Große ABC-Übung am Siegerland-Flughafen
Die Beschädigung der Ladung einer Frachtmaschine und der Austritt eines zunächst unbekannten, flüssigen Gefahrstoffes waren Ausgangspunkte einer Großübung auf dem Siegerland Flughafen am 06.05.2010 , an der neben dem ABC-Zug-Süd (vertreten durch die Feuerwehren aus Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf) die Feuerwehren aus Lippe und Lützeln sowie die Flughafenfeuerwehr des Siegerland-Flughafens teilgenommen haben.
Ziel der Übung war es, in einer solchen Lage die Zusammenarbeit zwischen den öffentlichen Feuerwehren und der Flughafenfeuerwehr zu trainieren und weiter zu optimieren.
Zunächst musste die Einsatzstelle durch Einheiten der Flughafenfeuerwehr und der Löschgruppe Lippe erkundet und abgesperrt werden. Im Anschluss daran wurden unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Rolf Lengenberg, die notwendigen Einsatzkräfte, die Chemiefachberater Klaus Ehrmann und Jens Schlirf, und verschiedene Einsatzfahrzeuge zum Einsatz gebracht.
Nachdem der Gefahrstoff als Ameisensäure identifiziert werden konnte, begann man einem Bündel von Erstmaßnahmen, wie zum Beispiel mit der Verschließung sämtlicher Kanaleinläufe und dem Niederschlagen der Säuredämpfe. Anschließend wurde das beschädigte Gebinde abgedichtet und der Gefahrenstoff mittels einer Chemiepumpe in ein anderes Behältnis umgepumpt. Zeitgleich wurde eine Dekontaminierungsstelle aufgebaut, durch die alle Einsatzkräfte gereinigt wurden, die sich in Gefahrenbereich aufhielten.
Laut Einsatzleiter Rolf Lengenberg und dem Leiter der Flughafenfeuerwehr Horst Petri, hatten die Einsatzkräfte die Lage jederzeit im Griff und der Übungsverlauf wurde insgesamt als positiv gewertet. Bei der anschließenden Nachbesprechung in der Feuerwache bedankte sich Henning Schneider, Geschäftsführer des Siegerland-Flughafens recht herzlich bei allen Einsatzkräften und hob nochmals hervor wie wichtig eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Flughafen und der Freiwilligen Feuerwehr ist.
