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17.10.2019

250 Einsatzkräfte bei Großübung der Feuerwehr

Zugunglück im Bereich des Bahnhofes wurde simuliert

Im Rahmen des Doppeljubiläums „800 Jahre Burbach“ und „50 Jahre Großgemeinde Burbach“ führte die Freiwillige Feuerwehr am Samstag, den 12.10.2019, eine Großübung im Bereich des Bahnhofes durch. Um 13 Uhr war es soweit – unter den Augen einer Vielzahl von interessierten Zuschauern wurden nach und nach die Wehren aller neun Einheiten der Gemeinde alarmiert. Zusätzlich wurde eine Einsatzeinheit des Deutschen Roten Kreuzes, bestehend aus Kräften aus Burbach, Neunkirchen und Eiserfeld, sowie der Rettungsbus der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd an den Übungsort gerufen. Insgesamt waren über 250 Personen in die Großübung involviert.

Das zuvor detailliert ausgearbeitet Szenario machte einen solch großen Personal- und Sachaufwand notwendig. Es wurde angenommen, dass es im Bereich des Bahnhofs Burbach zu einem folgenschweren Unglück gekommen sei: Ein Personenzug der Hessischen Landesbahn wartete mit circa 25 Reisenden am Bahnhof auf seine Weiterfahrt. Aufgrund eines Stellwerksfehlers, so das Szenario, wurde ein in den Bahnhof einfahrender Güterzug mit Kesselwagen der Siegener Kreisbahn auf das Gleis des Personenzuges geleitet und kollidierte mit diesem. Bei dem Zusammenstoß wurde der Kraftstofftank der Lokomotive aufgerissen, es lief Dieselkraftstoff aus. Ein mit Salzsäure beladener Kesselwagen wurde ebenfalls stark beschädigt, die gefährliche Fracht lief ebenfalls aus. Durch die Kollision geriet die Lokomotive im vorderen Bereich in Brand, das Feuer drohte auf den Personenzug überzugreifen. Der Lokführer wurde durch den Aufprall schwer verletzt. Von den im Personenzug befindlichen Fahrgästen wurden zwei Personen eingeklemmt und dadurch schwer verletzt. Weitere drei Personen waren ebenfalls schwer verletzt, die übrigen Reisenden trugen leichte Verletzungen davon bzw. blieben unverletzt.

Die in der Übung gestellten Aufgabenstellungen waren sehr umfangreich. Es galt alle beteiligten Personen zu retten, zu versorgen und letztendlich abzutransportieren. Hierzu wurde eine Verletztensammelstelle eingerichtet. Darüber hinaus musste der Brand an der Diesellok bekämpft und eine Riegelstellung zum Personenzug und dem Bahnhof eingerichtet werden. Doch das war nicht alles. Der beschädigte Dieseltank musste abgedichtet und der auslaufende Kraftstoff aufgefangen werden. Die in dem Szenario ausgetretene Salzsäure machte das Auffangen des Gefahrstoffes und die Niederschlagung der gefährlichen Dämpfe notwendig. Hierzu wurde eine Not-Dekontamination für die Einsatzkräfte aufgebaut.

Nach erfolgreich absolvierter Übung zeigte sich Markus Schwarze, der Leiter der Burbacher Feuerwehr, hochzufrieden mit der geleisteten Arbeit und dem Engagement der in die Übung eingebundenen Einsatzkräfte. Alle Aufgaben wurden zur vollsten Zufriedenheit abgearbeitet.

Text: Kay-Helge Hercher, Freier Bildberichterstatter

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