Hilfsnavigation
Volltextsuche
Mediathek
YekoPhotoStudio  
© YekoPhotoStudio 
Mediathek
Seiteninhalt
15.11.2011

Die Heller ins Tal zurückbringen

Arbeiten für die Verlegung der Heller beginnen

Wer in nächster Zeit tagsüber zwischen Burbach und Würgendorf unterwegs ist, dem werden sicherlich Bagger und andere Anzeichen für Bautätigkeiten im Hellertal unterhalb des Industrieparks auffallen. Hintergrund ist keine Erweiterung des Industrieparks in die Talaue, sondern in diesen Tagen beginnt eine lang geplante, umfangreiche Gewässermaßnahme der Gemeinde Burbach. „Nach dem Motto „Wir bringen die Heller ins Tal zurück!“ verlegen wir auf einer Länge von etwa 700 m den Bach neu“, so Bürgermeister Christoph Ewers. Burbachs Umweltbeauftragte Elisabeth Fley ergänzt: „Die Heller kommt somit weg von ihrem bisher schnurgeraden Verlauf entlang der Böschung an der Landstraße und parallel zu einem Abwassersammler.“ Diese Maßnahme erfolgt aufgrund der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die das Ziel hat, bis zum Jahr 2027 die Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen.

War das Bachbett bisher sozusagen zwischen Straße und Kanal eingezwängt, wird sich die Heller nach Abschluss der Baumaßnahmen naturnah im Tal frei entfalten können. Verzweigungen, kleine Inseln und die Entstehung einer kurvenreichen, mäandrierenden Fließgewässerstrecke sind dabei ausdrücklich gewollt. Diese Entwicklung hat das naturnahe Leitbild, wie es für Fließgewässer im Mittelgebirge festgelegt wurde, zum Vorbild. Besonders vom Radweg zwischen Burbach und Würgendorf aus werden sich ganz neue Perspektiven durch reizvolle, abwechslungsreiche Blicke ins Tal der Heller ergeben. Positiver Nebeneffekt der Maßnahme ist, dass die Schächte des Abwassersammlers in Zukunft vom Gewässer nicht mehr frei gespült oder beschädigt werden können, da nach Ende der Baumaßnahme ein ausreichender Abstand zu ihnen besteht.

Bis zum Jahr 2018 sollen rund 275.000 € in die naturnahe Gestaltung der Heller investiert werden. Die Maßnahmen, auch die nun anstehende Verlegung, wird vom Land NRW zu 80% gefördert. Im Zusammenhang mit der Gewässermaßnahme wird auch ein Abschnitt einer Wassertransportleitung des Wasserverbands Siegen-Wittgenstein neu verlegt.
nach obenSeite drucken