Der Kapitän geht im September von Bord
Zu ihrer diesjährigen Dienstbesprechung trafen sich die neun Löschzüge der Feuerwehr Burbach jetzt in der Turnhalle in Burbach-Holzhausen. Nachdem der Spielmannszug Burbach den Auftakt der Dienstbesprechung mit einigen gekonn¬ten musikalischen Beiträgen bildete, begrüßte Gemeindebrandinspektor Rolf Lengen¬berg neben den zahlreich erschienenen Feuerwehrleuten Bürgermeister Christoph Ewers, den Leiter des Ordnungsamtes Thomas Leyener und Brigitte Heuschkel sowie den Kreisbrandmeister des Kreises Siegen-Wittgenstein, Bernd Schneider zu seiner letzten Jahresdienstbesprechung. Lengenberg wird im September dieses Jahres mit Erreichen der Altersgrenze von 60 Jahren aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausscheiden. So ging er auch während seiner kurzen Begrüßung darauf ein und bedankte sich bei allen für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen 21 Jahren, in denen er die Feuerwehr Burbach leitete.
In seinem Jahresbericht wartete Rolf Lengenberg mit einigen eindrucksvollen Zahlen auf. So hatten die Löschzüge und –gruppen im Jahr 2010 insgesamt 262 Einsätze abzuarbeiten, davon 62 Brände und 69 technische Hilfeleistungen, jedoch auch 47 Täuschungsalarme. Bewährt hat sich hierbei zum wiederhol¬ten Male die Bildung des Meldekopfes in Burbach, durch den die Einsätze während der Schneelage im Februar 2010 innerhalb des Gemeindegebietes koordiniert wurden. Hier ging es in der Hauptsache darum, Dächer von der Last des Schnees zu befreien. Weitere besondere Einsätze waren der Brand einer Pizzeria in Burbach im Juni 2010, der Brand der Grillhütte in Holzhausen im August sowie der Brand eines LKW auf der Autobahn, der Futtermittel geladen hatte im Oktober.
Neben den regelmäßigen Übungen in den Standorten wurde im Jahr 2010 eine intensive Ausbildungsarbeit betrieben. So fanden auf Gemeinde- und Kreis¬ebene ein Truppmann-Lehrgang mit den Modulen 1 - 4, ein Atemschutzgeräteträ¬gerlehrgang sowie ein Lehrgang Absturzsicherung statt. Am Institut der Feuerwehr in Münster wurden zwei Gruppenführer- und zwei Zugführer-Lehr¬gänge sowie zahlreiche Seminare besucht. Durch die Gemeinde wurde sechs Kameraden ermöglicht, den Füh¬rerschein der Klasse C zu erwerben. Insgesamt kamen durch Einsätze, Übungen, Ausbildung und weitere Arbeiten im Rahmen der Gerätepflege im Jahr 2010 36.770 Dienststunden zusammen. In den Standorten Burbach und Niederdresselndorf konnte jeweils in neues Staffel-Löschfahrzeug in Dienst gestellt werden.
Gemeindejugendfeuerwehrwart Markus Schwarze konnte in seinem Jahresbericht Erfreuli¬ches vermelden. Lag die Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehren im Jahr 2010 leicht unter der Zahl von 2009, so verfügt die Gemeinde Burbach mit einer Gesamtstärke von 137 Jugendfeuerwehrangehörigen über die zweitgrößte Jugendfeuerwehr im Kreisgebiet. Die Jugendfeuerwehrwarte leisteten bei ihrer wichtigen Arbeit insgesamt 1954 Dienststunden ab. Und auch bei den Jugendfeuerwehrwarte nahm die Aus- und Weiterbildung einen breiten Raum im Jahr 2010 ein. So erwarben 25 Kameradinnen und Kameraden bei einem Jugendleiterseminar, dass in Würgendorf stattfand, die „Juleica“. Ein Höhepunkt im war sicherlich der Besuch der internationalen Feuerwehrmesse „Interschutz“ in Leipzig. Darüber hinaus konnte die überarbeitete Jugendordnung verabschiedet werden. Unter der Internetadresse www.jugendfeuerwehr-burbach.de macht die Jugendfeuerwehr nun auch im Internet von sich reden. In seinem Ausblick auf das Jahr 2011 hob Markus Schwarze eine Großveranstaltung hervor. Das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr wird vom 27. – 31. Juli 2011 in Holzhausen mit etwa 600 Teilnehmern stattfinden.
In den Jahresberichten der Alters- und Ehrenabteilung, des Arbeitskreises „Erstversorgung“ und der beiden Spielmannszüge zeigte sich auf eindrucksvolle Weise, wie aktiv die verschiedenen Abteilungen im Laufe eines Jahres sind. Hierbei verabschiedeten sich Günter Heide (Holzhausen) und Herbert Rothe (Lippe) als Führungsteam der Alters- und Ehrenabteilung unter großem Beifall der Zuhörerschaft. In Zukunft werden Rolf Lengenberg (Holzhausen) und Arno Höfer (Wahlbach) die Geschicke der Alters- und Ehrenabteilung lenken.
Auf der Tagesordnung standen an diesem Abend auch Beförderungen und Ehrungen, die von Bürgermeister Ewers und Gemeindebrandinspektor Lengenberg vorgenommen wurden. Zum Feuerwehrmann befördert wurden Kim Sören Müller, Niklas Beul, Sebastian Damm und Ulrich Ströher (alle Holzhausen), sowie Thomas Flender von der Löschgruppe Gilsbach zum Oberfeuerwehrmann. Thomas Dietrich ist neuer Oberbrandmeister im Löschzug Burbach. Für 35jährige aktive Tätigkeit in der Feuerwehr wurde Unterbrandmeister Walter Schmidt vom Löschzug Burbach mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Eigentlich war der Reigen der Beförderungen und Ehrungen damit beendet, doch Kreisbrandmeister Bernd Schneider ergriff noch einmal das Wort. In einer kleinen Ansprache erinnerte an das Wirken von Rolf Lengenberg als Leiter der Feuerwehr Burbach in den vergangenen 21 Jahren und hob besonders dessen Sachkompetenz verbunden mit einem hohen Engagement bei der Bewältigung der an ihn gestellten Aufgaben hervor. Für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen wurde Rolf Lengenberg mit dem Ehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes unter dem tosenden Applaus „seiner“ Feuerwehr ausgezeichnet.
Text und Bild: Lutz Schäfer, Pressesprecher FF Burbach
