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Wie der moderne Roboter operiert

Dr. med. Andreas Müller referiert in Holzhausen über medizinische Assistenzsysteme
27.11.2019
19:00 Uhr
kleiner Saal der Turnhalle Holzhausen
Eintritt frei!

Holzhausen (VS). Das Innovationspotential in der Medizintechnik ist enorm. Daraus resultieren Möglichkeiten für eine verbesserte medizinische Versorgung der Patienten. Während dem 5. Holzhäuser Ärztegespräch am 27. November stellt Chefarzt Dr. med. Andreas Müller für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Jung-Stilling-Krankenhaus Siegen und Bethesda Krankenhaus Freudenberg den Ablauf einer Operation mit dem Einsatz eines modernen Operationsroboters vor. Nach dem bebilderten Vortrag beantwortet er Fragen der Gäste im gemeinsamen Gespräch.

Bedient wird der eingesetzte Roboter während der Operation von einem Arzt, wie Dr. med. Müller. Er sitzt vor dem Roboter. Seine Hände hat er an den Konsolen. Mit dem Kopf schaut er in die Kamera und mit den Füßen bedient er Funktionen über Pedalen. Der Roboter hat vier Arme, die der Chirurg steuert. Das Kamerasystem liefert ein deutlich vergrößertes dreidimensionales Bild. Müller befindet sich virtuell im Körper des Patienten. Er gibt Operationsbefehle an den Roboter. Das Assistenzsystem führt die vorgegebenen Bewegungen und Operationsschritte aus. Ein Facharzt steht unmittelbar beim Patienten und überwacht den Eingriff. Das OP-Team wechselt nach der Aufforderung von Müller die Instrumente an den Roboterarmen, welche nicht selbstständig und ohne Kontrolle im Einsatz sind.

„Die Akzeptanz der Patienten ist groß“, so Dr. med. Müller, der direkt klarstellt, dass die Maschine den Arzt nicht ersetzt, sondern ihn bei der Arbeit unterstützt. „Prostata-Operationen werden wahrscheinlich in absehbarer Zeit ohne OP- Roboter überhaupt nicht mehr vorgenommen“, kündigt der Mediziner an. Der Einsatz der Technik verursacht aber enorme Zusatzkosten, weshalb bislang nicht alle Eingriffe mit dem Assistenten durchgeführt werden. Große Bauchoperationen am Magen-Darm-Trakt, an der Bauchspeicheldrüse aber auch an der Lunge stellen neben den Prostata-Eingriffen die häufigste Indikation für die daVinci-Roboter-Anwendung dar.

Schon seit den 80iger Jahren setzt die Chirurgie auf minimal invasive Eingriffe, wobei Haut und Weichteile nur gering verletzt werden. Der zusätzliche Einsatz von Kameratechnik während Operationen ermöglicht immer verbesserte Einblicke in den menschlichen Körper und präzisiert dadurch die Eingriffe. Ultraschallmesser lassen seit ihrer Erfindung auch gänzlich blutfreie Behandlungen zu. Aktuell operiert Dr. med. Müller mit Robotern. „Durch die Anschaffung der Operationsroboter wird die Qualität der Operationen erheblich gesteigert“, sagt der Chirurg. „Große Operationen an schwierigen Körperregionen können mit höchstmöglicher Genauigkeit vorgenommen werden“, ergänzt er. Durch die Präzision der verwendeten Instrumente werden wichtigen Nerven zum Wohle der Patienten geschont, wie beispielsweise bei Krebsoperationen am Darm. Die in Siegen eingesetzten daVinci-Systeme gelten als modernste Assistenzsysteme in der Medizin.

Das 5. Holzhäuser Ärztegespräch am 27. November 2019 beginnt um 19:00 Uhr im Kleinen Saal der Turnhalle, Vor dem Scheid 9 in 57299 Burbach-Holzhausen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung wird vom Heimatverein Holzhausen und dessen Förderkreis „Alte Schule“ in Kooperation mit regionalen Ärztinnen und Ärzten organisiert und durchgeführt. Rückfragen beantwortet Vanessa Simon gerne unter kultur-holzhausen@web.de oder 02736 4494454.


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