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22.08.2019

Internationales Sommerfest im Sprachcafé

Mindestens 15 Nationalitäten waren vertreten, als das Burbacher Sprachcafé Mitte August zum Sommerfest einlud. Vertreter des Sozialamtes, der Familienservicestelle, Herr Bürgermeister Ewers sowie Gäste und Mitarbeiter aus allen Kirchen und Freikirchen und zahlreiche Bürger freuten sich über perfektes Wetter, Sport- und Spieleangebote und ein umfangreiches Kuchen- und Salatbüffet. Im Mittelpunkt standen die Hüpfburg, der Grill, die eritreische Kaffeezeremonie – und natürlich die persönlichen Begegnungen.

Im Namen der ehrenamtlichen Sprachcafé-Mitarbeiter begrüßte Waltraud Gelber die Gäste. Jürgen Braun, Leiter der Ev. Gemeinschaft Burbach, äußerte seine Freude darüber, dass das Sprachcafé seit der Gründung vor zwei Jahren seine Heimat im Gassenweg gefunden hat. Die Arbeit ist seitdem sichtbar gewachsen und mittlerweile gut in Burbach etabliert. Herr Bürgermeister Ewers wandte sich in seinem Grußwort mit großer Wertschätzung an die Gäste: „Ich bedanke mich für das große Engagement aller Ehrenamtlichen und Helfer, die mit Ihrem Einsatz entscheidend die Integration fördern. Dies ist ebenfalls ein Zeichen für die Geflüchteten, die sich nicht entmutigen lassen müssen, auch wenn manche Dinge nicht auf Anhieb funktionieren.“

Vier Migranten aus China, Tibet, Syrien und dem Iran wurden dann von der Integrationsbegleiterin Susanne Riderer zu einem Kurzinterview nach vorne gebeten. Übersetzungen war nicht nötig, da alle vier Deutsch sprechen können. Sie gaben einen kleinen Einblick in ihre aktuelle Situation und bedankten sich bei den Ehrenamtlichen, die ihnen so manche Türe geöffnet und in schwierigen Situation zur Seite gestanden haben.

So unterschiedlich die Migranten sind, so unterschiedlich sind ihre Wege und Ziele. Ein syrischer Bauingenieur zum Beispiel möchte am liebsten in seinem erlernten Beruf arbeiten. Andere möchten gerade nicht bei dem bleiben, was sie in ihrer Heimat gemacht haben, sondern die Chance ergreifen, in Deutschland einen (neuen) Beruf zu erlernen oder zu studieren. Manche sind noch ein bisschen überwältigt von der hiesigen Bandbreite von Ausbildungswegen, Berufsschulen und berufsvorbereitenden Maßnahmen. Urgyen Tashi aus Tibet weiß jedenfalls genau, was er möchte: eine Ausbildung zum Krankenpfleger machen und bei Deutschland sucht den Superstar teilnehmen!

Seit zwei Jahren ist das Sprachcafé im Gassenweg 28 jeden Mittwoch von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Wer möchte, kann an einem Deutschunterrichtsangebot teilnehmen, erhält Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, kann Fragen loswerden oder auch einmal seine Sorgen vergessen und Spaß durch Gesellschaftsspiele und gemeinsames basteln miteinander haben. Hier ist es einfach für Burbacher Bürger und Migranten unverbindlich miteinander in Kontakt zu kommen.

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