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14.11.2019

Burbach stellt Haushaltsentwurf 2020 vor

Erstmalig digital und interaktiv

Vorbei sind die Zeiten, in denen rund 400 Seiten starke und 1,2 kg schwere Haushaltspläne eingebracht werden. „Künftig sind die Haushaltsdaten der Gemeinde Burbach per Knopfdruck erhältlich“, berichtet Kämmerin Kirsten Herr. „Darüber sind nun auch interkommunale Vergleiche möglich und der digitale Haushaltsplan führt gleichzeitig zu mehr Transparenz und Bürgerfreundlichkeit“ ergänzt Bürgermeister Christoph Ewers.

„Auch im kommenden Jahr können wir wieder stark in die kommunale Infrastruktur investieren und die bereits begonnen Maßnahmen weiter fortführen“ teilt Ewers zusammenfassend zu dem Zahlenwerk mit, das Kirsten Herr für das kommende Jahr aufgestellt hat.

So bilden die Investitionsschwerpunkte in 2020 der Erweiterungsbau der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen einschließlich der Umgestaltung des Schulhofes mit 3,05 Millionen Euro, der Umbau der „Alten Vogtei“ in ein Besucher-, Begegnungs- und Erlebniszentrum (BBEZ) mit 1,5 Millionen Euro oder beispielsweise die Ergänzung der Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr. „Nachdem die Umleitung der B 54 jetzt aufgehoben werden soll, möchten wir natürlich auch die Ortsdurchfahrt in Würgendorf im kommenden Jahr endlich fertig stellen“, teilt Ewers mit. Hierfür steht ein Betrag von 4,8 Millionen Euro im Haushalt 2020 zur Verfügung. „Für einige der aufgeführten Maßnahmen haben wir auch wieder Fördergelder in Summe von rund 2,5 Millionen Euro generieren können“, so Ewers.

Und wieder sind die Transferaufwendungen, die mit 42,67 Millionen Euro zu Buche schlagen, der größte Posten im Haushalt der Gemeinde Burbach. Insbesondere die Kreisumlage inklusive der differenzierten Jugendamtsumlage mit rund 35,9 Millionen Euro macht der Gemeinde Sorge. „Der Hebesatz der allgemeinen Kreisumlage soll steigt im kommenden Jahr auf 37,8 % und der Hebesatz der Jugendamtsumlage um 2,32 v.H. auf 24,26 %-Punkte steigen“, erläutert Ewers die Erhöhung von 11 Millionen Euro und appelliert an den Kreistag den Hebesatz der Kreisumlage zu senken, weil durch die Erhöhung der Umlagegrundlagen die tatsächlich zu zahlende Kreisumlage ohnehin bereits um über 11 Millionen € steigt.

Auf der Ertragsseite rechnet man in Burbach mit Einnahmen in Höhe von insgesamt 52,3 Millionen Euro. Darin sind rund 30 Millionen Euro Gewerbesteuer enthalten. Im Kernhaushalt wird es auch im kommenden Jahr keine Anhebungen der Hebesätze für die Grundsteuer und der Gewerbesteuer geben. „Auch sind keine Änderungen der Abfallgebühren oder der Hundesteuer geplant“, teilt Herr mit. Maßvolle Anpassungen der Wasser- und Abwassergebühren sind dagegen vorgesehen.

Bei den Erträgen und Aufwendungen im Ergebnisplan ergibt sich im Haushaltsentwurf für das Jahr 2020 ein Fehlbetrag von 9,7 Millionen Euro, der aber durch die Ausgleichsrücklage ausgeglichen werden kann.

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