkinder vor. „Wir haben verschiedene Möglichkeiten. Das reicht von einer Ausgabeküche im Hauptschulgebäude unter Einbeziehung der Werkräume bis hin zur Kochküche mit Anbau an die Eingangshalle an der Hauptschule.“ Im Workshop „Küchenschlacht – Kochküche vs. Ausgabeküche“ wurden diese Möglichkeiten diskutiert. Viele Anwesende wünschten sich eine Kochküche. Bis es aber tatsächlich soweit ist, sind noch einige Fragen mit Antworten zu versehen.
Und auch die Schulgebäude selbst waren Mittelpunkt der Diskussion. Welche Gebäude sind zukünftig zu nutzen, wie sieht der Raum um die Gebäude aus und welche Angebote werden, neben dem Schulleben, dort dann ihren Platz haben. Konkret hatten sich die Teilnehmer des Workshops einige Ideen einfallen lassen. So konnte man sich vorstellen, im Außengelände ein Basketballspielfeld zu errichten oder eine Kletterwand an einer Schulfassade anzubringen.
Der Workshop mit seinen vier Foren, die begleitet wurden durch die Universität Siegen in persona von Prof. Hildegard Schröteler-von Brandt, Prof. Sybille Käppel-Klieber und Prof. Thomas Coelen, war der Auftakt weiterer Gespräche und zur konkreteren weiteren Planung und Ausgestaltung der Themen und Fragestellungen.
Die gewonnenen Ergebnisse werden jetzt dokumentiert und sind Ausgangspunkt für weitere Gespräche und die politischen Beratungen.
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