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05.06.2020

Die Planungen zum Nahwärmenetz in Burbach werden

Vier Planungsbüros präsentierten hierzu ihre Pläne

Klimaschutz und Klimawandel sind globale Themen, von denen alle Menschen betroffen sind. Was aber bedeuten sie ganz konkret für die Bürgerinnen und Bürger in Burbach? Und was kann bzw. muss vor Ort getan werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Gemeinde Burbach seit Jahren intensiv.

„Bereits im Leitbild unserer Gemeinde hat der Klimaschutz einen hohen Stellenwert“ betont Bürgermeister Christoph Ewers. „Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die Zukunft und den Kommunen kommt eine bedeutende Rolle bei der Durchführung von Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung zu.“

Daher werden in Burbach Projekte umgesetzt, die dazu beitragen, die Emissionen und gleichzeitig die Energiekosten privater Haushalte zu verringern, den Umstieg auf eine nachhaltige Energieversorgung zu etablieren und eine Sensibilisierung für den Klima- und Umweltschutz zu schaffen. Darüber hinaus haben diese Projekte Beispielcharakter für weitere Quartiere und Ortschaften. Dazu erhielt die Gemeinde Burbach 2019 im Rahmen des Projektaufrufs „KommunalerKlimaschutz.NRW“ die Zusage von Fördergeldern des Landes NRW und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Höhe von insgesamt rund 1,8 Mill. €.

„Bereits im Jahr 2016 entstand die Idee für das Projekt Nahwärmenetz im sogenannten Klimaquartier Burbach Mitte“ berichtet Christoph Ewers. Dazu sollen Holzhackschnitzel aus der Region in einem Heizkraftwerk verbrannt und die entstehende Wärme über ein Rohrleitungssystem an die Häuser übergeben werden. Alle Hauseigentümer in dieser Wohnsiedlung sind potentielle Anschlussnehmer. Geplant ist der Bau des Nahwärmenetzes in der Nähe des Schulzentrums und soll bis zu 190 private Haushalte mit regenerativer Energie versorgen soll. Durch das Projekt könnte somit jährlich 1.049 t CO2 eingespart werden, was dem Durchschnittsverbrauch von 133 Deutschen pro Jahr insgesamt entspricht.

„Die Kosten für das Nahwärmenetz werden mit ca. 2,6 Millionen € geschätzt. Für die Maßnahme wurden uns 1,5 Millionen € zugesagt. Das europaweite Ausschreibungsverfahren für die Planungsleistungen steht nun kurz vor dem Abschluss“ erklärt Ewers.

Sobald die Planungen vorliegen, womit etwa im August zu rechnen ist, werden alle Hausbesitzer im Bereich des geplanten Netzes aktualisierte Informationen zu den Konditionen des Anschlusses an das Netz erhalten. Bei einer Abfrage haben bereits 57 Haushalte ihr Interesse signalisiert. Mit der Versorgung des Schulzentrums über eine zentrale Holzhackschnitzelheizung hat die Gemeinde Burbach bereits seit 2008 sehr gute Erfahrungen gesammelt.

„Die Klimaschutzziele der Gemeinde Burbach können nur erreicht werden, wenn unterschiedliche Gruppen und Akteure zusammenarbeiten. Ich persönlich verfolge dieses Projekt nicht nur mit großem Interesse, weil ich selbst aus der Forstwirtschaft komme, sondern weilt für mich der Klimaschutz eine wesentliche Zukunftsaufgabe ist“ äußert sich Ewers zu den Bemühungen seiner Kommune im Klimaschutz. Burbach ist als Klimaschutzkommune inzwischen weit über die Region hin bekannt.

Für weitere Fragen zu diesem oder auch anderen Klimaschutzprojekten steht im Rathaus der Klimaschutzmanager Samuel Reuter zu Verfügung.

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Gemeinde Burbach »
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