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27.06.2026

"Ohrwürmer" und Grundschulkinder auf Stippvisite im Rathaus

CJD-Kita-Kinder und vierte Klassen aus Holzhausen besuchen Bürgermeister Jonas Becker

gb Burbach. Gleich drei junge Besuchergruppen durfte Bürgermeister Jonas Becker in den vergangenen zwei Wochen im Burbacher Rathaus begrüßen. Zunächst hatten sich die „Ohrwürmer“, die künftigen Schulkinder der CJD-Kita in Wahlbach, angekündigt. Für die Stippvisite bei der Verwaltung hatten sich die neun Mädchen und Jungen selbst einen ganz besonderen Dresscode vorgeschrieben. Auf fliederfarbenen T-Shirts ließen sie die Mitarbeitenden wissen: „Wir sind 1. KLASSE“. Nach einer Begrüßung im Sitzungssaal und einer kurzen Einführung in die Besonderheiten der Gemeinde nutzten die Kinder die Gelegenheit, einmal auf dem „Chefsessel“ im Bürgermeisterbüro Platz zu nehmen. Anschließend gab es einen Schatz im Tresor der Kämmerei zu entdecken. Im Flur des Fachbereichs 1 durften sie Gas geben und eine Geschwindigkeitsmessanlage „zum Glühen“ bringen. Um eine schöne Erfahrung reicher traten sie dann zu Fuß den Rückweg zur Brückenstraße an.

Nur drei Tage später erneut „Gewusel“ im Rathaus. Wobei die Schülerinnen und Schüler der 4a der Grundschule Hickengrund (Standort Holzhausen) äußerst höfliche und zurückhaltende Gäste waren, die den Verwaltungsbetrieb in keinster Weise störten. Wie viel vier Jahre Unterschied im Vergleich zu den Kita-Kindern ausmachen, erfuhr Bürgermeister Jonas Becker im Gespräch mit den 19 Mädchen und Jungen, die sich im Sachkundeunterricht gut auf den Besuch vorbereitet und Fragen formuliert hatten. Zum Beispiel: Was ist eigentlich eine Gemeinde? Darauf liefern das Grundgesetz und in die Gemeindeordnung NRW eher abstrakte Antworten, die der Verwaltungschef jedoch kindgerecht für die Viertklässlerinnen und -klässler übersetzte.

Erneut nur ein paar Tage später ließ sich auch die Parallelklasse 4b erklären, wo die Gemeinde in der Hierarchie der staatlichen Verwaltungsorganisation steht, wie die Gemeindeverwaltung strukturiert ist, wie sich der Rat zusammensetzt, ab wann gewählt werden kann und und und. So interessiert waren die 22 Schülerinnen und Schüler, dass sie für die geplanten Besuche im Fachbereich Bauen, Wohnen und Umwelt und im Bürgerbüro gar keine Zeit mehr hatten. Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler Tage zuvor hatten beide Bereiche noch kennengelernt.

„Für einen Bürgermeister sind dies besonders schöne Begegnungen“, sagt Bürgermeister Jonas Becker. „Es ist gut, dass die Kinder früh mit der Kommune in Berührung kommen und die Verwaltung vor Ort mit einem positiven Erlebnis verbinden. Das trägt dazu bei, mögliche Hemmschwellen abzubauen und die Gemeinde für künftige Kontakte als offene und hilfsbereite Behörde in Erinnerung zu behalten. Heute versteht sich die kommunale Verwaltung zunehmend als Dienstleisterin für die Bürgerinnen und Bürger, die sie wahrscheinlich über Jahrzehnte in ganz verschiedenen Lebenslagen begleitet.“

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