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14.07.2020

Neues Flüchtlings-Beratungsbüro in Burbach

Dass Geflüchtete einen guten Start in ihrer neuen Heimat haben, ist nicht selbstverständlich. Deshalb arbeiten in Burbach Kommune und Ehrenamt Hand in Hand, um den Geflüchteten die Orientierung und das Einleben zu erleichtern.

Koordiniert wird die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe im Auftrag der Kommune seit Juni 2017 von Susanne Riderer, Übersetzerin und Integrationsbegleiterin aus Holzhausen. Neu im Team ist seit Mai 2020 Timon Turban, Masterstudent in Siegen. Beide sind seit vielen Jahren mit anderen Kulturen und mit der Integrationsarbeit vertraut. Herr Turban ist vor allem verantwortlich für den Kontakt zu den jungen Männern unter den Burbacher Geflüchteten, Frau Riderer organisiert u.a. die Vermittlung von Patenschaften. Beide sind Ansprechpersonen für Geflüchtete und auch für Burbacher, die Kontakt zu Geflüchteten aufnehmen möchten, oder die Fragen bezüglich Migranten und deren Integration haben.

Das Sprachcafé im Gassenweg 28 ist über die letzten beiden Jahre zum Dreh- und Angelpunkt der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe geworden. Jeden Mittwoch von 16 bis 19 Uhr ist es geöffnet und die Mitarbeiter freuen sich über jeden, der zum Kennenlernen vorbeischaut. Nach einer „Corona-Pause“ ist das Sprachcafé seit 1. Juli wieder offen. Bei schönem Wetter halten wir uns vor allem im Freien auf und natürlich werden alle Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten. Anders als der Name „Sprachcafé“ vermuten lässt, geht es hier nicht nur um Deutschunterricht. Das wichtigste am Sprachcafé ist das Zusammensein, die Gemeinschaft. Es gibt Sportangebote (Fußball, Volleyball), es werden Spiele gemacht, es gibt Bastelangebote und Geflüchtete erhalten natürlich auch praktische Hilfe, z.B. beim Verstehen und Ausfüllen von Formularen.

Zwei Ziele der Integrationsarbeit: 1. Den Geflüchteten helfen, in Burbach Fuß zu fassen. Durch persönliche Kontakte zu Burbachern fühlen sie sich weniger verunsichert in der Fremde und bekommen dadurch mehr Zuversicht und Mut, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. 2. Den Geflüchteten helfen, sich weniger einsam zu fühlen. Auch wenn die (ehrenamtlichen) Mitarbeiter nicht für jedes Problem gleich eine Lösung herzaubern können, ist es doch zumindest tröstlich, jemanden zum Reden zu haben und Enttäuschungen und Rückschläge nicht alleine durchstehen zu müssen. Interessanterweise sind einige tiefe Freundschaften zwischen Burbachern und Geflüchteten nicht unbedingt dadurch entstanden, dass mal schnell ein paar Probleme gelöst wurden, sondern vielmehr dadurch, dass man schwere Zeiten gemeinsam durchgestanden hat.

Burbacher Bürger, die zuhören können und die sich Zeit nehmen möchten, eine freundschaftliche Beziehung zu Geflüchteten aufzubauen, sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen. Es werden auch Patenschaften vermittelt, die den Geflüchteten eine verbindliche, verlässliche Beziehung auf Zeit bieten sollen. Verständlicherweise dauert es ein bisschen, bis gegenseitiges Vertrauen wächst, daher wäre es für eine Patenschaft sinnvoll, ein Engagement von ca. einem Jahr anzustreben. Wer sich für eine Patenschaft interessiert, kann zuerst ein unverbindliches Informationsgespräch führen. Wenn sich ein Pate und ein Mentee gefunden haben, wird die Patenschaft je nach Bedarf durch Supervision, Austauschtreffen bzw. persönliche Gespräche begleitet. Inhaltlich sind Patenschaften ganz unterschiedlich gestaltet, je nach persönlichen Gaben und Interessen.

Das seit 1. Mai angemietete Büro Am Flüsschen dient zunächst für die Mitarbeiter als Besprechungsraum. Für Beratungsgespräche mit Einzelnen wird darum gebeten, Termine zu vereinbaren. Es ist angedacht, auch in diesen Räumlichkeiten Angebote für Migranten zu etablieren, dazu werden allerdings weitere, neue ehrenamtliche Helfer benötigt. Eigene Ideen und Vorschläge können gerne eingebracht werden!

Die anfallenden Kosten werden über zweckgebundene Integrationsmittel des Landes finanziert. Hierüber konnten auch bereits einige Projekte durchgeführt werden.
Erste Anlaufstelle für interessierte Bürger bleibt weiterhin das Sprachcafé, mittwochs, 16 bis 19 Uhr im Gassenweg 28. Hier heißen wir alle Herzlich willkommen! Auch per E-Mail kann gerne Kontakt aufgenommen werden: fluechtlingshilfe@burbach-siegerland.de

Kontakt

Yannick Gorlt »
Fachbereich 4 - Bürgerservice, Sicherheit, Soziales, Schulen
Eicher Weg 13
57299 Burbach

Telefon: 02736 45-32
Fax: 02736 45-9932
E-Mail oder Kontaktformular
Frau Susanne Riderer »
Flüchtlingsberatung

Telefon: 02736/448873
Gemeinde Burbach »
Pressestelle
Eicher Weg 13
57299 Burbach

Telefon: 02736 45-22
Fax: 02736 45-9922
E-Mail oder Kontaktformular
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